Loxtener „Frösche“ siegen in bitterer Kälte

Handball-Oberligist SF Loxten gewinnt 28:26 (14:12) beim HSC Haltern-Sythen. Es ist ein Auswärtssieg, der bei den „Fröschen“ positive Erinnerungen weckt.

Christian Helmig

Marco Possehl ist glücklich. Wie im Rückspiel der Vorsaison zeigte sich Loxtens Torwart beim HSC Haltern-Sythen in Topform und führte sein Team zum Sieg.  - © Archivfoto: Nico Seifert
Marco Possehl ist glücklich. Wie im Rückspiel der Vorsaison zeigte sich Loxtens Torwart beim HSC Haltern-Sythen in Topform und führte sein Team zum Sieg.  (© Archivfoto: Nico Seifert)

Loxten. Wann es so weit sein wird, weiß niemand. Sicher ist aber: Wenn die Sportfreunde Loxten irgendwann einmal von den sportlichen Meilensteinen rund um die Corona-Pandemie erzählen, wird das Schulzentrum Haltern in dieser Geschichte eine zentrale Rolle spielen. Am 9. März hatten die „Frösche" beim HSC Haltern-Sythen ihr letztes Spiel vor dem Saisonabbruch absolviert – und mit 30:29 gewonnen. Auch den ersten Sieg nach der monatelangen Pause feierten sie jetzt beim Ruhrgebietsclub.

Nach dem verpatzten Saisonauftakt gegen Ferndorf II (26:29) war Michael Boy die Erleichterung über den Auswärtserfolg deutlich anzumerken. „Man hat gemerkt, dass die Jungs dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Jetzt sind wir endlich drin in der Saison", sagte Loxtens Trainer nach einer über 60 Minuten hart umkämpften Partie.

Nackenschlag vor der Abfahrt: Auch Luca Werner fällt aus

Begonnen hatte die Reise nach Haltern für die Sportfreunde buchstäblich mit dem nächsten „Nackenschlag" (Boy): Nach dem verletzungsbedingten Ausfall der etatmäßigen Kreisläufer Jan Patzelt und Constantin Kraak meldete sich vor der Abfahrt in Luca Werner eine wichtige Alternative auf dieser Position ab. Beschwerden an Nacken und Rücken setzten den Routinier außer Gefecht.

Negativ beeindrucken ließen sich die Gäste davon aber ebenso wenig wie von den ungewohnten Temperaturen in der Halle. Weil es das Hygienekonzept des HSC so erfordert, mussten während der Partie alle Türen geöffnet bleiben. „Es war bitterkalt. Trotzdem hat die Mannschaft von Beginn an Gas gegeben", berichtete Boy.

Partie blieb im zweiten Abschnitt eng

Loxtens Plan, die eigene Fehlerquote gegenüber der Vorwoche zu minimieren und dazu Halterns Spielmacher Jan Bernd Kruth kaltzustellen, ging bis zur 19. Minute vollständig auf. Mit zwei Toren innerhalb von einer Minute brachte der gut aufgelegte Marian Stockmann seine Farben mit 10:6 in Führung. Ganz zufrieden war Boy mit dem 14:12-Pausenvorsprung trotzdem nicht. „Wir hätten aus unserer Überlegenheit noch mehr Kapital schlagen müssen", konstatierte der Coach.

So blieb die Partie im zweiten Abschnitt eng. Beim 17:18 (42.) musste Loxten den Gastgebern sogar erstmals die Führung überlassen. Spätestens jetzt spürte auch Haltern-Sythen, dass der Vizemeister der Vorsaison verwundbar ist. Doch Boys Schützlinge behielten die Nerven – allen voran ein Spieler, den Haltern-Sythen offenbar nicht auf der Rechnung hatte: Kim Harting, eigentlich Abwehrspezialist, sorgte in der ungewohnten Rolle am Kreis für die wichtigen Tore zum 20:19 (48.) und 26:25 (58.).

Ein weiterer Trumpf für Loxten stand zwischen den Pfosten: „Google hat vor allem in der Schlussphase super gehalten", lobte Boy seinen Keeper Marco Possehl. Das wiederum dürfte auch für den Gegner keine Überraschung gewesen sein. Schon vor einem halben Jahr war Possehl mit einer Parade Sekunden vor Schluss der Matchwinner. Das Schulzentrum Haltern scheint ihm besonders gut zu liegen.

Info

HSC Haltern-Sythen – SF Loxten

26:28 (12:14)

Haltern-Sythen: Lueger, Haunert; Scherer (3), Kuhlbrodt, Knoener, M. Beumer (2), Schulte-Luenzum (2), J. Schrief (3), P. Schrief, J. Beumer (4), Strotmann (5), Kruth (7/4), Spiekermann. 
Loxten: Dähne (1.-30.), Possehl (31.-60.); Menger, Stockmann (7), Kraak (n.e.), J. Patzelt (n.e.), M. Harnacke (1), N. Patzelt (3), Schulz (6/4), Zwaka (2), Meyer (6), Schröder (1), von Ameln. 
Zeitstrafen: 2:4 – Knoener, Schulte-Luenzum; Stockmann, Harting, Meyer (2). 
Siebenmeter: 5/4:4/4 – J. Schrief scheitert an Dähne. 
Schiedsrichter: Lohr/Lüchtefeld (Dolberg).
Zuschauer: 100.

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