So gehen die SF Loxten mit der gestiegenen Erwartungshaltung um

Dennis Bleck

Einziger Neuzugang: Laut Trainer Dirk Schmidtmeier ist Philipp Harnackes Stärke vor allem dessen Wurfgewalt. - © Dennis Bleck
Einziger Neuzugang: Laut Trainer Dirk Schmidtmeier ist Philipp Harnackes Stärke vor allem dessen Wurfgewalt. (© Dennis Bleck)

Spenge/Loxten. Dreimal in Folge beendeten die SF Loxten die Saison in den Top fünf. Logisch also, dass die Ansprüche beim Handball-Oberligisten nicht gesunken sind. Und auch der Druck von außen wächst: Manche Experten trauen den »Fröschen« sogar zu, erster Verfolger des selbst ernannten Topfavoriten A-H Bielefeld zu sein. Eine Erwartungshaltung, die Trainer Dirk Schmidtmeier nicht teilt. Er bremst die Euphorie. „Klar wollen wir uns immer verbessern", sagt er. Allerdings gebe es einige Faktoren, die dagegensprächen.

Allen voran der überraschende Abgang von Heiner Steinkühler schmerzt. Wie berichtet, schließt sich der 33-Jährige der TSG Harsewinkel an. Beim Verbandsligisten erhält der Routinier die Spielanteile, die Schmidtmeier ihm nicht zusichern konnte. Und trotzdem: Nach Christian Kalms (2018) und jüngst Sebastian Hölmer ist Steinkühler der dritte erfahrene Rückraumspieler, der Loxten binnen zwei Jahren verlässt. Den Abgang auffangen, das fordert Schmidtmeier, soll nun das Kollektiv. Eine kurzfristige Nachverpflichtung schließt der SFL-Coach aus.

Verantwortung lastet nun auf den Schultern junger Spieler

Viel Verantwortung lastet daher etwa auf den jungen Schultern von Max Schäper, Marlon Meyer und Neuzugang Philipp Harnacke. Dem Blondschopf, der im vergangenen Jahr beim Drittligisten Handball Lippe auf der Platte stand, attestiert Schmidtmeier großes Potenzial. Vor allem die Wurfgewalt aus der zweiten Reihe sei Harnackes große Stärke. „Schwächen offenbart er aber noch in der Defensive", sagt Schmidtmeier.

Um wieder um eine Topplatzierung mitspielen zu können, braucht es mehr Konstanz. Im vergangenen Jahr feierten der Oberligist nur zwei Siege gegen sogenannte Spitzenteams. Außerdem, so Schmidtmeier, „müssen wir unsere Außen besser ins Spiel einbeziehen." Favoriten auf die vorderen Plätze sind für »Schmidti« neben A-H Bielefeld die zweite Mannschaft des ASV Hamm, VfL Gladbeck und Soester TV. Auch Schalke 04 traut er deutlich mehr zu als Platz elf im Vorjahr.

Keine Klausel in Steinkühlers Vertrag

Der Loxtener Kader ist nach dem Steinkühler-Abgang auf 15 Mann geschrumpft. Auch deshalb hofft Schmidtmeier, dass langfristige Verletzungen seiner Spieler ausbleiben. Das Gerücht einer Vertragsklausel, wonach Loxten Steinkühler dann sofort aus Harsewinkel zurückholen könnte, widerlegt Andy Evers, Erster Vorsitzender der »Frösche«. Er berichtet von dennoch zähen Verhandlungen, ehe sich Trainer und Verein dazu durchringen konnten, den Rückraumakteur in die Mähdrescherstadt ziehen zu lassen. Weil Steinkühler ein verdienter Spieler sei, der „viel für den Verein geleistet hat", soll er vor einem Heimspiel noch eine würdige Verabschiedung vor dem Loxtener Publikum bekommen.

Namen & Daten

Zugänge: Philipp Harnacke (Handball Lippe, RR). Abgänge: Paul Blankert (TuS Brockhagen, RR), Sebastian Hölmer (Karriereende, RR), Heiner Steinkühler (TSG Harsewinkel, RR). Kader ohne Zugänge: Marco Possehl, Pascal Welge (beide Tor), Max Harnacke, Nils Patzelt (beide RA), Timo Menger, Jasper Steinlechner; (beide LA), Jan Patzelt, Malte Weigel (beide Kreis), Marian Stockmann, Jan Schröder, Kim Harting, Marlon Meyer, Max Schäper, Simon Schulz (alle Rückraum).Trainer: Dirk Schmidtmeier (im 2. Jahr) Testspiele: 10. August, Menden (H); 14. August, Ahlen (A); 17. August, Harsewinkel (H); 17. August, Ahlen II (H); 24. August, Barnstdorf-Diepholz (H); 31. August, Bissendorf (H); 7. September, Spradow (H).

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