LokalsportDieser junge Mann ist Loxtens neuer Zwei-Meter-Hüne im Tor

Ole Lücke (19) verstärkt ab Sommer den Handball-Oberligisten. Der Keeper kommt aus der 2. Liga vom TV Emsdetten. Warum er sich für diesen Wechsel entschieden hat.

Dennis Bleck

Ole Lücke steht derzeit noch beim Handball-Zweitligisten TV Emsdetten im Tor. Im Sommer wechselt er zu den SF Loxten. Dort hat er einen Dreijahresvertrag unterschrieben. - © Bernd Oberheim
Ole Lücke steht derzeit noch beim Handball-Zweitligisten TV Emsdetten im Tor. Im Sommer wechselt er zu den SF Loxten. Dort hat er einen Dreijahresvertrag unterschrieben. (© Bernd Oberheim)

Loxten. Ja, von Versmold und dem Handball-Standort Loxten hat Ole Lücke bereits gehört. Er war sogar schon einmal da. Und das, bevor der dort ansässige Oberligist ihn ansprach und wenig später als neuen Torwart für die nächste Saison verpflichtete. Die Erinnerungen an die Sparkassen Arena, die Heimspielstätte der „Frösche", sind allerdings weniger gut. „Fast schon schmerzhaft", gibt der 19-Jährige zu. Als A-Jugendlicher vergeigte er dort den Aufstieg in die Oberliga. Im Juni 2019 war das. Mit dem TV Emsdetten. Von dort wechselt der 2,01-Meter-Mann jetzt im Sommer zu den Sportfreunden.

Die Anfänge

Mit fünf Jahren hat Ole Lücke bei Sparta Münster mit dem Handballspielen begonnen. Als B-Jugendlicher entschied er sich dann dazu, zum TV Emsdetten zu wechseln. Mit 16 Jahren trainierte er dort das erste Mal mit der Männer-Mannschaft mit. In der Sommervorbereitung war das. Zwei Wochen am Stück.

Auch als A-Jugendlicher gehörte er dauerhaft zum erweiterten Kader des Senioren-Teams. Mittlerweile, in seinem ersten Jahr im Erwachsenenbereich, zählt Lücke zum festen Stamm des Zweitligisten. Mehrmals stand er in dieser Saison schon zwischen den Pfosten. Warum also wechselt er in die Oberliga zu den SF Loxten?

Deshalb nach Loxten

„Ich habe mich in den Gesprächen mit den Verantwortlichen gleich wohl gefühlt", sagt Lücke. Das Umfeld, die Mannschaft, die Vereinsstrukturen – all das sei in Loxten höchst attraktiv. Unabhängig von der Spielklasse. „Der Club hat rund 2.500 Abonnenten auf Instagram – also mehr Follower als mancher Zweit- und Drittligist", sagt Lücke: „Und die Stimmung in der Halle war schon damals beim Aufstiegsspiel in meinem A-Jugendjahr fantastisch."

Derzeit macht Lücke noch seinen Bundesfreiwilligendienst. Am 1. August beginnt er dann eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann bei Loxtens Sponsor „SoTech". Die hat ihm der Verein organisiert – ein weiteres Argument, das für den Wechsel ins handballverrückte Ostwestfalen sprach. Ein Umzug nach Versmold oder Umgebung ist derzeit noch nicht geplant. Lücke lebt in Münster und will dort vorerst auch weiter wohnen bleiben. „Die ersten Monate will ich erst einmal pendeln", sagt der Handball-Torwart.

Ole Lückes Torwartspiel

Seine Stärke im Torwartspiel sieht Ole Lücke in seiner Beweglichkeit – trotz seiner Körpergröße. „Ich denke, es gibt nicht viele Keeper, die knapp zwei Meter messen und einen Spagat machen können", sagt er selbstbewusst. Lücke liebt es spektakulär. Seine Paraden sind oft auch etwas fürs Auge. „Ich hoffe, dass ich den Sportfreunden Loxten auf Anhieb helfen kann, die sportlichen Ziele zu erreichen", sagt er.

Quarantäne knapp entgangen

Die 2. Liga im Handball ist eine Profiliga und deshalb trotz Corona-Pandemie nicht unterbrochen: „Ich stehe also voll im Training." Anders als seine Mannschaftskollegen durfte Lücke zuletzt sogar in die Halle. Er entging einer Corona-Quarantäne, die das Gesundheitsamt für den TV Emsdetten angeordnet hatte, nachdem ein Spieler positiv auf das Virus getestet worden war. „Ich war nicht beim Training und zählte deshalb nicht zu den Kontaktpersonen", sagt Lücke.

Erste Kontakte nach Loxten

Von seiner neuen Mannschaft hat er bislang nur positive Eindrücke gesammelt. Vor allem über das neue Format „Frösche-TV" hat er sich ein Bild verschafft. „Mit ein paar Spielern hatte ich aber auch schon persönlichen Kontakt", sagt Lücke: „Mit Jan Schröder zum Beispiel."

Mit Marco Possehl, der ab Sommer ein Torhüter-Gespann mit Lücke bildet, gab es noch kein Gespräch. „Das kommt aber spätestens, wenn ich das erste Mal mit der Mannschaft trainiere und wir alle wieder in die Halle dürfen", sagt Lücke. Dann hoffentlich ist die Stimmung in der Sparkassen Arena auch wieder so gut wie zuletzt zu Lückes A-Jugendzeit.

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