LokalsportErste Veranstaltung seit 1,5 Jahren: Großereignis verbreitet Aufbruchstimmung

Gut eineinhalb Jahre haben Läufer und Läuferinnen auf ein großes Event im Altkreis verzichten müssen. Die Durststrecke geht mit dem Böckstiegellauf am 25. September jetzt endlich zu Ende.

Claus Meyer

2019 fand der bislang letzte Böckstiegel-Lauf statt. Hier der Start über die 18 Kilometer, der dieses Mal aber in Kleingruppen erfolgt. - © Claus Meyer
2019 fand der bislang letzte Böckstiegel-Lauf statt. Hier der Start über die 18 Kilometer, der dieses Mal aber in Kleingruppen erfolgt. © Claus Meyer

Werther. Es hat den Eindruck, als wolle Robert Becker am liebsten gleich selbst loslaufen. Dem drahtigen Organisator, selbst ein starker Langstreckler, ist die Vorfreude auf die 17. Auflage anzumerken. Vor ihm auf dem Stehtisch an der Kreissparkassen-Filiale liegt das Funktionsshirt, traditionelles Erinnerungsstück für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. In der Hand hält Becker die respektable Starterliste, die bis gestern schon 535 Namen für die 18 und die zehn Kilometer enthielt.

Aber der 17. Böckstiegel-Lauf bietet viel mehr als Erinnerungsstücke oder Favoriten, als die Becker bei den Frauen etwa Mareike Walkenhorst (18 Kilometer) oder bei den Männern Jan Kerkmann (zehn Kilometer) ausgemacht hat. Der 17. Böckstiegel-Lauf ist ein Neuanfang. Ein Neuanfang nach mehr als eineinhalb Jahren, in denen coronabedingt keine Veranstaltungen im Altkreis und in der Umgebung möglich waren. Das bis dato letzte Event dieser Größenordnung war im März 2020 der Luisenturmlauf.

Bei 800 Anmeldungen ist Schluss

„Viele Sportler müssen erst wieder an die Wettkämpfe herangeführt werden", sagt Becker. Er geht am Ende von 800 Anmeldungen aus. „Dann machen wir den Deckel drauf", kündigt der Organisator an. Das läge zwar deutlich unter dem bisherigen Finisher-Rekord von 1.414. Doch die Coronazeit erfordere weiterhin Vorsicht, Abstand und einige Neuerungen im Ablauf.

Wer sich bis 16. September anmeldet, bekommt die Startunterlagen zugeschickt. Das verhindert den Weg zum und das Schlangestehen am Meldebüro. Dieses wiederum ist für Nachmeldungen am Freitag, 24. September, von 17 bis 19 Uhr und am 25. September ab 11 Uhr geöffnet. Es befindet sich auf dem Venghauss-Platz.

Gestartet wird in Kleingruppen

Die Busfahrten starten anders als sonst an der Mobilitätsstation. Von hier geht es am 25. September erstmals um 12 Uhr zu Peter auf’m Berge, wo um 14 Uhr der Zehnkilometerlauf startet und um 14.10 Uhr das Walking sowie der 18-Kilometerlauf. Ebenfalls um 14 Uhr beginnt im Zentrum von Werther der 2,5 Kilometer lange Schülerlauf. Das Ziel ist jeweils auf dem Venghauss-Platz

Organisator Robert Becker (von links), Marion Pahmeyer und Vera Löffler von der Kartoffelmanufaktur Pahmeyer, Stefan Meier und Bürgermeister Veith Lemmen von der Stadt sowie Benedict Konrad von der Kreissparkasse präsentieren Lauf und T-Shirt. - © Claus Meyer
Organisator Robert Becker (von links), Marion Pahmeyer und Vera Löffler von der Kartoffelmanufaktur Pahmeyer, Stefan Meier und Bürgermeister Veith Lemmen von der Stadt sowie Benedict Konrad von der Kreissparkasse präsentieren Lauf und T-Shirt. (© Claus Meyer)

Gestartet wird am Peter alle zehn Sekunden in Kleingruppen von 20 Personen. „Sie sollen sich von der Leistungsstärke her selbst einschätzen", sagt Robert Becker. Den Startschuss gibt Werthers Bürgermeister Veith Lemmen. „Wir sind froh, dass der Lauf nach dem Ausfall 2020 wieder stattfinden kann", sagt Lemmen. Er selbst komme aber erst 2022 für einen Start in Frage. Vorerst bleibe es für ihn beim Fahrradfahren.

"Hoffnungsschimmer in Corona-Zeit"

Neue Sponsoren sind Sandvik und die Kartoffelmanufaktur Pahmeyer. Für Becker folgerichtig, denn der Lauf soll „getragen werden von den Firmen vor Ort". Langjähriger Sponsor ist die Kreissparkasse Halle. Dessen Vertreter Benedict Konrad bezeichnet den Böckstiegel-Lauf als „Hoffnungsschimmer in der Corona-Zeit".

Anmeldungen sind weiterhin unter www.boeckstiegellauf.de möglich. Hier findet sich auch die Ausschreibung. Das Startgeld wird zurücküberwiesen, sollte der Lauf doch noch wegen Corona abgesagt werden. Dann gäbe es eine virtuelle Ausgabe.

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