Geburtstagskind Hanning bescheinigt sich schlechten Stil

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Bob Hanning - © Foto: Julian Stratenschulte/dpa
«Wir haben uns selbst um Kopf und Kragen geredet, dafür steht man jetzt in der Kritik - und das zu Recht», sagt Bob Hanning. (© Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Stuttgart - Bob Hanning trug diesmal auffällig unauffällige Kleidung. Der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) hatte bei seinem Auftritt im ZDF-«Sportstudio» kein knalliges Shirt eines Edeldesigners an, sondern einen relativ schlichten, hellblauen Anzug.

Aber nach der fragwürdigen Freistellung von Bundestrainer Christian Prokop wollte der in die Kritik geratene Hanning diesmal auch nicht mit seinen Klamotten für Aufsehen sorgen, stattdessen gab sich der am 9. Februar 52 Jahre alt gewordene DHB-Vize reumütig.

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Die Trennung von Prokop sei «auf gar keinen Fall mit Stil» abgelaufen, sagte Hanning, der sich selbst und den gesamten Verband für den Ablauf der Trennung kritisierte. «Wir haben uns selbst um Kopf und Kragen geredet, dafür steht man jetzt in der Kritik - und das zu Recht.» Wenn man sich «einmal für einen Trainer entscheidet und das dann auch so deutlich kommuniziert und danach eine solche Rolle rückwärts macht, dann ist das schwer nachvollziehbar», meinte Hanning.

Damit bezog er sich darauf, dass Prokop noch während der Europameisterschaft Ende Januar das Vertrauen bis zu den Olympischen Spielen ausgesprochen worden war - dann folgte plötzlich die Trennung und die Verpflichtung von Alfred Gislason als Nachfolger. «Das war wahrlich nicht rühmlich», sagte Hanning. «Aber es war die ehrliche Überzeugung eines Präsidiums, das diese Entscheidung mit sehr breiter Mehrheit getroffen hat.»

Nicht mal zwei Wochen nach dem fünften Platz bei der EM hatte der DHB am 6. Februar überraschend die Trennung von Prokop verkündet. Der ehemalige Kieler Erfolgscoach Gislason (60) wurde bereits am nächsten Tag in Hannover als Nachfolger vorgestellt. «Er ist einer der weltbesten Trainer», sagte Hanning über den Isländer.

Und obwohl der mächtige DHB-Funktionär sich extra dezent angezogen hatte, musste er ganz zum Schluss dann doch noch über seinen extravaganten Modegeschmack reden. «Ich bin ja für meine Mode selbst verantwortlich, weil man sagt ja, so schlechten Geschmack kann man keinem anderen zumuten.»

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