Reinert Open: Anna-Lena Friedsam erhält die erste Wildcard

Dennis Bleck

Schon dreimal dabei: Anna-Lena Friedsam erreichte bei ihrer bislang letzten Teilnahme in Versmold im Jahr 2015 das Viertelfinale. - © Reinert Open
Schon dreimal dabei: Anna-Lena Friedsam erreichte bei ihrer bislang letzten Teilnahme in Versmold im Jahr 2015 das Viertelfinale. (© Reinert Open)

Versmold. Schon häufig erwiesen sich die Reinert Open als Sprungbrett für Weltklasse-Spielerinnen von morgen. Die Russin Daria Kasatkina etwa schlug als 18-Jährige am Caldenhofer Weg auf und ist nun drei Jahre später die Nummer 22 des WTA-Rankings. Und auch die Serbin Olga Danilovic, die das Tennis-Turnier im vergangenen Jahr gewann, freute sich nur wenig später über ihren ersten Titel auf der Tour.

Unter die hoffnungsvollen Talente mischen sich in Versmold zugleich aber auch immer Spielerinnen, die nicht mehr am Anfang einer verheißungsvollen Karriere stehen. Sondern nach Rückschlägen einen neuen Anlauf nehmen, um gestärkt in die Weltspitze zurückzukehren. So traten im vergangenen Jahr Laura Siegemund und Carina Witthöft die Reise in die Fleischstadt an. Auch Tatjana Maria war schon am Start.

Friedsam pausierte 18 Monate wegen einer Schulterverletzung

In Anna-Lena Friedsam unternimmt die nächste ehemalige Top 50-Spielerin in diesem Jahr den Versuch, über Versmold zu alter Stärke zurückzufinden. Die Veranstalter der Reinert Open unterstützen ihr Vorhaben und vergaben ihre erste Wildcard an die 25 Jahre alte Rechtshänderin, die knapp 18 Monate wegen einer Schulterverletzung kaum Tennis spielen konnte.

„Ich will meinen Wiedereinstieg behutsam aufbauen und nichts überstürzen", sagt Friedsam. Sie wisse, dass sie es wieder nach ganz oben schaffen könne: „Aber ich kann die Belastung nur langsam wieder erhöhen." Bei den deutschen Meisterschaften in Biberach im Dezember gelang ihr ein eindrucksvolles Comeback. Sie gewann das Finale gegen Antonia Lottner.

Auf Teilnahmen an internationalen Turnieren verzichtete sie größtenteils

Mit Teilnahmen an internationalen Turnieren hielt sich Friedsam in diesem Jahr bisher noch zurück. Sie startete beim ITF-Turnier in Altenkirchen sowie in den USA bei den WTA-Turnieren in Miami und Charleston. In den Vereinigten Staaten scheiterte die gebürtige Neuwiederin im Einzel jeweils in der ersten Runde. An der Seite von Sara Sorribes Tormo aus Spanien erreichte sie in Charleston immerhin das Halbfinale der Doppelkonkurrenz.

Dreimal war Friedsam schon bei den Reinert Open am Start, erreichte in den Jahren 2014 und 2015 jeweils das Viertelfinale. In diesem Jahr findet das Turnier vom 8. bis 14 Juli statt.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.