Sansar vor dem vierten Triumph bei der Nacht von Borgholzhausen

Der 39-Jährige ist am heutigen Samstag in der Lebkuchenstadt wieder einmal der große Favorit über zehn Kilometer. Doch die Konkurrenz ist beachtlich. Bei den Frauen scheint alles möglich.

Christian Helmig

Borgholzhausen. Seine starke Form bewies Sansar erst vor eine Woche. In Oelde kam der zwölffache Hermannslaufsieger hinter zahlreichen Eliteläufern als erster Deutscher ins Ziel und schaute danach ungläubig auf seine Uhr: 30:59 Minuten hatte der Spitzenläufer der LG Lage-Detmold/Bad Salzuflen für die 14 Runden durch die Innenstadt gebraucht. Eine Zeit, die Hoffnung macht, dass er an diesem Samstag auf dem steigungsreichen Kurs von Deutschlands ältestem Citylauf zumindest die 32-Minuten-Marke knacken kann. Dieses Kunststück war Sansar bei seinem Nacht-Hattrick von 2016 bis 2018 noch nicht gelungen.

Internationale Asse wie in Oelde werden in Borgholzhausen zwar nicht erwartet, an hochkarätigen Herausforderern wird es Sansar im mit über 900 Startern besetzten Hauptlauf aber nicht fehlen. Der Osnabrücker Nicolai Riechers, der in Oelde mit 31:19 Minuten direkt hinter Sansar finishte, wird erneut die Verfolgung aufnehmen. Auch Stanley Kogei von der SV Brackwede, vor einem Jahr in 33:40 Minuten Zweiter der Nacht, hat seinen Start angekündigt.

Nightcup-Wertung sorgt für Spannung

Überrundet: Wenn Elias Sansar am Rest des Feldes vorbeifliegt, erntet der Topläufer manchen bewundernden Blick. Foto: Christian Helmig - © Christian Helmig
Überrundet: Wenn Elias Sansar am Rest des Feldes vorbeifliegt, erntet der Topläufer manchen bewundernden Blick. Foto: Christian Helmig (© Christian Helmig)

Für zusätzliche Spannung garantiert die Halbzeitwertung im Nightcup: Im vierten von sechs Läufen möchte Pierre Danelak (SV Brackwede) seine Führung in der Serie mit einer guten Platzziffer vor Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück) verteidigen. Die Lokalmatadoren Ingo Assmann (M 40) und Jan Geisemeier (M 20) vom LC Solbad Ravensberg kommen zwar kaum für Treppchenplätze in Frage, dürfen sich aber des Applauses ebenso sicher sein wie Dr. Karl Krahn. Der Bielefelder vom TuS Eintracht ist mit seinem Geburtsjahrgang 1937 der älteste Starter.

Außenseiterchancen: Solbads Katharina Kloppe. Foto: Claus Meyer - © Claus Meyer
Außenseiterchancen: Solbads Katharina Kloppe. Foto: Claus Meyer (© Claus Meyer)

Bei den Frauen hängt die Favoritenfrage von Anke Esser ab. Sollte die Vorjahressiegerin aus Ostbevern kurzfristig nachmelden, dürfte kein Weg an der Halbmarathonsiegerin von Mainz (1:13:11 Stunden) vorbeiführen – zumal Hermannslaufsiegerin Michelle Rannacher ihre Meldung wegen einer Verletzung kurzfristig zurückgezogen hat.

Katharina Kloppe führt Solbad-Damen an

Verzichtet Anke Esser, scheint das Rennen weitgehend offen. Auf dem Papier wäre Stephanie Strate sicher der Sieg zuzutrauen. Die Brackwederin reist mit einer 10-Kilometer-Bestzeit von 37:03 Minuten an – eine Marke, die langfristig auch Katharina Kloppe anpeilt. Das W 20-Talent aus Versmold gewann im Vorjahr das 5-Kilometerrennen, Ende 2018 hat Kloppe auf der doppelt so langen Distanz mit 39:46 Minuten die 40-Minuten-Marke geknackt.

Damit hat sie gute Chancen, die interne Solbader Meisterschaft zu gewinnen. Für Vereinskollegin Victoria Willcox-Heidner dürfte ohnehin der Nightcup im Vordergrund stehen. Hier führt die W 45-Seniorin die Gesamtwertung derzeit vor Ilona Pfeiffer (W 40) an. In Janna Geisemeier (W 20) und W 50-Ass Sabine Engels hat der Gastgeber weitere heißes Eisen im Feuer. Mit ihrem Triumph 2016 ist Engels neben Ilka Wienstroth vom TSVE Bielefeld (2017 vorn) die zweite ehemalige Nachtsiegerin im Feld.

Ein neuer Name wird derweil im 5-Kilometerrennen ganz vorne stehen. Vorjahressieger Hendrik Pohle vom SV Brackwede hat seine Laufkarriere wie berichtet beendet.

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