Handball-Landesliga: TV Werther tanzt in der Masch

Der TVW gewinnt das Altkreisderby bei der TG Hörste vor 400 Zuschauern mit 22:20 (8:9). Beide Trainer sind sich bei der Suche nach dem Mann des Spiels einig.

Mark Grzibek, Claus Meyer

Werthers Marius Kruse (Nummer 15) feiert mit seinen Teamkollegen den Auswärtssieg bei der TG Hörste. Foto: Mark Grzibek - © Mark Grzibek
Werthers Marius Kruse (Nummer 15) feiert mit seinen Teamkollegen den Auswärtssieg bei der TG Hörste. Foto: Mark Grzibek (© Mark Grzibek)

Hörste. Die erste Halbzeit gehört noch den Hausherren. Der TVW tut sich zunächst schwer im Positionsspiel, die Hände der Schiedsrichter gehen oft nach oben, um Zeitspiel zu signalisieren. Hörste ist dynamischer, vergibt aber auch einige Chancen frei vor, so dass der Gast zur Pause beim Stand von 9:8 für die »Rothosen« noch in Sichtweite ist. Dieses Manko im Hörster Spiel wird sich nach Wiederbeginn rächen. 22 Fehlwürfe wird TG-Trainer Christian Blankert am Ende notiert haben, 13 davon als eigentliche „Hundertprozentige" bezeichnen. Und will so etwas nach eigenem Bekunden in dieser Form „noch nicht erlebt haben".

Die Wende in der Partie kommt ab der 36. Minute. Die TG geht durch Pascal Kaiser mit 12:10 in Führung. Doch keine vier Minuten später steht es 14:12 für Werther, das die Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr abgibt. Als Fynn Huxohl 32 Sekunden vor dem Ende bei offener Hörster Manndeckung sein fünftes Tor zum 22:19 erzielt, ist die Partie zu Werthers Gunsten entschieden.

Hannes Köhne hält stark und trifft

„Mit einer normalen Chancenverwertung gewinnen wir", sagt Blankert nach der Partie. Keiner der Zuschauer – immerhin rund 400 von ihnen sind am Freitagabend in der Haller Masch – werde sagen können, dass Hörste die schlechtere Mannschaft gewesen sei. Einig ist sich Blankert mit seinem Wertheraner Kollegen Carsten Gahlmann, dass TV-Torwart Hannes Köhne ein entscheidender Faktor für Werthers Auswärtssieg ist. Er hält stark und trägt sich sogar in die Torschützenliste ein.

Gahlmann nennt weitere Gründe, nachdem sein Team mit dem obligatorischen Siegestanz die Erstürmung der Masch gefeiert hat: „Ich bin begeistert über nur 20 Gegentore." Tatsächlich ist das gegen torhungrige Hörster kein alltäglicher Wert. In der Phase, da die Partie nach der Pause kippte, habe sein Team die TG mit seiner Defensivarbeit zur Verzweiflung getrieben. „Hörstes starke Individualisten haben das Spiel dann nicht mehr drehen können." Im Sinn hat Gahlmann in erster Linie wohl Silvan Tarner, der auf lediglich zwei Feldtore kommt.

Info
Hörste: Lüdorff, Krause; Kaiser (2), D. Barrelmeyer (1), Schuster (2), Stutzki (1), L. Barrelmeyer, Lepper (2), Hagemann (4), Walkenhorst, Grabowski (1), Tarner (7/5).Werther: Bartling, Köhne (1); Dingwerth (4/1), J. Hoffmann (3), Borgstedt, Reiß (2), Schröder, C. Hoffmann (2), Kruse (1), Janson (3), Karklis (1), Huxohl (5), Sommer.

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