Volleyball-Verbandsligisten kehren mit Siegen heim

Die zwei Verbandsligisten kehren mit Siegen heim – einmal gänzlich unerwartet.

Ekkehard Hufendiek

Fingerspitzengefühl: Johannes Bismayer vom Landesligisten SC Halle II legt in der Mitte einen Ball über den Block. - © Ekkehard Hufendiek
Fingerspitzengefühl: Johannes Bismayer vom Landesligisten SC Halle II legt in der Mitte einen Ball über den Block. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Die zwei Verbandsligisten kehren mit Siegen heim – einmal gänzlich unerwartet.

Verbandsliga

SV Blau-Weiß Aasee III – SC Halle 0:3 (19:25, 12:25, 26:28)

Halles Trainer Bori Rzeha hatte vor der Begegnung vollmundig verkündet: „Alles andere als ein 3:0-Sieg wäre eine Schande.“ Fast hätten seine Schützlinge ihm die Schande eingebrockt. Denn im dritten Satz musste der Spitzenreiter gegen den Tabellenvorletzten aus dem Münsterland in die Verlängerung. „Das war ein bisschen viel Gedaddel. Gegen so einen Gegner kannst du keine richtige Spannung aufbauen“, erklärte Rzeha die Schwächephase. Die Angreifer des Aufsteigers ärgerten den SC mit gelegten Bällen und nervigem Blockanschlagen. Die Haller mussten zudem auf Philip Rosenthal verzichten, der sich den Hals verrenkt hatte. Ihn vertrat der Linkshänder Maximilian Köhne. Kennzeichnend für das gesamte Duell war der letzte Punkt: Ein Spieler des Gastgebers pritschte den Ball aus dem Hinterfeld einen Meter weit ins Aus.

Bezirksliga

SC Halle II – Telekom Post SV Bielefeld VI 3:0 (25:14, 26:24, 25:12)

Gleich dreimal in einem Satz düpierte Halles Zuspieler Fynn Sprenger die Gäste aus Bielefeld mit einem altbekannten Stellertrick: Er pritschte den zweiten Ball seitlich übers Netz mitten ins Feld auf die Position sechs, den verwaisten Marktplatz der Bielefelder. Die reagierten konsterniert, blickten sich fragend an, während die Knieschoner nicht zum Einsatz kamen. Insofern schien der Sieg für den aktuellen Tabellenführer der Bezirksliga SC Halle II nie wirklich in Frage zu stehen. „Pattrick war heute eine Bank“, lobte Halles Spielertrainer Björn Kranenberg seinen routinierten Mittelangreifer Patrick Meinicke. Trotzdem war der Trainer nicht hundertprozentig zufrieden: „Die Außen agierten mit Licht und Schatten“, urteilte er. Doch im letzten Satz meisterte der SC seine Aufgabe sehr souverän und am Ende jubelten die Spieler vereint. Sie brüllten die Freude über den Heimsieg heraus: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey hey hey.“

Frauen-Verbandsliga

RC Sorpesee II – SC Halle 2:3 (21:25, 25:20, 24:26, 25:22 6:15)

Die Frauen des SC Halle sind unberechenbar. Nach den letzten drei sehr schwachen Auftritten gegen eher schwächere Verbandsligateams schien die Mannschaft von Trainerin Maria Wiedenlübbert auswärts gegen den Tabellenvierten völlig chancenlos zu sein. Doch Halles Frauen widerlegten die Prognose: „Jeder hat im richtigen Moment gepunktet“, berichtete Halles Zuspielerin Anna Rzeha hocherfreut. Mal sei es Jessica Wenzel gewesen, mal Anja Studt und mal Jana Kreutzer, die sich im Angriff durchsetzten. Auch das Zusammenspiel zwischen ihr und Mittelangreiferin Julia Stötefalke klappte wieder bestens. „Wir hätten sogar drei Punkte holen können“, erzählte sie weiter. Doch der SC versemmelte laut Anna Rzeha „locker mehr als 20 Aufschläge“. Im fünften Satz allerdings marschierte der SC und ließ dem Gastgeber keine Chance mehr. In einem aktuellen Facebookvideo haben die Spielerinnen ihre Freude über den Coup festgehalten: Dort grölen sie nach anfänglichem Kreischen am Ende gemeinsam im Chor: „Hier – regiert – der S-C-H“.

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