TG Hörste und TV Verl trennen sich ohne Sieger

Ein intensiv geführtes Kreisderby in der Handball-Landesliga endet vor rund 400 Zuschauern mit 22:22 (13:11). Besonders für die Gastgeber war mehr drin.

Christian Helmig

Ein Punkt zum Auftakt: Kreisläufer Malte Krause und die TG hörste. - © Christian Helmig, HK
Ein Punkt zum Auftakt: Kreisläufer Malte Krause und die TG hörste. (© Christian Helmig, HK)

Hörste. Die Hörster Spieler und ihre Fans spendeten sich nach der Partie gegenseitig Applaus. In den Gesichtern auf dem Spielfeld wie auf der Tribüne ließen sich viele Fragezeichen ablesen. Wie war dieser Auftakt einzuordnen? Für Christian Blankert war der Fall klar. „Das war ein verlorener Punkt“, sagte Hörstes Trainer unumwunden.

Denn über 58 der 60 Spielminuten hatten die Hausherren im Duell der beiden hochgehandelten Kreisrivalen vorne gelegen. Mehr noch: In den letzten zehn Minuten der Partie hatten die »Rothosen« mehrfach die Chance, ihre Führung entscheidend auszubauen. „Das hat uns den Sieg gekostet. Diese Dinger müssen rein“, haderte Blankert.

Vor allem Pascal Kaiser klebte das Pech in der Schlussphase an der sonst so treffsicheren linken Wurfhand. Beim Stand von 21:20 zielte der Rechtsaußen beim Siebenmeter überhastet auf den Körper Fabian Stroth. Im nächsten Hörster Angriff entschärfte der TV-Keeper auch Kaisers Heber. 40 Sekunden vor Schluss wäre der Hörster Routinier fast endgültig zur tragischen Figur geworden, als er ohne Not den Ball vertändelte und die Gäste so noch mal in Ballbesitz brachte. Doch auch Verls letzter Abschluss blieb in der TG-Abwehr hängen.

Tarner trifft acht Mal vor der Pause

Objektiv betrachtet war die Punkteteilung in der Masch absolut gerecht. Vor einer Kulisse, die auch eines großen Saisonfinales würdig gewesen wäre, machten beide Teams von der ersten Minute an deutlich, dass sie sich eine Menge vorgenommen haben. Allen voran Silvan Tarner: Während seine Nebenleute sichtlich mit der Anfangsnervosität zu kämpfen hatten, stellte Hörstes Goalgetter die Verler 3:2:1-Deckung im ersten Abschnitt vor unlösbare Probleme. Acht Mal netzte der Rückraumspieler vor der Pause ein, an fast allen anderen Toren war er indirekt beteiligt.

Umso schwerer taten sich die Gastgeber im Angriff, als Tarner nach der Pause das Wurfglück verließ. Doch auch wenn ihre Fehlerquote nun anstieg, einen Vorwurf mussten sich die Hörster auf keinen Fall machen lassen. „Wir haben verteidigt wie die Wahnsinnigen“, lobte auch Christian Blankert und stellte fest: „Moral und Leidenschaft haben heute gepasst.“

Hörste: Marcel Krause (1.-60., Lüdorff (bei 7m); Tarner (9/3), Malte Krause (4), Schuster (3), Stutzki (2), Kaiser (2), Hagemann (2), D. Barrelmeyer, T. Barrelmeyer, Lehmann, Walkenhorst.

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