LokalsportDieser Schnellschütze entscheidet das Oberliga-Derby

Die Handballer der Sportfreunde Loxten setzen sich gegen den TV Isselhorst erwartungsgemäß mit 36:30 (18:11) durch. Während die Partie Längen hat, macht einer richtig Spaß.

Marc Uthmann

Aaron von Ameln war für die Isselhorster Abwehr an diesem Abend viel zu schnell. Elf Mal traf der junge Linkshänder. - © Marc Uthmann
Aaron von Ameln war für die Isselhorster Abwehr an diesem Abend viel zu schnell. Elf Mal traf der junge Linkshänder. © Marc Uthmann

Loxten. Am Ende wollten nur gut 230 Zuschauer in der Sparkassen-Arena dabei sein, als die Sportfreunde Loxten im Kreisderby der Handball-Oberliga gegen den TV Isselhorst letztlich ungefährdet gewannen. Dabei hatten die Loxtener am späten Freitagabend doch noch grünes Licht bekommen, die Halle zu mehr als 30 Prozent auszulasten (das HK berichtete).

Vielleicht war es die Angst vor dem Corona-Virus, vielleicht das fast parallel laufende Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Dortmund und Bayern, vielleicht auch nur die Ernüchterung nach der Loxtener Niederlage in Möllbergen: Die Halle war nur vergleichsweise spärlich besucht, echte Stimmung wollte auch nicht aufkommen. Dabei legte Loxten gegen den Aufsteiger temporeich und konzentriert los, Aaron von Ameln traf in der 13. Minute bereits zum 10:3. Der junge Linkshänder beeindruckte mit seiner Wucht, seinem Tempo und seinem schnellen Armzug. Er sollte über 60 Minuten ein klasse Spiel machten und am Ende elf Mal getroffen haben.

Doch sein Team ließ diese Konsequenz phasenweise vermissen. Es wechselten sich Passagen, in denen Loxten einen Klassenunterschied demonstrierte, mit unkonzentrierten Minuten ab. Erst am Ende der ersten Halbzeit stellten die "Frösche" wieder auf ein klares 18:11 und packten nach der Pause vier Tore in Serie drauf. 22:11 nach 34 Minuten - ein Kantersieg deutete sich an. Doch daraus wurde nichts, weil stark ersatzgeschwächte Isselhorster bis zum Abpfiff tapfer und durchaus strukturiert spielten, während die Gastgeber lässiger und inkonsequent wurden. Und so machten in vielen Szenen aus Sicht der heimischen Fans nur noch Aaron von Ameln Spaß. Das spiegelte sich auch in der Analyse von SFL-Coach Michael Boy wider: "In der zweiten Halbzeit hätten wir mehr auf dem Gas bleiben müssen. Aber Aaron hat überragend gespielt. Er gefällt mir schon seit Wochen gut."

Loxten: Lücke (1.-60.), Possehl; Kraak (2), Harting, J. Patzelt (2), M. Harnacke (4/1), N. Patzelt (3), P. Harnacke (2), Schulz (2), Pelkmann, Zwaka (2), Meyer (5), von Ameln (11), Werner (3).

Isselhorst: Gerloff (1.-42.), Gräwe (42.-60.); Grabmeir (5/3), Gregor (3), Reckmann (7), Lünstroth (5/1), Mayer (3), Eweler (3), Kollenberg (2), Höcker (1), Dallmann (2).

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