Loxtens Harting freut sich auf den Saisonstart gegen Hemer

Nach den Abgängen von Sebastian Hölmer und Heiner Steinkühler ist der 29-Jährige beim Handball-Oberligisten als Führungsspieler gefragt. Schon bald muss er eine wichtige Entscheidung treffen.

Marc Uthmann

Kim Harting hält bei den Sportfreunden Loxten die Abwehr und auch das Team zusammen. - © Christian Helmig
Kim Harting hält bei den Sportfreunden Loxten die Abwehr und auch das Team zusammen. (© Christian Helmig)

Loxten. Mit gerade mal 17 Jahren gab Kim Harting einst sein Debüt bei den Verbandsliga-Herren der Sportfreunde, an seiner Seite der andere »Frischling« Jan Patzelt. Seither haben die beiden eine Ära in Loxten mitgeprägt. In der kommenden Saison lastet auf den Schultern des Duos nun noch mehr Verantwortung, denn zwei ihrer vertrauten Gefährten haben den Oberligisten verlassen.

Kim Harting ist eine Kante von Kerl und passend zur Optik redet er nicht gerne um den heißen Brei herum: „Die Abgänge tun uns weh", stellt Loxtens Abwehrchef fest: „Hölmi fehlt uns spielerisch sehr, aber er war auch als Persönlichkeit besonders, hatte immer ein offenes Ohr für die jungen Spieler." Dass mitten in der Vorbereitung auch noch Heiner Steinkühler absprang und zum Verbandsligisten TSG Harsewinkel wechselte, bedauert der Defensivspezialist ebenso: „Ich hätte gern weiter mit ihm zusammengespielt. Aber er hat seine Entscheidung getroffen, das muss ich akzeptieren."

„Wir werden die Verluste auffangen"

Als Co-Kapitän von Jan Patzelt trägt Kim Harting Verantwortung, zum Mannschaftsrat gehören zudem Marian Stockmann und Jasper Steinlechner: „Wir haben uns die Führungsaufgaben bislang immer geteilt und werden die Verluste auffangen", sagt der 29-Jährige und nimmt dabei andere in die Pflicht: „Spieler wie Nils Patzelt sind schon lange dabei und können künftig mehr Verantwortung übernehmen."

Dass er in seiner Führungsrolle als Abwehrspezialist eingeschränkt ist, sieht Harting nicht so, wie er mit einem Schmunzeln erklärt: „Man kann auch hinten viel absprechen – und die anderen sind vorne einfach besser. Da fällt es dem Trainer nicht schwer, mich im Angriff draußen zu lassen." Er konzentriere sich lieber auf die Deckung: „Da kann ich 100 Prozent geben und muss mich nicht schonen." Solche Sätze dürften seinem Coach Dirk Schmidtmeier schmecken. „Kim ist vom Typ her ein sauberer Junge, der seinen Spaß am Handball wiedergefunden hat. Mit meinem Co-Trainer René Mittelberg und ihm spreche ich viel über die Abläufe in unserem Spiel", sagt der Trainer.

All das klingt, als starte der Hüne noch einmal richtig durch, zumal er mit den Sportfreunden „eine ähnlich gute Saison wie die vergangene" spielen will – doch es stehen Veränderungen an: Voraussichtlich Ende November wird Kim Harting Vater. „Da ändert sich meine Rolle natürlich." Im Dezember oder Januar will er sich mit Lebensgefährtin Lena Flottmann – selbst Handballerin – zusammensetzen und besprechen, wie es sportlich weiter geht und ob er den hohen Aufwand noch betreiben will. „Aber vielleicht braucht mich Loxten ja in der kommenden Saison ohnehin nicht mehr", sagt Harting und lacht. Angesichts seiner Qualitäten und der Einschätzung von »Schmidti« dürfte er im Winter wohl eher vor einer schweren Entscheidung stehen.

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