Reinert Open: Hradecká lässt Wachaczyk keine Chance

Tschechin spielt sich bei dem mit 60.000 Dollar dotierten Damentennisturnier in den Favoritenkreis. Versmolder Doppel mit Sieg und Niederlage.

Christian Helmig

Glückwunsch: Julia Wachaczyk (links) musste die Überlegenheit von Lucie Hradecká anerkennen. - © Christian Helmig
Glückwunsch: Julia Wachaczyk (links) musste die Überlegenheit von Lucie Hradecká anerkennen. (© Christian Helmig)

Versmold. Tennisprofis verlieren nicht gerne. Julia Wachaczyk macht da keine Ausnahme. Wortlos stapfte die Westfalenligaspielerin vom TP Versmold nach dem letzten Ballwechsel vom Center-Court. Ihr enttäuschtes Gesicht verriet: Ein wenig mehr als das glatte 1:6, 2:6 hatte sie sich gegen Lucie Hradecká schon ausgerechnet.

Schämen musste sich Wachaczyk für ihre Leistung aber nicht. Vielmehr anerkennen, dass ihre Gegnerin am ersten Hauptfeldtag des mit 60.000 Dollar dotierten Turniers mindestens eine Klasse zu gut für die Nummer 664 der Weltrangliste war. Mit knallharten Aufschlägen und präzisen Schüssen von der Grundlinie – unorthodox, weil auf beiden Seiten beidhändig gespielt – ließ die derzeit auf Rang 280 platzierte Tschechin der Lokalmatadorin keine Chance.

Überraschend kam Hradeckás Galaauftritt indes nicht – auch wenn sie selbst erst nach mehreren Absagen ins Hauptfeld gerutscht war. Die 34-Jährige hat in ihrer Karriere schon auf allen großen Courts dieser Welt gespielt. Und das vor allem im Doppel äußerst erfolgreich: 2011 gewann sie die French Open, zwei Jahre später die US Open. Auch in Wimbledon und bei den Australien Open erreichte die Rechtshänderin jeweils schon das Finale. Keine Frage: In der Form von gestern ist Hradecká mehr als eine Geheimfavoritin auf den Turniersieg.

Ganze 50 Minuten dauerte das ungleiche Duell. Glück im Unglück für Jan Miska. „Jetzt passt unser Zeitplan wieder", sagte der Turnierdirektor. Im bislang längsten Match des Turniers hatte sich zuvor die Belgierin Marie Benoit gegen Jaimee Fourlis aus Australien nach 2:53 Stunden mit 7:6, 1:6, 6:4 durchgesetzt.

Wie Wachaczyk konnten auf dem benachbarten Fuchs-Court auch ihre Teamkolleginnen Julyette und Joëlle Steur den Heimvorteil nicht nutzen. Im Duell der Geschwisterpaare entschied das Versmolder Duo den ersten Durchgang gegen Yana und Tayisiya Morderger mit 6:1 für sich, verlor dann aber den Faden und das Glück. 6:7 und 3:10 endeten die beiden folgenden Sätze aus Sicht von Steur/Steur.

Eine Runde weiter ist dagegen Katharina Gerlach. Die Versmolder Spitzenspielerin siegte mit der Kirgisin Ksenia Palkina gegen das Duo Emily Casteleyn/Teliana Pereira (Belgien/Brasilien) mit 2:6, 6:3, 11:9.

Info
Die Einzel am Mittwoch - Center Court, ab 14 Uhr: Gerlach – Kostova, Niemeier – Detiuc, Ju. Steur – Haas.
Fuchs-Court, ab 13 Uhr: Raina – Kostic, Hobgarski – von Deichmann, Wagner – Stojanovic, Ferrando – Hogenkamp.
Tillmann’s Court, ab 13 Uhr: Bara – Makarova, Shoshyna – Grammatikopoulou.
Court 1, 14 Uhr: Govortsova – Anshba.

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