Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen gelingt Befreiungsschlag

Beim 35:25-Erfolg gegen TuS Nettelstedt II setzt Steinhagen auch auf altgediente Akteure, die der Partie ihren Stempel aufdrückten

Johnny Dähne

Überlegen: Joachim Vogel (rechts) und die Spvg. Steinhagen haben das Kellerduell gegen Nettelstedt II eindrucksvoll gewonnen. - © Johnny Dähne
Überlegen: Joachim Vogel (rechts) und die Spvg. Steinhagen haben das Kellerduell gegen Nettelstedt II eindrucksvoll gewonnen. (© Johnny Dähne)

Steinhagen. Triumphierend hielt Steinhagens Kapitän Jan Phillip Lindemann seinem Trainer Torben Gottsleben einen 20-Euro-Schein vor die Nase. „Haben wir vom Vorstand bekommen", erklärte der umsichtige Regisseur wenige Minuten nachdem das 35:25 (15:13) festgezurrt war. Seine Leistung sowie die seiner Teamkollegen war – umgerechnet ins Tabellenbild – unbezahlbar.

„Warum nicht immer so? Genau diese Frage haben wir uns nach dem Abpfiff auch gestellt", sagte Steinhagens Coach Michael Bohnemeier mit einem Grinsen auf den Lippen. Die Erleichterung bei allen Spielern und Verantwortlichen in rot-weiß war groß. Der Druck war hoch vor dem Kellerduell, ein Sieg wurde zur Pflicht erklärt.

Dass es am Ende nicht nur zu zwei Punkten reichte, sondern eine Machtdemonstration wurde, lag neben den etablierten Akteuren Dennis Strothmann (neun Tore), Jan Phillip Lindemann (6) und dem gerade in der Anfangsphase nicht zu haltenden Leonhard Janzen (5) auch an Christian Blankert. „Er ist ja nicht nur als Spieler auf dem Platz wichtig, sondern auch in den Stunden davor für die richtige Motivation im Team", erklärte Bohnemeier zum Routinier, der zu Beginn der zweiten Halbzeit das Parkett auf der Linksaußenposition betrat und neben seinen drei Toren den emotionalen Leader des Teams gab.

Zwei Mal Blankert, zwei Mal Kevin Kasper sowie ein Mal Jan Phillip Lindemann und Dennis Strothmann: Das Quartett sorgte mit seinen Treffern in sieben Minuten nach Wiederanpfiff für einen 6:1-Lauf, der die 15:13-Halbzeitführung in die Höhe schnellen ließ. Beim 21:14 (37.) nahm die Zweitliga-Reserve eine für den Spielverlauf folgenlose Auszeit. „Unsere 6-0-Abwehr hat richtig gut funktioniert.

Dazu haben wir Nettelstedts schlechte Rückwärtsbewegung ausgenutzt", erläuterte Bohnemeier mit Blick auf Spvg.-Rechtsaußen Dennis Strothmann, der mit vier Toren in den letzten zehn Minuten an seinem persönlichen Torekonto drehte. Dass sich neben Blankert auch zwei weitere Helden der Vergangenheit glänzend einfügten, rundete den tollen Tag am Cronsbach ab: Sowohl Christoph Lewanzik mit einem Kurzeinsatz vor der Pause sowie Torwart Daniel Haedecke mit zwei gehaltenen Bällen inklusive Gegenstoßpass auf Blankert ließen die Kulisse toben.

Steinhagen: Köhne (1.-60.), Haedecke (54-60. und bei zwei 7m); Strothmann (9), Lindemann (6/1), Janzen (5), Kasper (5), Ansorge (4), Blankert (3), Vogel (3), Peperkorn, Lewanzik, Lünstroth, Wagner.

Nettelstedt: Hucke (1.-60.), Herrmann; Glöckner (7), Thielking (6/5), Nedeljkovic (3), De Faria Baricelli (3), Schmidt (2), Kruse (2), Spreen (1), Byczynyki (1), Pohnke, Winkler.

Zeitstrafen: 3:4 – Janzen, Lindemann, (2); Pohnke (3), Kruse.

Siebenmeter: 2/2:5/6.

Schiedsrichter: Maiwald/Schiwek.

Zuschauer: 250.

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