DFB-Fußballerinnen mit positivem Jahresausklang

veröffentlicht

Irland - Deutschland - © Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa
Sydney Lohmann (r) und Irlands Heather Payne kämpfen um den Ball. (© Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa)

Dublin - Anders die Männer-Nationalmannschaft können die deutschen Fußballerinnen in Ruhe Bilanz nach dem coronabedingt verkürzten Länderspiel-Jahr 2020 ziehen.

Jenseits des abgesagten Jubiläumsspiels gegen England gelangen in der zweiten Hälfte der EM-Qualifikation noch einmal vier Siege, zum Schluss ein 3:1 in Irland. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nahm ein paar wichtige Erkenntnisse auf dem Heimflug am Abend aus Dublin mit.

Links zum Thema
Informationen zur Frauen-Nationalmannschaft
Spiele und Termine
Qualifikation zur EM 2022
Kader der Frauen-Nationalmannschaft
Informationen zu Trainerin Voss-Tecklenburg
Berger-Porträt auf dfb.de
Infos zur FIFA-Wahl
Infos zum Spiel auf UEFA-Homepage

TOR-DEBÜTANTIN I: Ann-Katrin Berger hätte in ihrem ersten Länderspiel so gern zu null gespielt, doch gegen den Foulelfmeter von Katie McCabe zum 2:1-Anschluss kurz vor dem Halbzeitpfiff war die 30-Jährige machtlos. Es war das erste und einzige Gegentor in der EM-Qualifikation. Doch die positiven Emotionen überwogen. «Es war ein unvergesslicher Moment für mich. Ich musste noch mal kurz die Hymne lesen», sagte Berger. Mit ihrem Einsatz in Dublin, bei dem Berger vor allem fußballerische Qualitäten zeigen musste, möchte sie sich nicht zufriedengeben. «Es war ein guter Einstieg, jetzt hoffe ich auf mehr», betonte die Schwäbin, die 2017 an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war. «Sie hat viele Situationen - so wie es ihrer Art entspricht - sehr ruhig gelöst», sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Dass ihr ein-, zweimal das Herz stehengeblieben sei, habe wohl eher an der anderen Perspektive draußen gelegen, fügte sie lachend hinzu.

TOR-DEBÜTANTIN II: Ihr zweites Länderspiel absolvierte Tabea Waßmuth, mit ihren ersten beiden Länderspieltoren zum 2:0 (29.) und 3:1 (85.) war die 24-Jährige aus Hoffenheim die Matchwinnerin. Bei einem Lattentreffer und einer weiteren Großchance war sogar noch mehr drin. Die drei Punkte waren der beidfüßig starken Angreiferin aber am wichtigsten. «Wir haben es teilweise echt gut gespielt, ab und an haben wir es ein bisschen zu kompliziert gemacht. Aber im Großen und Ganzen sind wir froh, dass wir jetzt jedes Spiel gewinnen konnten», sagte Waßmuth. «Es ist wirklich ein verrücktes Jahr gewesen, nicht nur mit Corona», fügte sie mit Blick auch auf ihre persönliche Bilanz hinzu. «Mein Motto ist: Ich schau', was kommt und nehme alles mit, was mir da über den Weg läuft.»

FAZIT: Die Bilanz der Bundestrainerin fiel nicht uneingeschränkt positiv aus. Das Elfmeter-Gegentor, das eine komplett makellose EM-Qualifikation verhinderte, habe die Mannschaft gewurmt, befand Martina Voss-Tecklenburg. «Wir wollten in der zweiten Halbzeit zurück in unser Spiel finden, das ist nicht ganz so gut gelungen», erklärte die 52-Jährige. Insgesamt war sie natürlich zufrieden: «Wir haben uns sicher, sauber und souverän qualifiziert.» Ihr Team, in das viele Spielerinnen drängen, sieht sie auf dem richtigen Weg zur EM-Endrunde 2022 in England: «Wir sind überzeugt, dass die Mannschaft noch lange nicht an ihrem Leistungspotenzial angekommen ist.»

Copyright © Haller Kreisblatt 2021
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2021
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.