TG Hörste oder TuS Brockhagen: Wer wird Meister in der Handball-Landesliga?

Am Samstag entscheidet sich das Aufstiegsrennen zwischen den beiden Altkreis-Vereinen. Als Tabellenführer würde der TuS mit einem Sieg gegen SC Münster alles klar machen

Johnny Dähne

Für Brockhagens Trainer Lokman Direk (links) wäre es der erste Aufstieg mit Brockhagens erster Mannschaft. - © Johnny Dähne
Für Brockhagens Trainer Lokman Direk (links) wäre es der erste Aufstieg mit Brockhagens erster Mannschaft. (© Johnny Dähne)

Brockhagen/Hörste. Diese beiden Vereine im Landesliga-Titelkampf – gab es das nicht schon mal? Die Antwort lautet ja – und es ist noch gar nicht so lange her: In der Spielzeit 2014/15 setzte sich die TG Hörste dank des besseren direkten Vergleichs gegenüber dem TuS Brockhagen durch und stieg in die Verbandsliga auf. Vier Jahre später könnten erneut die Derbys die entscheidende Rolle spielen – diesmal sprechen die Ergebnisse in Summe für den TuS. Eine weitere Parallele: Damals wie heute stehen in Lokman Direk (TuS) und Thomas Lay (TGH) dieselben Verantwortlichen an der Seitenlinie.

Lay macht sich keine großen Hoffnungen, den Aufstieg von damals jetzt zu wiederholen. „Du kannst jetzt schon schreiben, dass es im Vergleich zwischen uns bald 1:1 steht", sagt er. Für Hörstes Coach, der im Laufe der Saison für den erkrankten Christian Blankert einsprang, ist der TuS im Fernduell des letzten Spieltags klarer Favorit. „Bei den Brockhagenern können wir uns nur bedanken. Sie haben uns dazu getrieben, an unsere Leistungsgrenze zu gehen, um die kleine Chance auf die Meisterschaft zu erhalten", erklärt Lay, der mit den »Rothosen« am Samstag um 18 Uhr beim SV Vorwärts Gronau (7.22:28 Punkte) antritt.

Exakt 75 Minuten später wird die Brockhagener Partie gegen den SC Münster (9./21:29 Punkte) angepfiffen, wobei der TuS bei einem TG-Erfolg tatsächlich unter Druck stünde. „Genau das wollen wir als Handballer ja erleben. Am letzten Spieltag Meister zu werden ist doch genau das, wofür wir das Ganze betreiben", sagt Lokman Direk.

„Damals haben wir vielleicht nicht genug investiert"

Brockhagens Trainer geht optimistisch an die Aufgabe heran. „Wenn wir alles in die Waagschale legen, kann es nur einen Sieger geben", sagt der Coach und fordert, dass seine Spieler „noch mal alles aus ihren Körpern rauspressen".

Sollte der Tabellenführer heute mindestens genau so viele Punkte holen wie die TGH, wäre Direks erster Aufstieg mit der ersten Mannschaft des TuS perfekt. Sowohl 2015/16, als der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II vor Brockhagen landete, als auch 2014/15 verpasste er die Meisterschaft nur knapp.„Damals haben wir vielleicht nicht genug investiert. Mit Niederlagen gegen untere Teams, wie beim damaligen Letzten Coesfeld, haben wir es uns selbst verbaut", erinnert sich Direk.

Den direkten Vergleich hätte seine Mannschaft vor vier Jahren trotz der 23:34-Niederlage in Hörste beinahe noch umgebogen: Am 27. Februar 2015 führte Brockhagen 22:12 (40.) und war drauf und dran, sich den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. „Brockhagens Torwart Daniel Plum hat damals sagenhaft gehalten. Er hat uns vor allem viele freie Bälle abgekauft", blickt Thomas Lay auf die Partie vor 400 Fans an der Kellerstraße zurück, die letztlich mit 30:26 an die Gastgeber ging. Sollte es auch in diesem Jahr punktgleich ins Ziel gehen, dürften sie sich in Brockhagen allzu gerne an die direkten Duelle dieser Saison – 19:18 und 23:23 aus TuS-Sicht – erinnern.

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