LokalsportKönnte Tamara Korpatsch als sechste Deutsche die Reinert Open gewinnen?

Am Sonntag beginnen in Versmold die Reinert Open. Im Hauptfeld des mit 60.000 Dollar dotierten Tennis-Weltranglistenturnieres darf sich auch eine Spielerin vom gastgebenden Tennispark Chancen auf den Sieg ausrechnen.

Christian Helmig

In der Weltrangliste steht Tamara Korpatsch auf Platz 162. In Versmold ist sie damit ab Dienstag die Topfavoritin. - © Sebastian El-Saqqa
In der Weltrangliste steht Tamara Korpatsch auf Platz 162. In Versmold ist sie damit ab Dienstag die Topfavoritin. © Sebastian El-Saqqa

Versmold. Als bislang letzte deutsche Spielerin triumphierte 2016 Antonia Lottner bei den Reinert Open im Tennispark Versmold. Vor zwei Jahren stand Katharina Hobgarski im Finale, verlor dort allerdings gegen die Serbin Nina Stojanovic. Nach dem pandemiebedingten Ausfall des Turniers anno 2020 gilt nun Tamara Korpatsch als erste Anwärterin auf den Titelgewinn. Die 26-Jährige, aktuell die Nummer 162 der WTA-Weltrangliste, wird an Position eins gesetzt sein.

Die Frage, ob sie am Ende tatsächlich als sechste Deutsche am Caldenhofer Weg gewinnen kann, dürfte spannend werden. Denn das Hauptfeld bei dem mit 60.000 US-Dollar dotierten Weltranglistenturnier ist ausgeglichen besetzt. Nach Tamara Korpatsch folgen in Francesca Jones (Großbritannien/WTA 178), Panna Udvardy (Ungarn/ WTA 181) und Lara Arruabarrena (Spanien/WTA 192) drei weitere Top-200-Spielerinnen.

Versmolderin Gerlach an Position sieben gesetzt

An sieben wird in Katharina Gerlach (WTA 225) eine zweite deutsche Spielerin gesetzt sein. Die 23-jährige und die mit einer Wild Card ausgestattete Joëlle Steur (17 Jahre) sorgen für Lokalkolorit bei den Internationalen Nordrhein-Westfälischen Tennis-Meisterschaften. Beide schlagen für den Tennispark Versmold in der 2. Bundesliga auf.

Direkt im Hauptfeld, das am Dienstag um 13 Uhr beginnt, sind in Katharina Hobgarski (WTA 313) und Anna Zaja (WTA 343) zwei weitere deutsche Spielerinnen vertreten. Dazu gesellen sich dank einer Wild Card Juniorinnen-Wimbledonfinalistin Nastasja Schunk WTA 688), die amtierende Deutsche Meisterin Noma Noha Akugue und Nicole Rivkin (das HK berichtete).

Morderger-Zwillinge starten in der Quali

Die ersten Matches der Reinert Open beginnen bereits am Sonntag um 11 Uhr. In der Qualifikation für das Hauptfeld ist Stephanie Wagner (WTA 282) die bestplatzierte Spielerin. Auch Tayisiya Morderger vom TP Versmold (WTA 539) ist dabei. Quasi in Lauerstellung befindet sich ihre Zwillingsschwester und Teamkollegin Yana Morderger (WTA 391). Sie stehen auf den Nachrückerposition eins. „Sollte sie die Qualifikation nicht direkt erreichen, erhält sie eine Wild Card", verspricht Turnierdirektor Jan Miska. Dank einer neuen Regel sichern sich in diesem Jahr acht statt bisher vier Qualifikantinnen das Ticket für das Hauptfeld. Die zweite Runde wird am Montag ab 13 Uhr ausgespielt.

Nur 100 Zuschauer dürfen auf die Anlage

Mit besonderer Aufmerksamkeit haben Jan Miska und die Verantwortlichen der Reinert Open die Entwicklung der Inzidenzahlen beobachtet. Und die war wenig erfreulich: Nachdem der Wert mehrere Tage in Folge über 10 geklettert ist, dürfen mindestens bis Mittwoch nur 100 Zuschauer auf die Anlage. „Wenn wir mehr reinlassen, müssten wir jedem Besucher einen festen Sitzplan zuweisen. Da macht aber keinen Sinn, wenn auf mehreren Plätzen gleichzeitig gespielt wird und die Leute gerne rumlaufen möchten", erklärt Jan Miska. Der Einlass wird über Tickets an der Tageskasse geregelt. Sind die 100 Karten vergriffen, müssen weitere Zuschauer warten, bis jemand die Anlage verlässt. Spielerinnen, Betreuer und die Turniercrew zählen nicht zu diesem Kontingent. Während der Eintritt am Sonntag und Montag frei ist, kosten die Tickets von Dienstag bis Donnerstag für Erwachsene acht Euro, ab Freitag zehn Euro. Mitglieder des TP Versmold zahlen jeweils die Hälfte. Auf ein Rahmenprogramm haben die Veranstalter aufgrund der Coronalage in diesem Jahr bewusst verzichtet. „Für Verpflegung auf der Anlage ist aber gesorgt", sagt Jan Miska. Ein Impfnachweis, ein negativer Test oder eine Genesenbescheinigung sind für Zuschauer nicht notwendig.

Das Hauptfeld im Überblick

1. Tamara Korpatsch (Der Club an der Alster/WTA 162), 2. Francesca Jones (Großbritannien/WTA 178), 3. Panna Udvardy (Ungarn/WTA 181), 4. Lara Arruabarrena (Spanien/WTA 192), 5. Julia Grabher (Österreich/WTA 201), 6. Daniela Seguel (Chile/WTA 224), 7. Katharina Gerlach (TP Versmold/WTA 225), 8. Alycia Parks (USA/WTA 240), 9. Richel Hogenkamp (Niederlande/WTA 241), 10. Marie Benoit (Belgien/WTA 242), 11. Jessika Ponchet (Frankreich/WTA 248), 12. Valentini Grammatikopoulou (Griechenland/WTA 267), 13. Seone Mendez (Australien/WTA 272), 14. Federica Di Sarra (Italien/WTA 287), 15. Martina Di Giuseppe (Italien/WTA 296), 16. Katharina Hobgarski (TC Bredeney Essen/WTA 313), 17. Anna Zaja (TEC Waldau Stuttgart/WTA 343), 18. Jaimee Fourlis (Australien/WTA 384), 19. Nastasja Schunk (BASF TC Ludwigshafen/WTA 688), 20. Noma Noha Akugue (Der Club an der Alster Hamburg/WTA), 21. Nicole Rivkin (DTV Hannover/WTA), 22. Joëlle Steur (TP Versmold/WTA –).

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