Loxten bezwingt Gladbeck deutlich

Handball-Oberliga: 500 Zuschauer in der Sparkassen-Arena sehen, wie die Sportfreunde beim 38:22 (19:11) über VfL Gladbeck den höchsten Saisonsieg feiern. Sie festigen so Platz vier

Max Maschmann

Überzeugende erste Hälfte: Rückraumspieler Marlon Meyer war von Gladbecks Abwehr nicht zu stoppen und traf viermal. - © Max Maschmann
Überzeugende erste Hälfte: Rückraumspieler Marlon Meyer war von Gladbecks Abwehr nicht zu stoppen und traf viermal. (© Max Maschmann)

Loxten. „Sebastian, die zweite Halbzeit wird deine", klang es vor Wiederanpfiff aufbauend von der VfL-Bank. Zuspruch konnte der genannte Sebastian Büttner in diesem Moment gut gebrauchen. Für den glücklosen Torwart und dessen Teamkollegen des früheren Drittligisten war es bis dahin ein gebrauchter Tag – und daran sollte sich auch nichts ändern. Insgesamt 38 Mal mussten Büttner und der später eingewechselte Philipp Korona die Kugel aus dem Netz holen – der höchste Loxtener Saisonsieg war perfekt.

„Damit haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt und die Niederlage gegen Soest vergessen gemacht", sagte Loxtens Trainer Dirk Schmidtmeier und legte die bittere 25:34-Pille beim vorigen Heimauftritt so endgültig zu den Akten. Wirklich überraschend war die Deutlichkeit des Loxtener Sieges angesichts der Gladbecker Personalsorgen aber nicht. In Max Krönung, Björn Sankalla, Dustin Dalian und Fynn Blißenbach fehlten den Gästen vier wichtige Rückraumspieler. Speziell Krönung – im Hinspiel mit zehn Toren maßgeblich am 25:23-Sieg beteiligt – wurde bei den Gästen vermisst. „Wir wollten Loxten ins sechs gegen sechs bekommen, was wir wegen leichtfertiger Ballverluste aber nicht geschafft haben. Deshalb waren 70 Prozent unserer Gegentore auch Gegenstöße", sagte VfL-Trainer Sven Deffte.

Info
SF Loxten - VfL Gladbeck 38:22 (19:11)

Loxten: Welge (1.-38.), Possehl (39.-60.); Schäper (4), Menger (2), Stockmann (2), Hölmer (2), Harting (3), J. Patzelt (3), Weigel (2), N. Patzelt (5), Steinkühler (2), Schulz (3/1), Meyer (5) und Schröder (5).
Gladbeck: Büttner (1.-38.), Korona (39.-60.); Brockmann (8), Kunze, Krönung, Bach (3), Dalian, Giesbert (3/3), Dervisevic (1), Janus (4/1), Krause, Müller (1), Winkelmann (1), Kalhöfer (1).
Zeitstrafen: 5:5 – Schäper (2), Menger, N. Patzelt, Steinkühler; Dervisevic (2), Janus, Müller, Winkelmann.
Siebenmeter: 1/1:5/4 – Janus scheitert an Welge.
Schiedsrichter: Cyffer/Wiebusch (Hagen).
Zuschauer: 500.

Bis zum 3:3 (6.) durch Felix Brockmann war Gladbeck noch auf Augenhöhe. Danach aber brauste der SFL-Express auf und davon. Dank der griffigen 5:1-Formation mit Timo Menger und Max Schäper als Speerspitzen sowie dem gut parierenden Pascal Welge (elf Paraden) dahinter, setzten die Hausherren die Gäste aus dem Ruhrgebiet massiv unter Druck und kamen oft zu Ballgewinnen. „Ich hatte nicht gedacht, dass die Deckung so gut funktionieren würde", räumte »Schmidti« etwas verblüfft ein, der diesmal auf die Außenspieler Max Harnacke und Jasper Steinlechner verzichtet hatte.

Speziell zwischen der 16. und 18. Minute sorgten die »Frösche« mit hohem Tempo für die Vorentscheidung. Menger (2), Nils Patzelt und Sebastian Hölmer trafen dabei jeweils im Konter. Als Hölmer kurz darauf zum 13:4 (19.) einnetzte, deutete sich an, wohin die Reise für Gladbeck an diesem Tag gehen würde. Loxten wechselte fortan fleißig, verteilte die Spielzeit auf alle Schultern und unterhielt sein Publikum mit Kabinettstückchen.

Harting kann es auch von Rechtsaußen

Heiner Steinkühler etwa bediente Nils Patzelt, der per Kempa von der Eckfahne zum 23:13 (39.) traf. Da Welge und der eingewechselte Possehl in der zweiten Hälfte bis zum 25:13 (42.) nur zwei Tore von der Marke zuließen, wuchs das Torepolster. Vorne trafen die »Frösche« aus allen Lagen – und von ungewohnten Positionen. Max Schäper überzeugte etwa mit drei Toren von Linksaußen, Kim Harting traf von der rechten Seite und vom Kreis. Schmidtmeier: „Wichtig war mir, dass wir weiter nach vorne gespielt haben und ich alle einsetzen konnte."

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