Steinhagens Moritz Wieland startet nach seinem Auslandssemester wieder voll durch

Dennis Bleck

Beeindruckende Landschaften: Moritz Wieland hat in Kanada nicht nur für die Uni gelernt – auch zum Reisen hatte er Zeit und die Rocky Mountains besucht. - © Moritz Wieland
Beeindruckende Landschaften: Moritz Wieland hat in Kanada nicht nur für die Uni gelernt – auch zum Reisen hatte er Zeit und die Rocky Mountains besucht. (© Moritz Wieland)

Steinhagen. Moritz Wieland trägt lieber Stollen als Kufen unter den Schuhen. Auch ein halbes Jahr in Kanada änderte an dieser Einstellung nichts. Zwar hat sich der 24 Jahre alte Defensivspieler der Spvg. Steinhagen während seines Auslandsemesters auf Schlittschuhen versucht, aber ein Eishockeycrack wurde er nicht. Dafür hat er viele andere schöne Dinge erlebt.

Mitte August war der Student nach Nordamerika geflogen, im Januar diesen Jahres kehrte er nach Deutschland zurück. Die gute Hinrunde seines Clubs verpasste er fast komplett. Einzig beim 3:1-Heimsieg über den TBV Lemgo stand Wieland 45 Minuten auf dem Feld. Zur Wintervorbereitung stieg der Borgholzhausener wieder ins Training beim Bezirksliga-Zweiten ein. Sein erstes Pflichtspiel in 2019 lief nahezu perfekt – trotz turbulenter Zeiten.

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Wieland feiert perfektes Comeback

„Beobachter würden von einem Einstand nach Maß sprechen", sagt Wieland und lacht. Beim 3:1-Erfolg über den SV Avenwedde traf der Verteidiger per Kopf. Ein weiteres Tor bereitete er vor. „Der Sieg war eine große Erleichterung für uns", sagt Wieland. Nach dem plötzlichen Rücktritt von Tobias Brockschnieder (das HK berichtete) herrschte Unruhe im Verein. „Wir standen etwas unter Druck", gibt er zu. Was genau vorgefallen ist – auch während des ersten Saisonteils weiß Wieland nicht. „Dafür war ich zu weit weg", sagt er. Zwar habe er in Kanada im ständigen Kontakt gestanden, aber eben auch die rund sechs Monate genossen.

Denn obwohl es sich um ein Auslandsemester handelte und Wieland viel Zeit in der Universität verbrachte, hatte er auch die Möglichkeit, durch Kanada zu reisen. Toronto, Vancouver, die Rocky Mountains. „Das war beeindruckend", sagt Wieland, der ab Mitte Dezember auch noch rund einen Monat durch die USA und Mexiko tourte. Überhaupt hat er die Zeit im Ausland ausgekostet. „Das hat meine Persönlichkeit gestärkt", erklärt er. Mittlerweile hat der Alltag ihn aber wieder.

Im Sommer geht er den nächsten Schritt

Derzeit lernt Wieland an der FH in Bielefeld für die Klausurenphase Ende März. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen, ist im sechsten Semester und will – so sein Plan – in etwa einem Jahr die Bachelorarbeit schreiben. Beruflich befindet sich Wieland auf einem guten Weg und auch sportlich steht der nächste Schritt kurz bevor.

Ruhepol: Steinhagens Moritz Wieland - © Foto: Christian Helmig
Ruhepol: Steinhagens Moritz Wieland (© Foto: Christian Helmig)

Ab Sommer wird er – wie berichtet – das Trikot des Landesligisten SC Peckeloh tragen. „Nach vier Jahren in Steinhagen war es an der Zeit, etwas neues auszuprobieren", begründet er diesen Wechsel. Bis es soweit ist setzt Wieland alles daran, mit Steinhagen Tabellenplatz eins zu erreichen. „Ich glaube, dass wir das Potenzial haben, Meister zu werden", sagt er selbstbewusst. Auch wenn ich die Liga nicht kenne, traue ich unser Mannschaft das zu", ergänzt Wieland, für den ab jetzt jede Partie ein Hinspiel ist. Schon am Sonntag schnürt er erstmals gegen SW Sende seine Treter. Natürlich nicht die Schlittschuhe.

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