LokalsportDieser Diebstahl tut richtig weh: Fußballer will besonderen Ring zurückhaben

Als Fußballer Massimo Fink in die Steinhagener Kabine kommt, fehlt die Weste des 20-Jährigen. In dessen Tasche befindet sich ein Schmuckstück, das er unbedingt wiederhaben will.

Dennis Bleck

Diesen Ring will Massimo Fink unbedingt zurück. - © Massimo Fink
Diesen Ring will Massimo Fink unbedingt zurück. © Massimo Fink

Steinhagen. Auch mit einigen Tagen Abstand hat Massimo Fink das Erlebnis noch nicht verdaut: Am vorvergangenen Dienstag wurde der Fußballer der Spvg. Steinhagen während des Trainings bestohlen. Als der 20-Jährige mit seinen Mitspielern am Cronsbach auf dem Platz stand, entwendete irgendwer seine schwarze Nike-Weste aus der Kabine. Der Verlust des Kleidungsstücks an sich ist für Fink weniger tragisch. Schlimmer ist, dass sich in dessen Tasche unter anderem ein Schmuckstück befand, das für den Studenten von hohem emotionalen Wert ist: Der Ehering seines im vergangenen Sommer verstorbenen Vaters.

In den sozialen Netzwerken teilte Fink deshalb einen Zeugenaufruf. Verbunden mit der Bitte an den oder die Täter, zumindest das Familienerbstück zurückzugeben. Außer dem Ring befanden sich in der Westentasche außerdem ein Autoschlüssel und ein Armband. „Wenn diese Gegenstände nicht wieder auftauchen, ist das halb so wild“, sagt Fink. Oberste Priorität habe der Ring. Reaktionen auf seinen Aufruf hat es bislang allerdings noch keine gegeben.

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Die schwarze Nike-Weste, die Massimo Fink auf diesem Foto trägt, ist ihm während des Trainings in Steinhagen geklaut worden. Fotos/Copyrights: Massimo Fink - © Massimo Fink
Die schwarze Nike-Weste, die Massimo Fink auf diesem Foto trägt, ist ihm während des Trainings in Steinhagen geklaut worden. Fotos/Copyrights: Massimo Fink (© Massimo Fink)

In den vergangen Tagen hat der Student der Wirtschaftsmathematik daher zusätzlich Fundbüros, Goldhändler und Leihhäuser abgeklappert. Außerdem suchte er das Cronsbachstadion und die nähere Umgebung ab. Fink durchwühlte sogar die Mülltonnen. Alles ohne Erfolg: Der Ring seines Vaters, in dem der Name seiner Mutter und das Hochzeitsdatum seiner Eltern eingraviert ist, bleibt verschwunden. Ebenso der Autoschlüssel und das Armband. „Besonders bitter ist, dass ich den Ring während des Trainings eigentlich immer im Tresor einschließe. Nur an dem Tag habe ich es vergessen“, ärgert sich Fink.

„Ein kalter Schauer lief mir den Rücken runter“

Eine Anzeige hat der Fußballer bisher nicht erstattet. Er wollte dem Dieb die Chance einräumen, „die ganze Angelegenheit ohne die Polizei zu regeln“. Die Hoffnung, dass das noch gelingt, schwindet allerdings immer mehr. Spätestens in der nächsten Woche will Fink deshalb dann doch die Beamten einschalten. Die hätten dann auch einen Ermittlungsansatz: Juniorenspieler wollen zur Tatzeit zwischen 19.30 Uhr und 21 Uhr einen 18- bis 20-Jährigen Mann mit dunklen, kurzen Haaren in der Kabine gesehen haben, der nachweislich nicht zur Spvg. Steinhagen gehört.

„Ich hoffe einfach, dass sich die ganze Situation noch aufklärt“, sagt Fink. Nur ihm habe nach dem Training etwas gefehlt. Seinen 15 bis 20 Steinhagener Mitspielern sei nichts geklaut worden. Kurz nach dem Diebstahl habe er gar nicht registriert, was der Verlust der Weste bedeute. Erst etwas später sei ihm bewusst geworden, dass der Ring in der Tasche steckte. „Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken runter“, sagt Fink. Das Schmuckstück legte er bislang nur zum Duschen, Schlafen und zum Fußball ab. „Auf die Weise war mein Vater immer bei mir“, sagt Fink.

Mit dem Gang zur Zeitung will er noch einmal die Öffentlichkeit erreichen und um Hinweise bitten. Es ist ein letzter, verzweifelter Versuch, die Tat aufzuklären und das Schmuckstück zurückzuerhalten. „Wenn jemand etwas verdächtiges gesehen hat oder den Ring angeboten bekommt, darf er sich gerne bei mir melden“, sagt Fink.

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