Halles Volleyball-Frauen steigen aus der Verbandsliga ab

Volleyball: Das Frauenteam des SC Halle muss sich nach der missglückten Relegation neu aufstellen.

Ekkehard Hufendiek

Karriereende: Jana Kreutzer war in der Relegation zum letzten Mal für Halle am Ball. - © Ekkehard Hufendiek
Karriereende: Jana Kreutzer war in der Relegation zum letzten Mal für Halle am Ball. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Die Enttäuschung war riesig: Schon nach dem Auftaktspiel, das der SC in eigener Halle mit 1:3 (22:25, 21:25, 25:19, 15:25) gegen SG Sande/VoR II verlor, kullerten bei einigen Haller Spielerinnen die Tränen. Die Pleite besiegelte den Abstieg noch vor der bedeutungslosen zweiten Niederlage gegen den BSV Ostbevern (0:3/13:25, 17:25, 17:25). „Sande hat cleverer gespielt und war einfach besser als wir", gab Halles Zuspielerin Anna Rzeha zu.

Die Rückversetzung in die Landesliga hat für den Club weitreichende Folgen: Halles Trainerin Maria Wiedenlübbert beendet ihre Tätigkeit bei der ersten Mannschaft. Eine Nachfolgelösung wird noch gesucht. Zudem hat Diagonalangreiferin Jana Kreutzer ihr Karriereende angekündigt. Verluste, die für den SC nur schwer zu kompensieren sein werden. Dass ein Scheitern möglicherweise zum Abschied mancher Leistungsträgerin führen könnte und eine Neuformierung des Kaders zur Folge hätte, hatte bereits im Vorfeld den Druck auf das Team erhöht.

Neue Saison, neue Chance

Trotzdem kündigte Anna Rzeha fast trotzig an, in der kommenden Saison den sofortigen Wiederaufstieg anzupeilen. Eine Nachwuchshoffnung deutete im Spiel gegen Sande ihr großes Potenzial an: Der kluge Schachzug von Halles Interimscoach Henning Herrndörfer, Magdalena Perstrup von außen in die Diagonale zu stellen, zahlte sich aus: Die Jüngste im Team hämmerte mehrere Schmetterschläge hintereinander ins Feld und verdiente sich ein Sonderlob. Folgerichtig ging der SC mit 15:12 und 17:15 in Führung. Doch danach gewann wieder die Angriffsmaschinerie der SG die Oberhand. Vor allem Sandes Zuspielerin setzte ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene, erst als sie auf der Bank saß, gelang Halle der Gewinn des dritten Satzes. Letztlich aber setzte sich die SG Sande/VoR II verdient durch.

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