Volleyballerinnen des SC Halle fehlt es an Selbstvertrauen

Die Frauen des SC Halle agieren im Kellerduell der Verbandsliga kraftlos. Die beiden Männermannschaften dagegen grüßen nach glatten Siegen jeweils von Platz eins

Ekkehard Hufendiek

Glücklos: Anna Rzeha (links) und Veronique Herrndörfer vom SC Halle stemmen sich Mindens Nummer 4 entgegen. Doch die schlägt am Block vorbei. - © Ekkehard Hufendiek
Glücklos: Anna Rzeha (links) und Veronique Herrndörfer vom SC Halle stemmen sich Mindens Nummer 4 entgegen. Doch die schlägt am Block vorbei. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Die Frauen des SC Halle agieren im Kellerduell der Verbandsliga kraftlos. Die beiden Männermannschaften dagegen grüßen nach glatten Siegen jeweils von Platz eins.

Verbandsliga

SC Halle – TSC Gievenbeck III 3:0 (25:16, 25:21, 25:19).

Die Haller Siegesserie hält an. Sechsmal in Folge hat der SC jetzt als Sieger das Feld verlassen. Die sehr jungen und unerfahrenen Gäste aus Münster kamen für einen Satzerfolg nicht in Frage. Halles Trainer Bori Rzeha sagte: „Wir haben im Angriff fast fehlerlos agiert.“ Die Blockspieler entschärften zahlreiche Schmetterschläge des gefährlichsten Mindener Diagonalangreifers. Stark spielte Tejas Kosfeld auf der Liberoposition, der seine Kollegen David Rietz und Julian Scheller im Zuspiel perfekt bediente. Der zuletzt überzeugend auftretende Außenangreifer Michel Thies kam derweil nicht zum Einsatz. Mittelmann Nico Schlüter blieb gleich ganz zu Hause. Der SC kann es sich erlauben, weil der große und ausgeglichene Kader jede vermeintliche Schwachstelle sofort wieder mit hoher Qualität ausfüllt. Halles abgeklärter Außenangreifer Henning Herrndörfer hält den Hinweis dennoch für verfrüht, sein Team könne schon jetzt für die Oberliga planen: „Es ist noch ein sehr langer Weg“, sagte er nach Spielende.

Bezirksliga

SG Quelle/Bethel – SC Halle II 0:3 (21:25, 14:25, 19:25).

Wie von Spielertrainer Björn Kranenberg vor dem Spieltag erhofft und erwartet, hat die Haller Reserve die Tabellenführung übernommen. Gegen den Tabellenletzten reichte seinem Team eine solide Vorstellung. Fynn Sprenger und Björn Kranenberg wechselten sich ohne Qualitätsverlust im Zuspiel und im Diagonalangriff ab. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Kranenberg. Zwar haperte es in der Annahme, erfreulich aber war, dass die drei Außenangreifer Tim Waterbör, Boris Köring und Mustafa Huzori zahlreiche Punkte im Angriff erzielten. Letzterer erhielt vom Trainer ob seiner Schlaghärte sogar ein Sonderlob. „Die haben das ganz wunderbar gemacht“, lobte Kranenberg seine drei fleißigsten Punktesammler.

Frauen-Verbandsliga

SC Halle – 1. VC Minden 1:3 (24:26, 25:22, 20:25, 19:25).

Im Vorfeld schienen die Minderenrinnen für Halle durchaus schlagbar. Doch zwei überdurchschnittlich starke Angreiferinnen in den Reihen der Gäste von der Weser reichten aus, um den SC Halle für längere Zeit in den Abstiegskampf zu verdammen. Fortan sind es noch drei Teams, die sich wohl um den Verbleib in der Liga streiten: SV 1860 Minden, SC Halle und Gütersloher TV. Der ursprüngliche Haller Plan, aus den Spielen gegen Massen und Minden ein Punkte zu holen, ist gescheitert. Die Spielerinnen von Trainerin Maria Wiedenlübbert produzierten ungewöhnlich viele Eigenfehler, und sie verfehlten bei eigenem Aufschlag die drei schwachen Annahmespielerinnen der Gäste. Zudem baggerten sie mehr als einmal »Dankebälle« unpräzise ans Netz und kämpften in der Folge mit zahlreichen Abstimmungsproblemen. „Es fehlt an Selbstvertrauen. Es ist zurzeit keine Kämpfermentalität da“, beklagte Halles Zuspielerin Anna Rzeha. Den unglücklichen Verlust des ersten Satzes nehme sie nach zwei eigenen Fehlern auf ihre Kappe.

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