LokalsportKünftiger Drittligist? SF Loxten nehmen an Aufstiegsrunde teil

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, will der heimische Handball-Oberligist um das Drittliga-Ticket kämpfen. Erste Konkurrenten stehen auch schon fest. Andere Vereine überlegen noch.

Dennis Bleck, Uwe Kramme

Nils Patzelt (am Ball) und die SF Loxten wollen um den Drittliga-Aufstieg kämpfen. - © Andre Schneider
Nils Patzelt (am Ball) und die SF Loxten wollen um den Drittliga-Aufstieg kämpfen. © Andre Schneider

Loxten. Die Handballer in Westfalen haben nun endlich Gewissheit: Am Mittwoch brach der Handballverband Westfalen die derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Spielzeit offiziell ab. Absteiger gibt es keine. Aufsteiger hingegen schon. Wie berichtet räumt der Verband allen Vereinen die Möglichkeit ein, an einer Aufstiegsrunde teilzunehmen. Wenige Stunden nach dieser Verkündung veröffentlichten die Sportfreunde Loxten, wie sie mit dieser Entscheidung umgehen werden: „Wir nehmen an der Aufstiegsrunde teil", erklärte der heimische Handball-Oberligist auf seinen Sozialen Kanälen.

Am Donnerstagmorgen bestätigte Teammanager Andy Evers den Facebook- und Instagrampost der „Frösche": „Wir haben nicht den Druck aufzusteigen. Wenn sich aber die Gelegenheit dazu ergibt, wollen wir sie wahrnehmen."

SF Loxtens Teilnahme stand nie infrage

Vor rund zwei Wochen hatte Evers laut über einen Saisonabbruch nachgedacht und stattdessen für den Rest der Saison reine Pflichtfreundschaftsspiele ins Gespräch gebracht. Die Pläne des HVW, im April oder Mai Aufsteiger ausspielen zu wollen, bewertete er mit Skepsis. Trotzdem hatte er eine Teilnahme der SF Loxten an einer möglichen Aufstiegsrunde nie infrage gestellt.

Christian Sprdlik, Geschäftsführer beim Loxtener Rivalen TSG A-H Bielefeld, hatte Evers Aussagen seinerzeit allerdings anders gedeutet: „Wenn Loxten entscheidet, die Aufstiegsrunde nicht spielen zu wollen, dann ist das so. Wir melden auf jeden Fall", sagte er in der Neuen Westfälischen.

Soester TV meldet auch, TSG Harsewinkel zögert

Neben der TSG A-H Bielefeld und den SF Loxten hat auch der Soester TV bereits angekündigt, die Aufstiegsrunde zu spielen. „Wir können uns sportlich mit Konkurrenten wie Altenhagen und Loxten messen", sagte Trainer Max Loer gegenüber dem Soester Anzeiger. Er sieht seine Mannschaft gewappnet für die Duelle mit anderen Schwergewichten des westfälischen Handball-Oberhauses. „Wir haben uns das erarbeitet", sagte Loer selbstbewusst. Schon vor der Saison hatte SFL-Trainer Michael Boy die Soester als einen Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg eingeschätzt.

Ob die TSG Harsewinkel für eine Aufstiegsrunde melden würde, ist laut Teammanager Karl-Heinz Kalze „noch nicht abschließend entschieden". Anders als mancher Konkurrenten sei der Verein nicht auf die 3. Liga ausgerichtet. „Wir können auch nicht einfach mal melden, um interessante Spiele zu haben, so sehr wir die natürlich herbeisehnen." Für die 3. Liga müssten zum Beispiel eine Bürgschaft hinterlegt, das Hygienekonzept gründlich überarbeitet und die Halle tauglich gemacht werden. „Ein solcher Schritt will deshalb gut überlegt sein", sagte Kalze.

Format der Austragung ist noch offen

Pascal Vette, der im Sommer von Thomas Lay als Trainer bei einem weiteren ostwestfälischen Handball-Oberligisten, dem CVJM Rödinghausen, abgelöst wird, hält eine Teilnahme seines Teams an der Aufstiegsrunde indes für unrealistisch.

Noch offen ist, in welchem Format die die Aufstiegsspiele überhaupt ausgetragen werden sollen. „Da wissen wir auch noch nichts genaues", sagte Evers. Der Handballverband Westfalen erarbeitet derzeit das Konzept, das sicher auch davon abhängig ist, wie viele Mannschaften hinterher wirklich für die Aufstiegsrunde melden. Fest steht wohl nur, dass das komplette Teams vor Spielbeginn einen Corona-Schnelltest machen sollen. Nur wenn dieser bei allen Spielern, Trainern und Betreuern ein negatives Ergebnis attestiert, wird die Partie angepfiffen. Ein solches Vorgehen hatte Andreas Tiemann, Vorsitzender der Technischen Kommission im HVW, bereits bestätigt.

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