Sportpark Indoor Open: Tennis-Asse kämpfen um 5.000 Euro

Die 31. Auflage des Turniers startet unter einem neuen Namen. Im Feld der Herren scheint die Favoritenfrage offener als je zuvor.

Christian Helmig

Geheimfavorit: Justin Eleveld vom TC BW Halle baut bei den Sportpark Indoor Open auf den Heimvorteil. - © Claus Meyer
Geheimfavorit: Justin Eleveld vom TC BW Halle baut bei den Sportpark Indoor Open auf den Heimvorteil. (© Claus Meyer)

Halle. Es ist bereits die 31. Auflage des Hallenturniers – und doch eine Premiere. Zum ersten Mal fungiert der Sportpark Halle als Gastgeber und Namensgeber zugleich. Seit 2009 firmierte die Veranstaltung in Anlehnung an das große Rasenevent unter der Bezeichnung Gerry Weber Indoor Open. Dass das Haller Modeunternehmen infolge seiner wirtschaftlichen Krise die finanzielle Unterstützung eingestellt hat, findet Turnierleiter Thorsten Liebich, „nicht dramatisch". Was wohl auch daran liegt, dass er dank seiner guten Kontakte jemanden gefunden habe, „der das Turnier fördert, aber nicht öffentlich genannt werden möchte".

Im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte haben die Indoor Open schon mehrfach ihren Namen geändert, ohne an Attraktivität einzubüßen. Dabei scheint es zu bleiben. „Vor allem bei den Herren ist das Feld super gut. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so viele Top-100-Spieler hatten", sagt Liebich vor dem ersten Aufschlag am Freitag um 12 Uhr.

„Lennart Zynga muss man immer auf der Liste haben"

So scheint es fast unmöglich vorherzusagen, wer die besten Chancen auf den Sieg im Finale am Sonntag (ab ca. 14 Uhr) hat. Auf dem Papier ist es Dominik Bartels vom Zweitligisten Wilhelmshavener TC, aktuell die Nummer 59 der deutschen Rangliste. In der Setzliste folgen ihm der im Frühjahr vom TPVersmold zum TC Wolfsberg Pforzheim gewechselte Johann Willems (DTB 62), Henri Squire (DTB 67, Rochusclub Düsseldorf) und Lokalmatador Lennart Zynga (DTB 71) vom TC BW Halle, Turniersieger der Jahre 2016 und 2017. „Lennart mag es gerne in der Halle zu spielen. Ihn muss man immer auf der Liste haben", sagt Liebich, der auch noch einem anderen Spieler der ehemaligen Haller Regionalligamannschaft viel zutraut: Justin Eleveld wird als Niederländer in Deutschland zwar nur auf Platz 464 geführt, „von seinem Leistungsvermögen her", weiß Liebich, „gehört aber eigentlich auch unter die besten 100."

Titelverteidiger Alexander Mannapov (DTB 106) vom Dorstener TC ist derweil nur an Position sechs gesetzt. In Christopher Koderisch, Maxi Friese, Timo Frisch, Tim Klee, Frank Helmsen, Johannes Kolowrat und Johannes Wand halten sieben weitere Spieler die blau-weiße Fahne hoch.

Duo aus Hannover führt die Setzliste der Damen an

Bei den Damen haben in DeryaTurhan (berufliche Gründe) und Anna-Lena Linden (Studium) die beiden aussichtsreichsten Hallerinnen auf eine Meldung verzichtet. Tanja Klee (DTB 117) ist als Nummer sieben der Setzliste in der Außenseiterrolle. „Es wäre schön, wenn sie ins Halbfinale vordringen könnte", sagt Liebich. Für Rieke Gillar und Indira Schmerling wäre die Runde der letzten acht ein Achtungserfolg.

Angeführt wird das Feld von der Shaline-Doreen Pipa (DTB 42) und Franziska Sziedat (DTB 45), beide vom DTV Hannover. Ein Geheimtipp ist Julia Avdeeva (DTB 227) vom TuS Ickern. „Sie kann für jede gefährlich werden", hält Liebich große Stücke auf die junge Russin, die für den TuS Ickern aufschlägt.

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