Haller Volleyballer stoßen das Tor zur Oberliga weit auf

Der Verbandsligist gewinnt das Spitzenspiel gegen den FC Augustdorf mit 3:1. Das Frauen-Team der Lindenstädter besiegt das Kellerkind SV 1860 Minden mit dem gleichen Resultat

Ekkehard Hufendiek

Siegerjubel: Die Spieler des SC Halle gewinnen das Spitzenspiel der Verbandsliga gegen den FC Augustdorf mit 3:1. Anschließend tanzen sie im Kreis. - © Ekkehard Hufendiek
Siegerjubel: Die Spieler des SC Halle gewinnen das Spitzenspiel der Verbandsliga gegen den FC Augustdorf mit 3:1. Anschließend tanzen sie im Kreis. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Der Verbandsligist gewinnt das Spitzenspiel gegen den FC Augustdorf mit 3:1. Das Frauen-Team der Lindenstädter besiegt das Kellerkind SV 1860 Minden mit dem gleichen Resultat.

Verbandsliga

SC HalleFC Augustdorf 3:1 (20:25, 25:21, 25:21, 25:18)

Kein Team scheint den SC Halle derzeit stoppen zu können. Den dicksten Brocken auf dem Weg zum Meistertitel räumten die Spieler um den stark aufspielenden Mittelmann Dennis Luckas am Freitagabend mit einer willensstarken Energieleistung aus dem Weg. 100 Zuschauer verfolgten das hochklassige Duell der zwei Spitzenteams in der Sporthalle Masch. Die Anhänger aus Augustdorf waren zahlenmäßig sogar überlegen. Entsprechend lautstark fiel ihre Unterstützung aus. Vermutlich auch deshalb zauderten die Haller zunächst im ersten Satz bei eigenen Angriffen. Oft stellten sie den Block falsch. Es schien so, als ließen sich Zuspieler Tejas Kosfeld und Co. von der athletischen Wucht der Gäste beeindrucken.

Erst im zweiten Satz streiften die Gastgeber ihre Nervosität ab. Sicher und aufschlagsstark agierte etwa Halles Außenangreifer Henning Herrndörfer. Schnelle Angriffe durch die Mitte flogen den Gästen um die Ohren. Neben Dennis Luckas trumpfte nun auch Mittelblocker Nico Schlüter auf. Er ließ sich vom besten Spieler auf dem Feld, Tejas Kosfeld, perfekt in Szene setzen.

Die Augustdorfer verloren die Kontrolle über das Spiel und kassierten im vierten Satz wegen Meckerns vom strengen Schiedsgericht zudem eine rote Karte. Die zog einen Punktverlust nach sich. Am Ende bejubelte der SC den verdienten Sieg mit einem Mannschaftshechtbagger vor den heimischen Fans.

SC Halle - Telekom Post SV Bielefeld III 3:0 (32:30, 25:23, 25:19)

Im anschließenden Sonntagsspiel bekam der SC Probleme, die eigene Anspannung hoch zu halten. Dass es dennoch zu einem 3:0-Sieg reichte, lag an der routinierten Angriffsmaschine, die ein ums andere Mal punktete. Immer wieder prügelte etwa Aaron Geiß diagonal am Block vorbei – einmal sogar so schräg, dass der Ball im Dreimeterraum landete. „Mit dem Sieg gegen Augustdorf haben wird das Tor zur Oberliga weit aufgestoßen. Wir können uns jetzt nur noch selber schlagen. Trotzdem müssen wir den Ball flach halten“, zog Bori Rzeha Bilanz.

Bezirksliga

TSV Oerlinghausen – SC Halle II 3:0 (25:17, 25:22, 25:23)

„Unsere Annahme war einer Spitzenmannschaft nur teilweise würdig“, sagte Halles Spielertrainer Björn Kraneberg. Das fehlen der Haller Mittelangreifer Patrick Buske und Frank Leitenberger konnte der SC Halle nicht kompensieren. Zudem hatte sich der TSV laut Kranenberg im Vergleich zum Hinspiel personell deutlich verstärkt. „Die waren einfach besser als wir“, sagte er.

SG Quelle/ Bethel – Spvg. Steinhagen 1:3 (27:25, 19:25, 15:25, 14:25)

Der Gegner liegt den Steinhagenern offenbar. Schon in der vergangenen Spielzeit hat die Spvg zweimal gegen die SG gewonnen. Nach anfänglicher Unsicherheit fuhr das Steinhagener Team um Hauptangreifer Christian Rodzga sicher und problemlos den dritten Saisonsieg ein.

Frauen-Verbandsliga

SV 1860 Minden – SC Halle 1:3 (25:21, 13:25, 19:25, 20:25)

„Im ersten Satz lief erstmal gar nichts bei uns zusammen“, berichtete Halles Zuspielerin Anna Rzeha. Wie ein chaotischer Haufen habe ihre Mannschaft gespielt. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt aber grundlegend. „Wir haben dann das Spiel übernommen“, berichtete Rzeha weiter. Vor allem offenbarte der SV 1860 Minden eklatante Annahmeprobleme: Mindens Libera musste mit Krücken von der Bank aus zusehen. So sei beim Gastgeber fast nichts ordentlich nach vorne gekommen. Im vierten Durchgang brachte Halles Trainerin Maria Wiedenlübbert die junge Magdalena Perstrup zum Einsatz. „Die ließe es dann bis zum Schluss ordentlich krachen“, lobte Halles Zuspielerin ihre Teamkollegin.

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