Spvg. Steinhagen in Harsewinkel: „Wir wollen uns nicht noch einmal so abschießen lassen"

Handball-Verbandsligist tritt am Freitag um 19.30 Uhr beim Tabellenführer an. Gästetrainer Torben Gottsleben geht mit gemischten Gefühlen ins Spiel.

Johnny Dähne

In der Klemme: Leonard Janzen und die Spvg. Steinhagen haben nach der Pleite gegen Brake etwas gutzumachen. - © Johnny Dähne
In der Klemme: Leonard Janzen und die Spvg. Steinhagen haben nach der Pleite gegen Brake etwas gutzumachen. (© Johnny Dähne)

Steinhagen. „Wir wollen uns nicht noch einmal so abschießen lassen", sagt Torben Gottsleben in Erinnerung an den bis heute letzten Auftritt der Spvg. in der mittlerweile als »Hasenbau« bekannten Schulsporthalle am Prozessionsweg. Im März 2018 leuchtete dort ein 39:22 von der Anzeigetafel für den Nachbarn, der nach einem Jahr in der Oberliga in dieser Saison zu den großen Aufstiegsfavoriten zählt.

„Wir hatten darauf gehofft, dass die TSG bis zu unserem Spiel verlustpunktfrei bleibt und sie uns dann vielleicht ein bisschen unterschätzen. Das wird jetzt aber sicher nicht der Fall sein", erklärt Gottsleben mit Blick auf die jüngste 32:35-Niederlage des Tabellenführers beim bis dato Schlusslicht HSG TuS/EK Spradow.

Für Harsewinkels Trainer Manuel Mühlbrandt war die überraschende Pleite erklärbar, „weil wir zu wenig als Team aufgetreten sind. Der Mannschaftsspieler muss immer über dem Einzelspieler stehen", erläutert Mühlbrandt, der in der Saison 2011/12 und 2012/13 gemeinsam mit Gottsleben in der Mähdrescherstadt spielte.

Aus Freunde werden für 60 Minuten Gegner

Die Begegnung mit seinem Freund gehört für Torben Gottsleben heute zweifellos zu den positiven Aspekten des Trips nach Harsewinkel, denn beide tauschen sich privat und sportlich regelmäßig aus. „Ich habe großen Respekt vor Mühle, weil er federführend an der positiven Entwicklung des Vereins mitgewirkt hat", sagt Gottsleben. Sein Kontrahent für 60 Minuten freut sich ebenfalls auf das Wiedersehen mit einem „fachlich sehr guten und humorvollen Typen" wie Mühlbrandt findet und schmunzelnd berichtet: „Allein Mittwoch haben wir uns 40 Whats-App-Nachrichten geschickt."

Auf dem Platz hingegen kann sich Mühlbrandt nicht so richtig vorstellen, was auf ihn zukommt. „Steinhagen ist sehr schwankend in seinen Leistungen. Es wird darauf ankommen, wie fehlerlos sie ihr Tempospiel auf die Platte bekommen", vermutet Manuel Mühlbrandt. Für Gottsleben ist die Favoritenrolle klar verteilt: „Unsere Chancen sind sehr gering." Für den privat verhinderten Torhüter Marcel Finkeldei wird Sebastian Brüggemeyer mitfahren.

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