Auf dem Sprung ins DFB-Team? Altkreis-Mädels glänzen im Länderpokal

Dennis Bleck

Stolze Titelträgerinnen: Christine Glatfeld (Mitte, links) und Lisa-Michelle Beugholt (Mitte, rechts) haben mit der Westfalenauswahl den Länderpokal gewonnen. Trainiert werden sie von Björn Lebs (links) und der Langenheiderin Lea Notthoff (rechts). - © Rüdiger Zinsel
Stolze Titelträgerinnen: Christine Glatfeld (Mitte, links) und Lisa-Michelle Beugholt (Mitte, rechts) haben mit der Westfalenauswahl den Länderpokal gewonnen. Trainiert werden sie von Björn Lebs (links) und der Langenheiderin Lea Notthoff (rechts). (© Rüdiger Zinsel)

Werther/Duisburg. Am Tag nach dem großen Triumph verarbeitete Lea Notthoff ihren Erfolg beim Joggen. Die 29 Jahre alte Fußballerin des TuS Langenheide hatte im Juni ihren Job als Sportpsychologin bei Arminia Bielefeld aufgegeben und war zum Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) gewechselt. Dort betreut Notthoff seitdem unter anderem die Jahrgänge der Juniorinnen-Westfalenauswahlen. Der Auftakt einer Erfolgsgeschichte, die am vergangenen Sonntag ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Denn nach vier Siegen in vier Spielen kürten sich die FLVW-Mädels der U 18-Juniorinnen unter Notthoffs Leitung in Duisburg zum Länderpokal-Sieger. Das Turnier im Ruhrgebiet ist ein Schaulaufen der begabtesten Nachwuchsfußballerinnen des Landes und das Kräftemessen der Landesverbände. Dass neben Trainerin Notthoff auch zwei weitere Mädchen aus dem Altkreis ihren Beitrag zum Titelgewinn leisteten, ist deshalb schon ein wenig überraschend.

Notthoff traut Beugholt den Schritt in die DFB-Auswahl zu

Denn anders als viele ihrer Mitspielerinnen kicken Lisa-Michelle Beugholt und Christine Glatfeld nicht beim FSV Gütersloh oder bei Arminia Bielefeld, den größeren Adressen des Frauenfußballs. Stattdessen schnürt das Duo für den Westfalenligisten BV Werther seine Fußballschuhe. Dass die Altkreislerinnen trotzdem mit ihren Teamkameradinnen mithalten konnten, beweist der Blick auf die Aufstellung: Gleich zweimal stand Beugholt in der Startformation. Beim 2:1 über Thüringen und beim 2:1 über Bremen lief die 15-Jährige jeweils als Linksverteidigerin auf, ehe Trainerin Notthoff sie gegen Glatfeld auswechselte. Den 4:0-Sieg über das Saarland verfolgten die Werther-Mädels zunächst beide von der Bank, kamen jedoch als Joker auf das Feld. Einzig beim abschließenden 1:0-Erfolg über Württemberg blieben Beugholt und Glatfeld ohne Einsatzzeit.

Insgesamt attestierte Notthoff den beiden, „ein gutes Turnier gespielt zu haben" und erklärte weiter: „Die zwei Mädels haben großes Potenzial." Vor allem der noch jungen Beugholt traut Notthoff zu, den nächsten Schritt, den Sprung in eine U-Nationalmannschaft, zu schaffen. „Allerdings muss sie noch weiter fleißig an sich arbeiten", sagte die Fußballerin aus Langenheide, die Beugholts Jahrgang als „insgesamt extrem stark und talentiert" beschrieb.

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