Gehandicapt, aber schlagkräftig: Steinhagener Schwimm-Männer feiern Ligaerhalt

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Henrik Terholsen (oben, von links), Clemens Erdmann, Aron Csonti, Kevin Kailing und Marco Pöhlker sowie unten, von links: Trainer Klaus Völcker, Rene Kuhrmann, Julian Feldkord, Robin Krieger, Bent Buttwill und Rathna Köppe freuen sich über den Landesliga-Klassenerhalt. - © SCSA
Henrik Terholsen (oben, von links), Clemens Erdmann, Aron Csonti, Kevin Kailing und Marco Pöhlker sowie unten, von links: Trainer Klaus Völcker, Rene Kuhrmann, Julian Feldkord, Robin Krieger, Bent Buttwill und Rathna Köppe freuen sich über den Landesliga-Klassenerhalt. (© SCSA)

Steinhagen. „Das ist Teamgeist", freute sich Klaus Völcker, Schwimmtrainer im SC Steinhagen-Amshausen. Henrik Terholsen, seit Januar beruflich in Greifswald, nahm die mehr als 600 Kilometer lange Anreise aus Mecklenburg-Vorpommern nach Unna auf sich, um seine Mannschaft beim Kampf um den Landesliga-Klassenerhalt zu unterstützen. Eine Woche nach dem Auftritt der Frauenmannschaft des SCSA in der 2. Bundesliga in Essen (das HK berichtete) grenzte es für Trainer Völcker an ein Puzzle-Spiel, das im Umbruch befindliche Männerteam so schlagkräftig wie möglich aufzustellen. Ein Puzzle, das Völcker erfolgreich fertigstellte.

Verlassen konnte er sich dabei vor allem auf den starken Bent Buttwill, den im Aufwind befindlichen Robin Krieger sowie die überzeugenden Nachrücker Rene‘ Kuhrmann und Rathna Köppe. Für den Auftakt-Knaller im ersten von zwei Durchgängen sorgte Kuhrmann (Jahrgang 2002) über 200-m-Rücken, der nach riskantem Start und hohem Tempo nach 2:17,49 Minuten anschlug und seine bisherige Bestzeit um drei Sekunden unterbot. Im Folgerennen über 100-m-Schmettern katapultierte sich Rathna Köppe (2003) erstmals unter die 1:03 Minuten. Terholsen, dem Völcker die schlechten Trainingsbedingungen in Greifswald nicht anmerkte, legte im Brustsprint schnelle 31,46 Sekunden nach, ehe Abiturient Kevin Kailing (2001) das Punktekonto mit guten 2:29,33 Minuten über 200-m-Lagen aufstockte.

Nach starken Auftritten von Robin Krieger (2000) über 200-m-Schmettern (2:24,44 Minuten) und Bent Buttwill über 400-m-Lagen (4:46,33) verdiente sich im ersten Abschnitt auch Clemens Erdmann (2001) ein großes Trainerlob nach seinem „Marathonprogramm" über 200-, 400-, und 1.500-m-Freistil. Insgesamt lag der SCSA zur Halbzeit im Punktesoll.

SCSA auch nach der Pause stark

Von dem Auftakt nach der Pause versprach sich Trainer Völcker anschließend viel – und sein Team enttäuschte ihn nicht. Bent Buttwill dominierte die 100-m-Lagen in sehr schnellen 59,58 Sekunden. Über 200-m-Freistil überzeugte Rathna Köppe mit deutlich gesteigerter Wettkampfhärte und einer Verbesserung auf 2:10,58 Minuten. Ein ebenso starkes Rennen zeigte Erdmann über 200-m-Rücken in 2:26,42 Minuten. Aron Csonti (1999) sammelte über 50- und 100-m-Rücken wichtige Punkte.

Aus dem Strahlen nicht mehr heraus kam indes Julian Feldkord (1995) nachdem er bei seinem Brustsprint-Debüt nach tollen 32,76 Sekunden angeschlagen hatte. Überzeugend waren auch die 200-m-Lagen von Robin Krieger (2:24,94), nach denen sich Henrik Terholsen tapfer in seinem insgesamt vierten Rennen ins Ziel der 400-m-Lagen schleppte. Mit einer starken Zeit über 100-m-Freistil (52,96 Sekunden) baute Bent Buttwill schließlich den Abstand zu den beiden Absteigern deutlich aus.

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