Reinert Open: Viele fleißige Hände machen das Tennisturnier erst möglich

Vom Ballkind bis zur Bewirtung: Ehrenamtliche Helfer sorgen für gute Atmosphäre auf dem Gelände am Caldenhofer Weg.

Heiko Kaiser

Immer am Ball: 51 Ballkinder sammeln, fangen und verteilen die gelben Filzkugeln bei den Reinert Open. Sie wissen auch, wie ein Handtuch gereicht wird. - © Heiko Kaiser, HK
Immer am Ball: 51 Ballkinder sammeln, fangen und verteilen die gelben Filzkugeln bei den Reinert Open. Sie wissen auch, wie ein Handtuch gereicht wird. (© Heiko Kaiser, HK)

Versmold.Entscheidend ist auf’m Platz", lautet eine Fußballweisheit, die auf die Reinert Open jedoch nicht ganz zutrifft. „Entscheidend ist auch um den Platz herum", müsste sie abgewandelt lauten. Denn bevor bei dem Tenniscourt sportliche Entscheidungen fallen können, muss das Umfeld stimmen.

Organisation

Schon zwei Monate nach Ende des Turniers trifft sich ein achtköpfiges Team und plant für das kommende Jahr. Eva-Maria Verdev, Jana Wolf und Janina Peters gehören dazu. Dabei werden tägliche Routinen abgesprochen, das Feld von über 80 Helfern organisiert und die Durchführung des Rahmenprogramms geplant. „Es ist intensiver geworden", sagt Eva-Maria Verdev. Und das liegt in erster Linie an den großen Veranstaltungen am Rande des Turniers. Kelly-Konzert, Wirtschaftsforum oder Friday Night – immer wieder muss das Zelt umdekoriert werden. Nebenbei wird der Shuttle-Service individuell geregelt, der Ablauf blitzschnell angepasst, wenn Regen einen Strich durch die Planungen macht. Nervös sei man nicht. „Die Woche lässt ja gar keine Zeit, um aufgeregt zu sein", sagt Eva-Maria Verdev.

Ballkinder

Die jüngsten, Stina und Lotta, sind gerade acht Jahre und damit halb so alt wie die ältesten Ballkinder. Sechs Wochen lang werden sie einmal wöchentlich auf ihren Einsatz vorbereitet. Sie üben das Rollen, Werfen und Fangen der Bälle ebenso wie das formvollendete Reichen des Handtuchs. „Der Tiebreak ist die Königsdisziplin, weil hier der Aufschlag schnell wechselt und die Kinder besonders aufpassen müssen", sagt Jana Wolf vom Orga-Team. Ihre Tochter Julia, einst selbst Ballkind, und Michaela Wierzbinski betreuen die 51 Kinder. „Sie waren ziemlich aufgeregt, aber nach einem Tag sind sie mit viel Freude dabei", sagt Michaela Wierzbinski. Ein weiterer Vorteil: In der Turnierwoche gab es nach der vierten Stunde schulfrei.

Linienrichter

17 Ehrenamtliche wachen über »In« und »Out« bei den Spielen. Betreut werden sie von Julia Haller. Die Stuttgarterin wurde von der Deutschen Tennis-Schiedsrichter Vereinigung zum Turnier entsandt. „Die Veranstalter wollten eine professionelle Organisatorin", erklärt sie. Ihr Urteil über die Leistungen ihrer Schützlinge: „Dafür, dass es sich hier nicht um professionelle Linienrichter handelt, ist das ein Top-Niveau", findet sie. Unter anderem zählen der Peckeloher Fußballtrainer Markus Kleine-Tebbe und Jan Stoppe, Spieler der zweiten Mannschaft von Tennispark Versmold, zum Linienrichterteam.

Schnippelfleisch und Bier: Klaus Dufhues (von links), Laurin und Guido Heinsch, Björn Drees und Christian Rinderhagen von der Spvg. Versmold sorgen für das leibliche Wohl. - © Heiko Kaiser, HK
Schnippelfleisch und Bier: Klaus Dufhues (von links), Laurin und Guido Heinsch, Björn Drees und Christian Rinderhagen von der Spvg. Versmold sorgen für das leibliche Wohl. (© Heiko Kaiser, HK)

Bewirtung

Die ist ganz in lokaler Hand. Im Festzelt schenken unter anderem die Fußballer der Spvg. Versmold ein und präsentieren ihr traditionelles Versmolder Schnippelfleisch im Brötchen. Rustikales und Tennis, passt das zusammen? „Das läuft wie verrückt", sagt Klaus Dufhues und fügt hinzu: „Die Leute wollen halt was Richtiges auf die Hand." Großer Andrang herrscht auch nebenan, wo Stefanie Bäumker, die einst den Loxtener Dorfladen führte, Kuchen verkauft. Verhalten ist hingegen die Resonanz auf das Garnelen-Angebot des Altstadthotels: Der Versmolder ist halt bodenständig.

Info
Die Spiele am Samstag - Center Court (ab 11.30 Uhr): Anshba/Detiuc – Wachaczyk/Khabibulina; nicht vor 15 Uhr: Schoofs – Hobgarski; nicht vor 17.30 Uhr: Stojanovic – Siegerin aus Bara/Niemeier.
Fuchs Court 2 (nicht vor 18 Uhr): Raina/Schoofs – Kostic/Scholl.
Tillmann’s Court (11 Uhr): Bara – Niemeier.

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