Bald rollt der Ball wieder: Der BV Werther legt ein Sicherheitskonzept vor

Die Fußballer des BV Werther präsentieren ein Konzept für die geordnete Wiederaufnahme ihres Trainingsbetriebes.

SVEN HAUHART

Morten Stiller (von links), Marcel Diemann und Holger Margenau haben die Regeln für den BV Werther erarbeitet. - © Sven Hauhart
Morten Stiller (von links), Marcel Diemann und Holger Margenau haben die Regeln für den BV Werther erarbeitet. (© Sven Hauhart)

Werther. In der wegen der Coronapandemie erzwungenen fußballfreien Zeit ist man beim BV Werther alles andere als untätig. Mit finanzieller Hilfe der Stadt und tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder hat der Verein eine zusätzliche Kunstrasen-Trainingsfläche geschaffen. Auch die Aufenthaltsräume im Vereinsheim wurden renoviert. In diesen präsentierten die Verantwortlichen jetzt die Ergebnisse des dritten Projekts der vergangenen Wochen: Die geordnete Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs.

„Wir sind im Jugendvorstand seit gut 14 Tagen an dem Thema dran, weil wir denken, dass wir als Verein eine gesellschaftliche Verantwortung haben", berichtet Morten Stiller, der sich mit Marcel Diemann und Jugendleiter Holger Margenau federführend um die Erstellung eines Konzepts gekümmert hat.

Dieses umfasst zwei Din A 4-Seiten und regelt von der An- und Abreise über die Trainingsausstattung der Spieler und Trainer bis hin zum Trainingsablauf nahezu das komplette Verhalten aller Beteiligten auf dem Sportplatzgelände am Meyerfeld.

Der Trainingswechsel wird zur Herausforderung

1,5 Meter Abstand zwischen allen Personen, kein Abklatschen und geschlossene Umkleidekabinen – diese Vorgaben sind mittlerweile bekannt. Aber was passiert, wenn sich ein Kind verletzt und Erste Hilfe benötigt? „Wir orientieren uns an den Vorgaben für die Schulen, wo Kinder ja auch erstversorgt werden müssen", erläutert Margenau, dass jeder Trainer für den Ernstfall Mundschutz und Handschuhe griffbereit haben muss, um den Mindestabstand kurzfristig unterschreiten zu können. Darüber hinaus müssen die Trainer Anwesenheitslisten mit Namen und Telefonnummern führen, um im Fall einer Infektion die Kontakte nachverfolgen zu können.

Eine besondere Herausforderung war die große Anzahl an Mannschaften. „Beim Trainingswechsel begegnen sich hier im Normalbetrieb bis zu acht Teams", verdeutlicht Stiller. Deshalb sieht das Konzept verkürzte Trainingszeiten vor, um Überschneidungen zu vermeiden. Gültig ist das vorerst ab der F-Jugend, weil die Kinder dort über die Schule bereits an die neuen Regeln gewöhnt seien. Um Kontakte zu vermeiden, gibt es des Weiteren auf dem ganzen Gelände verteilt Sammelpunkte, an denen sich die einzelnen Teams unverzüglich treffen müssen.

„Ein großes Lob an jeden Trainer, der das mitmacht"

„Ein großes Lob an jeden Trainer, der das mitmacht, da es einen enormen Aufwand erfordert", sagt Holger Margenau. Er kündigt an, dass die Regeln vom Vorstand überwacht werden und dieser sich vorbehält, ein Training bei Verstößen abzubrechen. Überhaupt dürfen nur Mannschaften den Trainingsbetrieb aufnehmen, deren Trainer die am Wochenende angebotene Regeleinweisung des Vereins mitgemacht haben.

Einen Anspruch auf absolute Richtigkeit ihres Konzeptes erheben die Verantwortlichen ausdrücklich nicht. „Wir werden Abläufe beobachten und bei Bedarf ändern", sagte Margenau. Und Stiller ergänzte: „Ein komplett richtig gibt es im Moment nicht, weil selbst die größten Experten nicht wissen, was komplett richtig ist. Aus unserer Sicht gibt es daher nur ein komplett falsch. Und komplett falsch wäre es, die Trainer in dieser Situation alleine zu lassen und sich als Verein nicht damit auseinanderzusetzen."

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