Was man über den Großen Preis von Aachen wissen sollte

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Marcus Ehning - © Foto: Uwe Anspach
Springreiter Marcus Ehning auf seinem Pferd Funky Fred. (© Foto: Uwe Anspach)

Aachen - Der Große Preis von Aachen ist Abschluss und Höhepunkt des CHIO. Die Springprüfung ist neben dem Hamburger Derby heute der große Klassiker des Reitsports. Er wurde erstmals 1927 ausgetragen.

DER TITELVERTEIDIGER: Vorjahressieger Marcus Ehning ist erneut einer der Favoriten. Der Springreiter aus Borken sattelt im Großen Preis sein Pferd Funky Fred. Im Vorjahr hatte er mit Pret A Tout gewonnen, der nach einer Pause noch nicht fit genug für das schwere Springen ist. Ehning hatte bereits 2006 gewonnen, damals mit Küchengirl.

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DER MODUS: Zwei Runden im größten Reitstadion der Welt sind am Sonntag zu absolvieren. Bei Punktgleichheit gibt es ein Stechen, so wie im Vorjahr: Damals gewann Ehning mit Pret A Tout vor der Portugiesin Luciana Diniz mit Fit For Fun. Zu gewinnen gibt es eine Million Euro.

DIE GASTGEBER: 2018 waren zehn deutsche Paare für den Großen Preis qualifiziert, in diesem Jahr haben sieben die Qualifikation geschafft. Stars wie Ludger Beerbaum scheiterten und erreichten keinen der 40 Startplätze.

DIE DEUTSCHEN FAVORITEN: Neben Ehning gibt es zwei weitere deutsche Sieg-Kandidaten: Simone Blum und Daniel Deußer. Die Weltmeisterin ist nach einer Operations-Pause im Winter wieder in Topform. Im Nationenpreis am Donnerstag hatte die 30-Jährige aus dem bayerischen Zolling mit ihrer Stute Alice zwei fehlerfreie Runden geritten. Deußer zeigte seine Topform am Freitag beim Sieg im NRW-Preis und reitet heute auf Tobago.

DER BONUS: Der Große Preis von Aachen gehört zum Grand Slam, bei dem es verschiedene Boni zu gewinnen gibt. Als Sieger des Turniers in Genf winkt Ehning im Falle eines CHIO-Erfolges eine Zusatzprämie von einer Viertelmillion Euro. Das gleiche gilt für den Ägypter Sameh El Dahan, der in Spruce Meadows gewonnen hatte. Henrik von Eckermann verzichtet auf einen Start beim Großen Preis von Aachen und damit auf die Chance, eine halbe Million Euro zu verdienen. Sein Pferd Mary Lou sei nach dem Nationenpreis müde, sagte der in der Nähe von Bonn lebende Schwede: «Ich höre da auf mein Bauchgefühl.» Der 38-Jährige hatte beim Dutch Masters in 's-Hertogenbosch gewonnen und hätte mit einem Erfolg in Aachen einen Bonus von 500.000 Euro aus der Grand-Slam-Serie kassieren können.

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