TG Hörste siegt beim Volksbank-Cup in Isselhorst

Handball-Landesligist zeigt sich für die kommende Saison gut gerüstet. Zwei andere Altkreismannschaften haben bis zum Auftakt in zwei Wochen dagegen noch viel Arbeit vor sich.

Christian Helmig,Mark Grzibek

Gelungene Generalprobe: Nach dem 32:22-Finalsieg über den TV Isselhorst ließ Trainer und Spieler der TG Hörste ihrem Jubel freien Lauf. Foto: Christian Helmig - © Christian Helmig
Gelungene Generalprobe: Nach dem 32:22-Finalsieg über den TV Isselhorst ließ Trainer und Spieler der TG Hörste ihrem Jubel freien Lauf. Foto: Christian Helmig (© Christian Helmig)

Isselhorst. Als das Finale vorbei war, trat Christian Blankert vor seine Mannschaft, applaudierte und verneigte sich mehrfach. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte der Trainer der TG Hörste kurz darauf. Zu Recht: Mit vier Siegen in vier Spielen, verteilt auf drei Turniertage, hatte der Vizemeister der vergangenen Landesligasaison bewiesen, dass er in den vergangenen Wochen konzentriert und effektiv gearbeitet hat.

Höhepunkt des Hörster Durchmarsches war das Finale gegen Gastgeber TV Isselhorst. „Die ersten 25 Minuten haben deckungsmäßig nah am Optimum gespielt", erklärte Blankert, wie seine Mannschaft den klassenhöheren Titelverteidiger phasenweise düpiert hatte. 17:9 führten die »Rothosen« zur Pause, ließen den TVI bis dahin „nie zum Atmen kommen" wie der Trainer zufrieden feststellte. Auch im zweiten Abschnitt stellte die TG das variablere Team und brachte den Vorsprung sicher bis zum 32:22-Endstand über die Runden.

700 Euro Prämie und viel Selbstvertrauen nahmen die Hörster für ihren Turniersieg mit nach Hause. Dass sie nun auch der Topfavorit auf die Meisterschaft sind, wollte Blankert indes nicht bestätigen. „In der Vorbereitung hat noch niemand Punkte gewonnen. Die Saison ist sehr lang, da kann viel passieren", sagte er.

Platz drei für den TV Werther

Zumal die Hörster zwei langfristige Ausfälle verkraften müssen: „Lennart Philipp werden wir wegen einer Schulterverletzung in dieser Saison wahrscheinlich gar nicht mehr sehen", unkte Blankert. Youngster Lukas Burstädt verabschiedet sich demnächst für ein halbes Jahr nach Neuseeland.

Im Spiel um Platz drei hatte sich der TV Werther zuvor mit 23:20 gegen die Spvg. Hesselteich durchgesetzt. Das Landesligateam von Carsten Gahlmann war nur deshalb ins »kleine Finale« nachgerückt, weil der Soester TV verzichtet hatte. „Vor allem unsere Deckung stand gut", war Werthers Trainer mit der Vorstellung zufrieden und versprach: „Zur Belohnung fällt das Laufen am Montag aus."

Hesselteichs Dennis Laumann zog ebenfalls ein positives Fazit: „Meine Mannschaft hat drei Tage lang alles gegeben", sagte er. »Apus« Dank ging an die Spieler der A-Jugend und der Reserve, die den dezimierten Spvg.-Kader auffüllten. Umso mehr schmerzte die Schulterblessur von Jannik Gommer.

Brockhagen und Steinhagen scheitern in der Vorrunde

Für die beiden Verbandsligisten aus dem Altkreis war das Turnier dagegen schon nach der Vorrunde beendet. Einen Kurzauftritt hatte der TuS Brockhagen, der am Samstag bei brütender Hitze in zwei direktaufeinanderfolgenden Partien zuerst auf den Gastgeber und Verbandsligarivale TV Isselhorst traf. Die Partie begann mit einer Schrecksekunde, als Paul Moritz Hundeloh sich schon nach vier Minuten im Gesicht verletzte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und verpasste so die 19:24-Niederlage.

„Im zweiten Spiel sind wir dann an unsere Grenzen gekommen. Aber Hesselteich wollte den Sieg auch einfach mehr als wir", stellte TuS-Coach Timo Schäfer nach der 19:21-Schlappe fest. Sorgenkind Hundeloh kam derweil mit dem Schrecken und Platzwunden an Kinn und Auge davon. Auch ein Grund, warum Schäfer das Ausscheiden mit Galgenhumor nehmen konnte. „Dann haben wir morgen wenigstens frei", sagte er.

Dem Ortsnachbarn dagegen scheint das Lachen langsam zu vergehen. Wie in der gesamten bisherigen Vorbereitung präsentierte sich die Spvg. Steinhagen auch in Isselhorst weit von ihrer Bestform entfernt. Besonders die 15:21-Niederlage gegen die TG Hörste ärgerte Torben Gottsleben. „Ein, zwei missglückte Situation bringen uns völlig aus dem Konzept und wir agieren danach völlig kopflos", meckerte Steinhagens Trainer. Zwei Wochen vor dem Saisonstart hob »Torgo« auch den Welpenschutz für seine Nachwuchsspieler auf. „Langsam muss der Lernprozess einsetzen. Wenn wir unsere mentale Schwäche nicht in den Griff kriegen, haben wir ein Problem", warnte er.

Info
Ergenisse - Vorrunde, Gruppe A:
Steinhagen – Hörste 15:21
Hörste – Werther 18:15
Werther – Soest 18:17
Soest – Hörste 17:21
Steinhagen – Werther 18:15
Soest – Steinhagen 23:16
Gruppe B:
Hesselteich – Isselhorst 13:22
Isselhorst – Brockhagen 24:19
Brockhagen – Hesselteich 19:21
Spiel um Platz drei:
Werther – Hesselteich 23:20
Endspiel:
Hörste – Isselhorst 32:22

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