Handballer trauern um den "König von Hörste"

Ehemaliger Aufstiegstrainer Horst Heienbrock stirbt im Alter von 80 Jahren. Er führte den Verein einst zum ersten Mal in die Landesliga.

Christian Helmig

Horst  Heienbrock saß in den 1980er-Jahren auf der Hörster Bank. Jetzt ist er im Alter von 80 Jahren verstorben. - © HK-Archiv
Horst  Heienbrock saß in den 1980er-Jahren auf der Hörster Bank. Jetzt ist er im Alter von 80 Jahren verstorben. (© HK-Archiv)

Hörste. Zu seinem 80. Geburtstag Ende April hatten ihm die Handballer der TG Hörste noch einen Videogruß geschickt. Jetzt ist Horst Heienbrock tot. Der langjährige TG-Trainer, der als „König von Hörste“ in die Vereinsgeschichte eingegangen ist, starb am Freitag nach langer schwerer Krankheit. „Wir sind alle sehr traurig“, sagt Thomas Wöstmann stellvertretend für die Turngemeinde.

Heienbrock hatte die erste Männermannschaft 1981 in der 1. Kreisklasse übernommen und zu mehreren Aufstiegen geführt. Den Höhepunkt seiner Hörster Zeit erlebte er 1987: Durch einen 15:13-Sieg im Saisonendspiel über TuS 08 Senne vor rund 1.000 Zuschauern gelang den „Rothosen“ der Sprung in die Landesliga. Die Fans trugen Heienbrock, den alle nur „Spitzmann“ nannten, danach auf Händen aus der Halle.

"Er hat viele Hörster geprägt wie kein anderer"

„Horst hat viele Hörster Spieler, darunter auch mich, geprägt wie kein anderer und den Verein auf den Weg gebracht, auf dem er heute ist“, sagt Wöstmann, der Heienbrock als „großen Handballfachmann und Mensch mit einem sehr hintergründigen Humor“ in Erinnerung hat. Erst kürzlich habe sich der Verstorbene noch darüber geärgert, dass er in besagtem Endspiel vor 33 Jahren den damaligen Kreisläufer Carsten Goldbach über 60 Minuten auf der Bank schmoren ließ.

Was Thomas Wöstmann besonders bewegt: „Wir hätten uns gerne noch persönlich von ihm verabschiedet.“ Dazu kommt es nicht mehr. Ihrem „König“ werden die Hörster trotzdem ein würdiges Andenken bewahren.

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