Bielefeld stürmt an die Zweitliga-Spitze

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Kantersieg im Auswärtsspiel - © Foto: Daniel Karmann/dpa
Bielefelds Voglsammer (3.v.r) jubelt mit seinen Kollegen Prietl (h, l-r), Yabo, Brunner und Hartel über seinen Treffer zum 2:0. (© Foto: Daniel Karmann/dpa)

Düsseldorf - Die Favoriten Hamburger SV und VfB Stuttgart wackeln im Aufstiegskampf zur Fußball-Bundesliga, Arminia Bielefeld untermauert indes seine gute Form.

Mit dem 5:1 (3:0)-Sieg beim 1. FC Nürnberg stürmten die Ostwestfalen (28 Punkte) an die Tabellenspitze der 2. Liga und profitierten von den Patzern der direkten Konkurrenz: Hamburg (26) musste sich am 13. Spieltag mit dem 1:1 bei Holstein Kiel begnügen, der Tabellendritte Stuttgart (23) unterlag in Osnabrück 0:1.

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«Die Tabellenführung hat für uns eine hohe Bedeutung, weil es kein Zufall ist. Wir sind momentan ein verdienter Tabellenführer», meinte Arminia-Torjäger Fabian Klos. Bielefeld startete in Nürnberg furios und benötigte nur wenige Minuten zur 3:0-Führung. Jonathan Clauss (10. Minute), Andreas Voglsammer (13.) und Klos (15.) deckten bereits in der ersten Viertelstunde die Defizite der von Interimstrainer Marek Mintal betreuten Nürnberger auf. Im zweiten Abschnitt traf Asger Sörensen (59.) zwar für den «Club», doch Klos (60.) und Reinhold Yabo (73.) waren dann wiederum für Arminia erfolgreich. «Wir sind super abgestimmt. Das spricht für unsere Qualität», erklärte Voglsammer.

Hamburg musste die Tabellenführung abgeben, ist aber seit sieben Spielen ungeschlagen und verbuchte das Remis beim Nordrivalen Kiel als Punkt für die Moral. «Am Ende haben wir mit dem Lucky Punch noch den Ausgleich erzielt. Das zeigt, wie stark die Truppe ist und dass alle füreinander da sind», sagte HSV-Kapitän Rick van Drongelen. Immerhin wurde nach der Roten Karte gegen Bakery Jatta (26.) und dem Kieler Führungstreffer von Janni Serra der Rückstand in Unterzahl kurz vor dem Abpfiff durch Timo Letschert ausgeglichen.

HSV-Coach Dieter Hecking erklärte zwar, dass «wir es besser können», angesichts der Umstände war er mit dem Punkt aber zufrieden: «Die Mannschaft hat die taktischen Anpassungen hervorragend umgesetzt.»

Für den Tabellendritten Stuttgart stehen indes vier Niederlagen aus den jüngsten fünf Zweitliga-Spielen zu Buche. Dem Derby gegen den Karlsruher SC im ersten Match nach der Länderspielpause kommt nun eine noch größere Bedeutung als ohnehin schon zu. Am Sonntag ließ VfB-Coach Tim Walter seine Profis im Training Torschussübungen absolvieren. Die ungenügende Chancenverwertung war zuletzt das größte Problem. «Der Abschluss ist Mangelware», meinte Walter. «Man darf auch nicht immer nur den vergebenen Torchancen die Schuld geben. Das ist sicher ein Teil. Aber wir müssen noch mehr Gas geben, mit noch mehr Überzeugung kommen», erklärte Stuttgarts Torwart Gregor Kobel.

Hannover 96 musste eine Woche nach der Beurlaubung von Trainer Mirko Slomka den nächsten Rückschlag hinnehmen. Mit Interimstrainer Asif Saric unterlagen die Niedersachsen beim 1. FC Heidenheim 0:4. «Jedes Spiel ist knüppelhart. Nach meinem Empfinden haben wir die 2. Liga noch nicht angenommen», sagte 96-Kapitän Marvin Bakalorz. Darmstadt 98 musste sich mit dem 2:2 gegen Jahn Regensburg begnügen. Andreas Albers traf für Regensburg in der Nachspielzeit zum Endstand.

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