Mädchenhandball: TG Hörste schlägt HSG Union Halle mit 28:21

Mark Grzibek

Abschlussstark: Sina Schäper (am Ball) setzt sich in dieser Szene gegen die Hallerinnen Lea Vahrenhorst (3) und Pauline Ristau (13) durch. - © Mark Grzibek
Abschlussstark: Sina Schäper (am Ball) setzt sich in dieser Szene gegen die Hallerinnen Lea Vahrenhorst (3) und Pauline Ristau (13) durch. (© Mark Grzibek)

Hörste. Die Oberliga-Vorrunde startete direkt mit einem Kracher in die neue Saison: Die ambitionierte TG Hörste empfing am Samstagabend den Aufsteiger HSG Union Halle in der gemeinsam genutzten Sporthalle Masch. Auch knapp 200 Zuschauer fanden den Weg in die Sportstätte und gaben dem »Revierderby«, das mit einem 28:21 (13:9)-Sieg für die Hörster »Rothosen« endete, einen würdigen Rahmen.

An der von Halles Trainer Marcel Quermann vor dem Spiel befürchteten Nervosität litt in der Anfangsphase nicht seine Mannschaft, sondern die Hörster Mädchen, die Auftritte vor großem Publikum eigentlich gewohnt sind. „Wir haben uns von der Kulisse beeinflussen lassen", sagte Julia Gerdes, die zu Beginn ungewohnte Unsicherheiten im Spielaufbau sah. Weil die Union zudem mit einer offensiven 4:2-Deckung den Spielfluss der Hörsterinnen entscheidend störte, entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit. Bis zum 10:8 (20.) setzte sich keines der beiden Teams dauerhaft ab.

„Das Ergebnis passt, aber spielerisch haben wir noch viel Luft nach oben"

Und auch in der zweiten Hälfte blieb Halle in Schlagdistanz. Bis zum 20:17 (48.) war ein Außenseiter-Sieg durchaus möglich. In der Schlussphase aber häuften sich bei den Gästen die technischen Fehler, die Hörste konsequent mit kompromisslosem Konterspiel bestrafte. Spätestens nach dem 6:1-Lauf (57.) war die Partie zugunsten der »Rothosen« entschieden. Den Schlusspunkt in einer umkämpften, aber nie unfairen Partie setzte Hörstes Mira Barrelmeyer, die mit einem Schlagwurf aus knapp 13 Metern in den Winkel der Haller Torhüterin keine Chance ließ und mit der Schlusssirene von ihren Mitspielern gebührend gefeiert wurde.

„Das Ergebnis passt, aber spielerisch haben wir noch viel Luft nach oben", sagte auch TG-Trainerin Julia Gerdes, die sich natürlich trotzdem über die ersten beiden Punkte der Saison freute. Auch ihr Gegenüber, Marcel Quermann, zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden. „Wir haben zwar verdient verloren. Aber wegen der gezeigten Leistung bin ich trotzdem stolz auf meine Mannschaft", sagte er. Lediglich das Endergebnis hätte aus Quermanns Sicht etwas niedriger ausfallen können. Ein Sonderlob erhielt Pauline Ristau, die die verletzte Farina Bergmann auf ungewohnter Kreisposition würdig vertrat.

Tore: Lutze (6), Schäper (5/1), Biewald (5), Barrelmeyer (4), Bültmann (2), Lienig (2), Seelhöfer (2), Piecuch (1), Wöstmann (1) für Hörste. Ristau (8/3), Vahrenhorst (5), Krause (3), Kroos (3), Kipp (2/1) für Halle.

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