HK-Cup: Trainer üben Kritik am bekannten Modus

Dennis Bleck

Für kleinere Vereine wie den SC Halle (hier Maximilian Vonk) wäre Schmidtkes Vorschlag attraktiv. - © Sven Hauhart
Für kleinere Vereine wie den SC Halle (hier Maximilian Vonk) wäre Schmidtkes Vorschlag attraktiv. (© Sven Hauhart)

Versmold. Stillstand ist Rückschritt lautet eine alte Binsenweisheit, an der sich wohl nicht zu Unrecht viele Privatpersonen und Unternehmen orientieren. So auch Thomas Schmidtke. „Es muss sich dringend etwas verändern, es muss frischer Wind rein", fordert der Trainer von Fußball-A-Ligist Spvg. Versmold in Bezug auf den Modus des Haller-Kreisblatt-Cups.

Für ihn haben sich die drei verschiedenen großen Vorrundengruppen, in denen insgesamt acht Mannschaften weiterkommen längst überholt. Auch die dadurch bedingten unterschiedlichen Spielzeiten innerhalb der Gruppen sind Schmidtke ein Dorn im Auge. Mit seiner Kritik steht Schmidtke nicht alleine da. Viele andere Trainer empfinden es ebenfalls als ungerecht, dass in den Vierergruppen 15 Minuten gespielt wird und in der Sechsergruppe nur zehn Minuten. Unter anderem auch Hägers Trainer Pascal Hofbüker, der seine bereits in den Vorjahren geäußerte Kritik wiederholt: „Ich finde die unterschiedlichen Spielzeiten am Schlimmsten. Was ist das denn für ein Wettbewerb?"

21. Haller-Kreisblatt-Cup: Endrunde

Diesen Vorschlag macht Schmidkte

Schmidtke belässt es nicht bei seiner Kritik, sondern äußert konkrete Vorschläge, die das Turnier aus seiner Sicht vor allem für die kleineren Vereine attraktiver machen würden. Er würde in zwei Gruppen spielen lassen, wo die ranghöchsten Vereine als Gruppenköpfe gesetzt wären. An der Endrunde würden dann alle Mannschaften teilnehmen und gemäß ihrer Platzierung gegeneinander antreten, wobei die beiden Gruppensieger im Achtelfinale spielfrei hätten.

Thomas Schmidtke wünscht sich Reformen. - © Sven Hauhart, HK
Thomas Schmidtke wünscht sich Reformen. (© Sven Hauhart, HK)

Ob der Vorschlag logistisch umsetzbar wäre, müssten die Verantwortlichen des Fußballkreises ausloten. Einer von ihnen ist Daniel Eikelmann, gleichzeitig noch Trainer des BV Werther. Nachdem der Kreis, wie berichtet, den SC Peckeloh wenige Tage vor dem Turnier disqualifiziert hatte und dann doch zurückgerudert war, hatte Eikelmann mit Pfiffen und Schmähgesängen seitens des stimmgewaltigen Peckeloher Anhangs gerechnet. Diese waren jedoch ausgeblieben. „Ganz großes Kompliment an die Peckeloher Fans dafür", sagte Eikelmann hinterher erleichtert.

Fußballkreis ist mit dem SCP zufrieden

Auch der Ausschuss als Ganzes, der am Tag der Endrunde durch den Vorsitzenden Markus Baumann und Patrick Hartmann, Vorsitzender des Kreis-Fußball-Auschusses, vertreten war, wusste nichts Negatives zu berichten. Auf Nachfrage bestätigte das Duo, dass sie mit dem Verhalten der SCP-Fans und dem Auftritt der Mannschaft insgesamt zufrieden sind.

Ob der Modus im nächsten Jahr angepasst wird, hängt auch mit der Zahl an teilnehmenden Mannschaften zusammen. Fest steht, wenn im kommenden Jahr alle Clubs für das Turnier melden, kämpfen wieder 15 statt zuletzt 14 Teams um die Masterskrone. Denn der TFC Werther stellt in dieser Saison schon wieder ein Team, verpasste es nur, sich für die 21. Auflage rechtzeitig anzumelden. Sollte in 2020 also kein Verein vom Turnier ausgeschlossen werden und die Wertheraner als zusätzliche Mannschaft am Wettbewerb teilnehmen, ist ein Umdenken der Verantwortlichen unumgänglich.

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