LokalsportVersmolder Rennfahrer startet bei BMW-Rennserie und steuert 365PS-Boliden

Der Motorsportler Louis Henkefend kehrt kurzfristig ins Cockpit zurück. Schon an diesem Freitag steuert er einen 365 PS-Boliden der Marke BMW über den Lausitzring.

Dennis Bleck

Einen solchen BMW M2 CS steuert der Versmolder Louis Henkefend in insgesamt zwölf Rennen. - © Foto: Gruppe C Photography
Einen solchen BMW M2 CS steuert der Versmolder Louis Henkefend in insgesamt zwölf Rennen. © Foto: Gruppe C Photography

Versmold. Lausitzring: Louis Henkefends Erinnerungen an die Rennstrecke im Osten Deutschlands sind positiv. Im Mai diesen Jahres war er zuletzt für Testfahrten vor Ort. Der Versmolder saß im Cockpit eines Audi R 8 GT4. Auch einen BMW M2 CS steuerte er durch die insgesamt 14 Kurven.

Vor allem im letztgenannten Fahrzeug fühlte sich der 21-Jährige auf Anhieb wohl. In allen Trainings-Sessions tauchte er in der Spitzengruppe auf. Die Team-Verantwortlichen waren überzeugt und stellten Henkefend eine Teilnahme im „BMW M 2 Cup" in Aussicht. Das Budget für eine solche Rennsaison musste er größtenteils selbst aufbringen. Das ist ihm nun gelungen. Schon an diesem Freitag sitzt Henkefend deshalb wieder am Steuer des 365 PS-starken BMW. Dann startet nämlich das Qualifying für die ersten zwei Rennen der Serie am Samstag und Sonntag – erneut am Lausitzring.

„Mein Anspruch ist es, ganz vorne mitzufahren"

Wie hoch die Kosten für eine solche Saison sind, verrät Henkefend nicht. Auch nicht, wer seine Sponsoren sind. Er sagt nur, dass es deutlich günstiger ist, als ein Start im Porsche-Carrera-Cup. 2019 feierte Henkefend dort wie berichtet seine Premiere. Damals musste er rund 300.000 Euro aufbringen und belegte am Ende Platz 20 von 29 gewerteten Fahrern. Für den „M 2 Cup" hat sich Henkefend jetzt aber mehr vorgenommen.

Louis Henkefend startet im „BMW M 2 Cup". - © Foto: Gruppe C Photography
Louis Henkefend startet im „BMW M 2 Cup". (© Foto: Gruppe C Photography)

„Mein Anspruch ist es, ganz vorne mitzufahren", sagt der Rennfahrer selbstbewusst. Der Carrera-Cup sei eine gute Schule gewesen: „Auf die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, kann ich nun zurückgreifen." Der BMW sei einfacher zu fahren als der Porsche.

Im M2 Cup herrscht Chancengleichheit

Die Rennserie findet im Rahmenprogramm der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) statt. Die mediale Aufmerksamkeit ist der Veranstaltung also gewiss. Im Vergleich zu anderen Motorsportevents herrscht im „M 2 Cup" absolute Chancengleichheit. Die Fahrzeuge werden von den Mechanikern vor jedem Rennen vorbereitet und anschließend unter den Fahrern verlost. Unterschiede, zum Beispiel in der Motorisierung oder dem technischen Zustand des Autos, gibt es nicht. „Es kommt also nur auf die Qualität des Fahrers an", sagt Henkenfend.

Insgesamt besteht die Serie aus zwölf Rennen, die sich auf sechs Wochenenden verteilen. Nach dem Auftakt am Lausitzring geht’s für den Versmolder nach Zolder in Belgien (6. bis 8. August). Der letzte Termin ist am Hockenheimring (1. bis 3. Oktober). Zwischendurch stehen Rennen am Nürburgring (20. bis 22. August), in Spielberg in Österreich (3. bis 5. September) und in Assen in den Niederlanden (17. bis 19. September) im Kalender.

Renntermine kollidieren mit Klausurenphase

Etwas unglücklich für Henkefend: Die Termine kollidieren mit seiner Klausurenphase in der Uni. Er studiert in Paderborn im fünften Semester Wirtschaftsingenieurwesen. „Das werde ich aber schon alles unter einen Hut bekommen", gibt er sich zuversichtlich.

Die letzten Tage hat Henkefend viel Zeit im Rennsimulator verbracht, um zu vorzubereiten. Auch zusätzliche Lauf- und Krafteinheiten hat eingelegt.

 

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