Mit 44 Jahren gestorben: HK-Redaktion trauert um Fotograf Henrik Martinschledde

Jahrelang hat er mit viel Begeisterung und Liebe zum Detail für Zeitungen in der Region fotografiert. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Wolfgang Temme,Jeanette Salzmann

Henrik Martinschledde wurde 44 Jahre alt. - © Jens Dünhölter
Henrik Martinschledde wurde 44 Jahre alt. (© Jens Dünhölter)

Gütersloh. Sein Job war noch nicht erledigt – und es war nicht seine Art , etwas unerledigt zu lassen. Eben noch hatte der Fotograf in der Sportclub-Arena die Pokalsensation des SC Verl erlebt, den Jubel der Fußballer wie immer hautnah eingefangen und in die Zeitung gebracht. Anschließend wollte Henrik Martinschledde die ganze Geschichte mit seinen Bildern im Internet erzählen. Dazu ist es nicht mehr gekommen.

Noch bevor das erste Foto online ging, hat ihn ein Infarkt aus der Arbeit und aus dem Leben gerissen. Mit 44 Jahren. Die HK-Redaktion ist vom Tod des Fotografen tief erschüttert. Wir sind unendlich traurig.

Er kam den Menschen nahe, wie kaum ein anderer

Er wuchs in Rietberg-Bokel auf, machte sein Abitur am Gymnasium Rietberg, studierte in Münster Germanistik. Schon vor rund 25 Jahren führte sein Weg in die Zeitungsredaktionen der Region. Sein besonderes Talent war die Fotografie. Auf diese Weise kam er den Menschen nahe, wie kaum ein anderer.

Er wurde zum exzellenten Berichterstatter, der nicht nur das qualitativ perfekte, sondern auch das journalistisch aussagekräftige Bild lieferte.
Seine Arbeit hat ihn erfüllt und ihm über den Lebensunterhalt hinaus das gegeben, was ein Leben sinnvoll macht. Er hat seine Aufgabe geliebt. Keine Sporthalle und kein Fußballplatz, den er nicht kannte – selbst die Schlupflöcher im Zaun der Sportstätten waren ihm vertraut.

Henrik Martinschledde hat die Bildsprache in der Gütersloher Sportberichterstattung über viele Jahre geprägt. Mit einem Bild der Gütersloher Läuferin Claudia Meyer gewann er 2008 beim Kongress der Deutschen Lokalzeitungen in Berlin den 1. Preis.
Seine charakterlichen Züge haben die Redaktion bereichert. Auf ihn war Verlass, auch im größten Stress. Er war hilfsbereit und vertrauenswürdig und hatte stets einen netten Spruch auf den Lippen.

Ihm standen die Türen offen

Er war ein hervorragender Botschafter - nicht nur für das Haller Kreisblatt, sondern auch für unsere Kooperationspartner. Egal wohin er kam, ihm eilte ein guter Ruf voraus. Ihm standen die Türen offen.
Die überragende Anteilnahme der Sportler und Vereine an den vergangenen Tagen zeigt, wie sehr man Henrik Martinschledde persönlich geschätzt und gemocht hat. Und sie führt uns schmerzlich vor Augen, was wir mit ihm verloren haben.

Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Henrik Martinschledde. In den Erinnerungen und den vielen, vielen Bildern wird er für uns weiterleben.

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