LokalsportDiese Großveranstaltung in Versmold soll trotz Corona stattfinden

Nach der Absage in 2020 planen die Veranstalter der Reinert Open jetzt das kommende Turnier im Sommer. Die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie erschweren aber die Vorbereitungen.

Dennis Bleck

Die Reinert Open in Versmold sollen vom 4. bis 11. Juli stattfinden. Ob mit oder ohne Publikum, das ist noch nicht ganz klar. - © Ulrich Fälker
Die Reinert Open in Versmold sollen vom 4. bis 11. Juli stattfinden. Ob mit oder ohne Publikum, das ist noch nicht ganz klar. © Ulrich Fälker

Versmold. Die wichtigste Nachricht verkündet Karsten Wolf gleich zu Beginn des Telefonats: „Die Planungen für die Reinert Open laufen", sagt der Turnierleiter. Das beliebte Frauentennis-Spektakel in Versmold soll, so der aktuelle Plan der Veranstalter, trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden. Der Startschuss für die Veranstaltung fällt am 4. Juli – das Finale steigt genau eine Woche später. Die Rahmenbedingungen des Events sind wegen der Corona-Pandemie allerdings nach wie vor unklar.

Wie Wolf mitteilt, plane er deshalb vor allem im Bereich Zuschauer, Abendevents und Catering nur mit „angezogener Handbremse". Zum jetzigen Zeitpunkt sei unmöglich abzuschätzen, ob überhaupt und wenn ja, wie viele Besucher die Turnierspiele am Caldenhofer Weg im Juli verfolgen können. „Auch wenn Tennis ohne Zuschauer überhaupt keinen Spaß macht, müssen wir damit rechnen, dass es so kommen kann", sagt der Turnierleiter. Geisterspiele in Versmold? Damit hat Wolf aber bereits Erfahrungen gesammelt.

Veranstalter greifen auf Erfahrungen aus 2020 zurück

Im vergangenen Jahr richtete der Tennispark Versmold nämlich eine mehrwöchige Turnierserie des Deutschen Tennis Bundes aus. Schon damals fand etwa die Vorrunde der Frauen am Caldenhofer Weg im Juni vor leeren Rängen statt. Die Lehren, die Wolf und seine Co-Organisatoren aus dem Event gezogen haben, erleichtern nun die Planungen für die Reinert Open 2021. „Wir wissen jetzt, dass wir ein solches Turnier coronakonform organisieren können", sagt Wolf.

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Das Konzept, das er und die anderen im vorigen Jahr für die Turnierserie erarbeitet haben, dient jetzt als guter Grundstein für das internationale Großevent in diesem Sommer. Schließlich hat die Internationale Tennis-Föderation (ITF) für die Durchführung eines Tennisturnier in der Größenordnung der Reinert Open strenge Corona-Regeln erlassen, die die Veranstalter einhalten müssen. Vieles von dem, was die ITF fordert, haben Wolf und Co. in 2020 aber bereits umgesetzt.

Noch steht keine Teilnehmerin für den Sommer fest

Desinfektionsmittelspender auf der Anlage, Einbahnstraßenregelung oder die Benennung eines Corona-Verantwortlichen: All das hat es im vergangenen Jahr in Versmold bereits gegeben. Die Kommune hat das Hygienekonzept seinerzeit genehmigt und die Einhaltung an den Turniertagen überwacht. Auch in diesem Sommer möchte Wolf eng mit der Stadt Versmold zusammenarbeiten.

Das bislang letzte Finale der Reinert Open gewann in 2019 Nina Stojanovic (links). Im Finale schlug sie Katharina Hobgarski. Nachdem das Tennisturnier in 2020 pandemiebedingt ausgefallen war, findet es in diesem Sommer wieder statt. Umarmungen am Netz wird es in 2021 vermutlich keine geben. - © Christian Helmig
Das bislang letzte Finale der Reinert Open gewann in 2019 Nina Stojanovic (links). Im Finale schlug sie Katharina Hobgarski. Nachdem das Tennisturnier in 2020 pandemiebedingt ausgefallen war, findet es in diesem Sommer wieder statt. Umarmungen am Netz wird es in 2021 vermutlich keine geben. (© Christian Helmig)

Offen ist noch, wie regelmäßige Corona-Testungen stattfinden werden. Beziehungsweise, ob das im Juli angesichts einer dann im besten Fall entspannteren Corona-Lage überhaupt noch notwendig sein wird. „Natürlich tun wir alles, um die Spielerinnen, die Crew und potenzielle Besucher zu schützen", sagt Wolf. Denkbar sei es deshalb, ein Testzentrum auf der Anlage zu errichten. Konkret damit beschäftigt hat er sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Welche Spielerinnen im Juli aufschlagen, steht auch noch nicht fest. Wildcards, die die Veranstalter bei früheren Turnieren bereits im April ausgestellt hatte, wurden bislang nicht verteilt. „Das ergibt in Pandemiezeiten auch wenig Sinn", sagt Wolf. Die Spielerinnen wüssten ja oft selbst noch nicht, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Corona erschwere auch deren Planungen.

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