Lokalsport5:4 gegen RW Berlin: Für Versmold ist jetzt sogar der Aufstieg drin

Tennispark setzt sich in einer hochklassigen Zweitliga-Partie durch. Nur ein Spieler macht den Gastgebern Sorgen.

Christian Helmig

Dimitar Kuzmanov jubelt. Der Bulgare war gestern im Einzel und im Doppel für Versmold erfolgreich. Fotos: Christian Helmig - © Christian Helmig
Dimitar Kuzmanov jubelt. Der Bulgare war gestern im Einzel und im Doppel für Versmold erfolgreich. Fotos: Christian Helmig © Christian Helmig

Versmold. So eine Stimmung hat der Tennispark Versmold selten erlebt: Das Verfolgerduell in der Zweiten Herren-Bundesliga und der erste Turniertag des Damenturniers Reinert Open sorgten Sonntag für Hochbetrieb am Caldenhofer Weg.

Gekrönt wurde der Feiertag durch einen Versmolder 5:4-Erfolg in einer ebenso hochklassigen wie dramatischen Partie gegen den LTTC RW Berlin. Vor rund 300 Zuschauern machten die Gastgeber in den Doppeln ihren zweiten Heimsieg perfekt.

Die Versmolder haben damit ein Etappenziel erreicht. „Bei 8:2 Punkten müssen wir nicht mehr von Abstieg reden", sagte Teammanager Karsten Wolf nach dem entscheidenden Matchball. Aufgewertet wurde das Ergebnis durch einen Aachener Sieg im zweiten Spitzenspiel des Tages über TC Bredeney Essen. Damit steht nun das Quartett Aachen, Essen, Bremen und Versmold punktgleich an der Tabellenspitze. Von einer Korrektur der Saisonvorgabe, die angesichts der vielversprechenden Konstellation auch „Aufstieg" lauten könnte, wollte Wolf aber nicht reden. „Ab sofort können wir befreit aufspielen", sagte er nur.

Wie erwartet setzte der Tennispark gegen RW Berlin auf dieselben sechs Einzelspieler, die am Freitag beim 8:1-Sieg gegen Aachen furios aufgespielt hatten. Diesmal reichte es in der ersten Runde aber nur zu einem Sieg von Dimitar Kuzmanov. Der Bulgare war Jürgen Zopp aus Estland nach einem umkämpften ersten Satz (7:6) im zweiten Durchgang (6:2) klar überlegen.

Weil Jelle Sels im Anschluss seinen Aufwärtstrend bestätigte und David Pichler seine Saisonbilanz auf 4:0-Siege ausbaute, war nach den Einzeln wieder alles offen. Für eine Führung hätte Daniel Masur wohl den ersten Satz gegen Agustin Velotti gewinnen müssen. Nach dem 8:10 im Tiebreak ging Versmolds Spitzenspieler im zweiten Durchgang die Luft aus. „Daniel hat viel versucht, aber sein Gegner war zu gut", lobte Wolf den Argentinier, der in der Weltrangliste rund 150 Plätze hinter Masur positioniert ist.

Am Ende schaute nur ein Versmolder etwas unglücklich drein: Bei Marvin Netuschil war eine alte Schulterverletzung wieder aufgebrochen. „Das hohe Pensum fordert seinen Tribut", sagte Versmolds Nummer sechs. Zwar fightete sich Netuschil im ersten Durchgang gegen Nino Ehrenschneider noch erfolgreich durch den Tiebreak, war im weiteren Verlauf der Partie aber deutlich gehandicapt und verlor in drei Sätzen. Nun hofft er, dass er am Freitag in Oldenburg wieder fit ist. „Ich möchte der Mannschaft gerne helfen", sagt Netuschil.

Info
Ergebnisse

Daniel Masur – Agustin Velotti 6:7, 1:6.
Dimitar Kuzmanov – Jürgen Zopp 7:6, 6:2.
Jelle Sels – Romain Jouan 6:4, 3:6, 10:3.
Laurent Lokoli – Timo Stodder 3:6, 6:7.
David Pichler – Robert Strombach 6:2, 6:1.
Marvin Netuschil – Nino Ehrenschneider 7:6, 1:6, 6:10.
Kuzmanov/Sels – Zopp/ Strombach 7:6, 6:2.
Masur/Lokoli – Velotti/Ehrenschneider 3:6, 6:3, 10:6.
Pichler/Cubelic – Jouan/Stodder 6:7, 2:6.
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