Handball-Landesliga: TG Hörste peilt einen der vorderen drei Plätze an

Max Maschmann

Auf die Plätze! Malte Krause (von links), Daniel Barrelmeyer und Niklas Lehmann folgen bei der TG Hörste künftig den Anweisungen von Trainer Christian Blankert. Es fehlt Simon Walkenhorst. - © Max Maschmann
Auf die Plätze! Malte Krause (von links), Daniel Barrelmeyer und Niklas Lehmann folgen bei der TG Hörste künftig den Anweisungen von Trainer Christian Blankert. Es fehlt Simon Walkenhorst. (© Max Maschmann)

Hörste. Die Formkurve der TG Hörste zeigte in den vergangenen Jahren stetig nach oben: Nach einem dritten Platz in der Saison 17/18 ließ der Handball-Landesligist im Vorjahr die Vizemeisterschaft folgen. Allein der direkte Vergleich gab den Ausschlag zugunsten des punktgleichen TuS Brockhagen. Christian Blankert weiß das, sagt allerdings: „Wir wollen wieder unter die ersten Drei kommen." Das Ziel Aufstieg gibt der TG-Trainer nicht aus. Zu den Mitfavoriten zählt der den TV Verl, TSV Ladbergen und TV Friesen Telgte.

Blankert, der sich Ende Februar aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit genommen hatte und bis zum Saisonende von Loxtens Sportlichem Leiter Thomas Lay vertreten worden war, versprüht nach dem Start in die zweite Vorbereitungsphase wie gewohnt Tatendrang und Optimismus. Bei der Rückschau auf die vergangene Spielzeit haben ihm besonders die Leistungen in der Rückrunde Respekt abgenötigt. „Viel besser kann man kaum spielen", findet Blankert, der in diesem Zusammenhang auch den Charakter seiner Mannschaft herausstellt. Generell habe sich die TG bei ihrer Defensivarbeit verbessert, auch Interimstrainer Lay habe dem Team neue Impulse mitgegeben.

Die Abwehr bleibt auch in der Vorbereitung auf die neue Saison eine der Stellschrauben, an denen Blankert drehen möchte. Denn sein Ziel ist es, aus einer stabilen Deckung heraus ins Konterspiel zu kommen. Um variabel zu sein, lässt der Coach mehrere Alternativen einstudieren. Der Fokus liegt aktuell aber auf einer 6:0-Formation, „weil wir großgewachsene, schnelle Spieler haben", erklärt der »Rothosen«-Coach.

Kreisläufer-Duo der Vorsaison gesprengt

Neben dem aus der Kreisliga-Reserve aufgerückten Kreisläufer Simon Walkenhorst zählt dazu natürlich auch Abwehrchef Timon Lepper. Doch der laboriert derzeit an einem Ermüdungsbruch im Fuß und steht vorerst nicht zur Verfügung. Weil es Luca Borutta wie berichtet zum Oberligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gezogen hat (Blankert: „Ein schmerzlicher Abgang"), war das Kreisläufer-Duo aus der vergangenen Saison gesprengt. Die Verantwortlichen reagierten und verpflichteten kurzfristig Malte Krause, der beim VfL Mennighüffen und der TSG A-H Bielefeld höherklassige Erfahrung gesammelt hat. Sobald Lepper wieder genesen ist, das lässt Blankert durchblicken, soll er Borutta in der Offensive ersetzen.

Die beiden anderen Neuzugänge, Spielmacher Niklas Lehmann und der dynamische Rückraumspieler Daniel Barrelmeyer, haben zuletzt bei Landesliga-Absteiger Spvg. Steinhagen II und in der Hörster Kreisliga-Reserve mit vielen Toren auf sich aufmerksam gemacht. Für Blankert führt das dazu, „dass der Konkurrenzkampf im Rückraum enorm ist" – was die »Rothosen« insgesamt noch weniger berechenbar machen dürfte.

Gleich am ersten Spieltag wird es richtig Ernst

In der ersten Vorbereitungsphase hat Blankert den Schwerpunkt zunächst auf Ausdauer und Athletik gelegt. Um seine vier Neuen schnell zu integrieren, soll jetzt allerdings, in der zweiten Phase, viel gespielt werden. Ziel ist es, Barrelmeyer und Co. möglichst rasch an die Spielzüge und deren Variationen zu gewöhnen. In Testspielen gegen Oberligist TuS Möllbergen (23:27) und Landesligist HSG Lahde/Quetzen (40:30), die am vergangenen Wochenende in ein Trainingslager eingebettet waren, klappte das über weite Strecken bereits hervorragend.

Ernst wird es direkt zum Saisonstart am Freitag, 13. September. Um 20.15 Uhr empfangen die »Rothosen« in der Haller Masch den TV Verl zu einer echten Standortbestimmung. Unabhängig davon gilt für Blankert aber ohnehin die Devise: „Wir werden nicht unterschätzt werden und von alten Lorbeeren können wir uns nichts kaufen."

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