Berlin Volleys nach Sieg gegen Friedrichshafen Meister

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Berlin Volleys - VfB Friedrichshafen - © Foto: Felix Kästle
Berlins Sergei Grankin jubelt mit der Meisterschale in der Hand. (© Foto: Felix Kästle)

Friedrichshafen - Die Berlin Volleys haben in einem spannenden Finale den Meistertitel gegen den Dauerrivalen VfB Friedrichshafen verteidigt.

Vor 3810 Zuschauern in der ausverkauften ZF Arena gelang ihnen im fünften und entscheidenden Spiel der Best-of-Five-Serie ein 3:2 (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14). Moritz Reichert nutzte mit einem Ass den zweiten Matchball für Berlin und entschied die Finalserie mit 3:2 Siegen. Einige Spieler des VfB konnten danach die Tränen über die erneut verpasste Meisterschaft nicht zurückhalten. Auch bei den Gästen waren die Emotionen groß.

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«Das war ein würdiges Finale. Wir fliegen morgen zurück von Stuttgart. Bis dahin werden wir viel trinken und wenig schlafen», sagte Berlins Sebastian Kühner nach der Übergabe der Trophäe. Er bestätigte bei Sport1 zudem sein Karriereende. «Ja, das war mein letztes Spiel. Ich bin sehr happy über meine Karriere.»

VfB-Trainer Vital Heynen verlässt den Bodensee dagegen ohne Meistertitel. Der Belgier ist zukünftig nur noch Nationaltrainer von Weltmeister Polen. In seinen drei Jahren in Friedrichshafen holte Heynen drei Mal den ersten Platz in der Hauptrunde, drei Supercups und drei DVV-Pokale - nur in der Finalserie um die Meisterschaft scheiterte er mit Friedrichshafen jedes Mal an den Berlinern.

«Glückwunsch an Berlin, Berlin ist absolut verdienter Meister. Es war knapp», sagte Heynen über das Hallenmikrofon. «Wir waren 2:0 hinten und wir haben gekämpft bis zum letzten Ball. Wir waren so knapp dran. Danke, Jungs.» Für die Volleys ist es die vierte Meisterschaft in Serie und die zehnte der Vereinsgeschichte.

Beim Heimsieg am Donnerstag (3:1) hatten die Volleys bereits die erste Friedrichshafener Chance zum Titelgewinn abgewehrt. Auch dieses Mal kamen die Berliner besser in die Partie und gewannen den ersten Satz. Zur Mitte des zweiten Satzes wechselte die Führung mehrfach. Am Ende ging aber auch dieser Durchgang an die Berliner.

Danach kamen die Gastgeber zurück und verhinderten mit einem Satzgewinn zunächst den Berliner Titelgewinn. Auch der spannende vierte Satz ging an Friedrichshafen, das angetrieben vom Publikum nun viel druckvoller spielte und auch enge Situationen für sich entschied. Im Tiebreak aber verlor der VfB das Momentum und musste sich ein weiteres Mal der Mannschaft aus der Hauptstadt geschlagen geben. Die kündigte einen Feier-Marathon an: «Ich muss ja am Schluss zahlen - also muss ich auch als letzter gehen», sagte Manager Kaweh Niroomand. «Die Mannschaft wird von mir die Order kriegen: Von jetzt bis Mittwoch ist durchgehend Party.»

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