Volleyballer des SC Halle feiern Oberliga-Aufstieg

Aus dem Internet erfährt der Verbandsligist vom vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft. Die Planungen für die neue Saison haben bereits begonnen.

Ekkehard Hufendiek

Meister der Verbandsliga: SC Halles Trainer Bori Rzeha (hinten,von links), Dennis Luckas, Johannes Katzer, Maximilian Köhne, Cedric Dessin, Aaron Geiß, Nico Schlüter und David Rietz sowie Julian Scheller (vorne), Philip Rosenthal, Tejas Kosfeld, Henning Herrndörfer und Michel Thies bejubeln den Aufstieg in die Oberliga. Foto: Ekkehard Hufendiek - © Ekkehard Hufendiek
Meister der Verbandsliga: SC Halles Trainer Bori Rzeha (hinten,von links), Dennis Luckas, Johannes Katzer, Maximilian Köhne, Cedric Dessin, Aaron Geiß, Nico Schlüter und David Rietz sowie Julian Scheller (vorne), Philip Rosenthal, Tejas Kosfeld, Henning Herrndörfer und Michel Thies bejubeln den Aufstieg in die Oberliga. Foto: Ekkehard Hufendiek (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Noch nie hat es eine Haller Mannschaft gegeben, die so gut Volleyball spielt. Der SC hat mit seinem Aufstieg in die Oberliga lokale Sportgeschichte geschrieben. „Ich muss das jetzt erstmal sacken lassen", sagte Trainer Bori Rzeha kurz nach Bekanntwerden der Erfolgsnachricht.

Die ließ am Sonntagabend lange auf sich warten: Direkt nach dem 3:0 (25:21, 25:10, 25:18)-Heimsieg gegen die SG Levern-Rahden versammelten sich die Spieler ungeduscht vor der Sporthalle Masch. Michel Thies hatte seinen Grill mitgebracht und Würstchen aufgelegt. Bierflaschen wurden herumgereicht. Die Spieler stießen auf den Sieg an. Niemand rechnete anscheinend mit etwas Besonderem. „Noch sind wir nicht durch", mahnte Rzeha zur Zurückhaltung. Einige Spieler zückten ihre Handys, um zu sehen, ob das Ergebnis FC Augustdorf schon im Netz erschienen war. Das ließ auf sich warten – ein gutes Zeichen. Denn der einzige Verfolger brauchte einen schnellen, klaren Sieg, um Halle den Aufstieg noch streitig machen zu können.

Zwei Spieler waren schon 2012 in der Bezirksliga dabei

Als das Ergebnis endlich in im Netz auftauchte, brach Jubel aus. Augustdorf hatte mit 2:3 verloren – Halle stand als Meister fest. „Plötzlich flippten alle aus", erzählt der Trainer. Cedric Dessin und Tejas Kosfeld verteilten Sektduschen. Henning Herrndörfer, der schon auf dem Nachhauseweg war, kehrte wieder um. Die Spieler skandierten im Chor: „Oberliga Oberliga, Oberliga" und „Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg". Dazu haute Mittelblocker Johannes Katzer rhythmisch auf die Pauke.

Bori Rzeha begründete den historischen Erfolg mit einer starken Teamleistung: „Das Zusammenspiel hat in dieser Saison wunderbar geklappt." Er hatte das Team 2012 in der Bezirksliga übernommen. „Dass das bis in die Oberliga geht, hatte ich damals natürlich nicht gedacht". Aus dem Team von damals sind Maximilian Köhne und Philip Rosenthal bis heute geblieben. Viele Spieler kamen im Laufe der Zeit von außerhalb dazu. Positiv habe sich zuletzt etwa die Verpflichtung von Herrndörfer ausgewirkt, der mit seiner Erfahrung schnell in die Kapitänsrolle schlüpfte. „Er dirigiert die Spieler auf dem Feld, das hat uns ungemein geholfen", lobt Rzeha. Über Zuspieler Kosfeld und den sprunggewaltigen Rosenthal ließ der Trainer durchblicken, das beide durchaus noch höher spielen könnten.

Rzehas Wunsch: ein Kracher für den Außenangriff

Über Verstärkungen denken die Verantwortlichen schon jetzt nach: Einen „Kracher" für den Außenangriff wünscht sich Rzeha – oder einen neuen Trainer. „Jetzt kommen noch viel mehr taktische Dinge ins Spiel." Je höher eine Mannschaft komme, desto gewiefter müsse auch der Trainer sein. Rzeha kann sich deshalb durchaus vorstellen, demnächst nur noch als Co-Trainer aufzutreten.

In der Oberliga erwartet die Abteilung sicher eines: höhere Kosten. Die Fahrten werden weiter, die Schiedsrichter teurer. 1.000 Euro haben die Haller schon in der laufenden Verbandsliga-Saison für die Unparteiischen gezahlt. Immerhin muss der Verein demnächst kein Schiedsgericht mehr stellen. Ab der Oberliga kümmert sich der Verband darum.

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