Sonne statt Regen: Warum dieser Haller Profigolfer nach Mallorca geflohen ist

Dennis Bleck

Genießt die Sonne Mallorcas: Julian Kunzenbacher trainiert auf der Ferieninsel. - © Stefan Heigl
Genießt die Sonne Mallorcas: Julian Kunzenbacher trainiert auf der Ferieninsel. (© Stefan Heigl)

Halle. Julian Kunzenbacher wollte dem deutschen Winter entfliehen und dem miesen Wetter der vergangenen Tage den Rücken kehren. Statt Sturm und Regen sehnte er sich nach Sonne und Wärme. Mallorca statt Altkreis hieß es für den 26-Jährigen, der auf der Balearen-Insel aber nicht seinen Urlaub verbringt, sondern seinem Beruf nachgeht.

Kunzenbacher ist Profigolfer. Auf der Ferieninsel bereitet er sich auf die Saison vor, die in gut sechs Wochen beginnt. Zwei Vorbereitungsturniere Anfang März zeigten ihm, dass er bis zum Start noch reichlich Trainingseinheiten benötigt. Da passte es ihm gar nicht, dass es gestern auch auf der Sonneninsel regnete.

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Kunzenbacher arbeitet am Gefühl im Umgang mit dem Schläger

„Das ist aber die Ausnahme", sagte Kunzenbacher gut gelaunt ins Telefon: „Schon morgen werden wieder 20 Grad und Sonne erwartet." Seit Anfang der Woche ist der Altkreis-Sportler auf Mallorca. Noch bis Dienstag will er bleiben. „Ich hoffe, dass das Wetter in Deutschland dann etwas besser ist – sonst fliege ich schnell wieder zurück", sagte er und lacht.

Derzeit arbeitet Kunzenbacher in Südeuropa an seinem Spiel. Nach der Winter- und Wettkampfpause fehlt es ihm noch am Gefühl im Umgang mit dem Schläger. „Man muss erst wieder reinkommen", stellte er fest. Das erste Turnier im Jahr 2019 verlief daher auch ernüchternd.

Bei den Open Madaef Golfs in Marokko landete Kunzenbacher auf Platz 43. „Das ist nicht mein Standard", sagte er angriffslustig. Und obwohl er zwei Tage später bei einem weiteren Wettkampf in Marokko schon wieder den siebten Platz erreichte, war er auch dort nicht zufrieden. „Auch da habe ich einige einfache Schläge verpatzt", ärgerte er sich. Trotzdem ist Kunzenbacher zuversichtlich, seine gesteckten Ziele zu erreichen.

Ob er in diesem Jahr für den GCTW spielt, ist noch offen

Auch in diesem Jahr versucht der Spitzenspieler des Haller Golf-Clubs das Ticket für die European Tour zu lösen und zur internationalen Elite aufzusteigen. Ausschlaggebend hierfür sind gute Ergebnisse auf der European Challenge Tour. „Wenn ich an meinen Defiziten arbeite, habe ich gute Chancen am Ende einen der begehrten Plätze zu ergattern", erklärte der Altkreissportler des Jahres 2014.

Ob er hingegen in dieser Saison für den Golf Club Teutoburger Wald (GCTW) in der zweiten Liga an den Start geht, ist noch offen. „Leider kollidieren die Spieltage mit meinen Turnieren, die ich spielen werde", sagte Kunzenbacher. Der 26-Jährige lässt sich allerdings als Reservespieler aufstellen, um vielleicht doch noch spontan eingreifen zu können. „Aber selbst wenn ich in diesem Jahr zu keinem Liga-Einsatz komme, hab ich vollstes Vertrauen in die Mannschaft", sagte er. Das Team von Trainer Ralf Berhorst sei mittlerweile so breit und stark aufgestellt, dass es wohl auch als Aufsteiger problemlos die Liga halten könne.

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