Halle und Versmold starten in die Hallenrunde

Tennis: TC BW Halle und TP Versmold kämpfen in der Hallenrunde um den Westfalenmeistertitel. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen kommt es gleich am ersten Spieltag zu richtungweisenden Partien

Christian Helmig

Ziel vor Augen: Justin Eleveld und TC BW Halle möchten wieder um die Westfalenmeisterschaft mitspielen. - © Philipp Kreutzer
Ziel vor Augen: Justin Eleveld und TC BW Halle möchten wieder um die Westfalenmeisterschaft mitspielen. (© Philipp Kreutzer)

Damen-Westfalenliga

Ladies first: Da der Westfalenmeister bei den Damen statt in bisher zwei nun in einer großen Gruppe ausgespielt wird, startet die Saison eine Woche vor den Herren. Am Sonntag, 18. November, empfängt der TC BW Halle im TC Deuten einen Geheimfavoriten im Sportpark. Gelingt dem Quartett Jainy Scheepens, Anna-Lena Linden, Derya Turhan und Tanja Klee ein Sieg, könnte es auf ein »Endspiel« am 16. Februar bei Vorjahressieger TC Union Münster hinauslaufen. Dazwischen liegen fünf weitere mehr oder wenige anspruchsvolle Partien. „Das Gefälle in der Gruppe ist groß", sagt Sport-Vorstand Thorsten Liebich. Als Joker könnte sich Nora Niedmers entpuppen. Der Bundesligaspielerin vom TC Ludwigshafen gefiel bei den Ritzenhoff-Open im September so gut in Halle, dass sie das Turnier nicht nur gewann, sondern den Blau-Weißen auch für die Wintersaison ihre Hilfe anbot.

Joker: Nora Niedmers steht als Gastspielerin im Haller Aufgebot. - © Christian Helmig
Joker: Nora Niedmers steht als Gastspielerin im Haller Aufgebot. (© Christian Helmig)

Das Haller Aufgebot: Nora Niedmers, Jaimy-Gayle van de Wal, Jainy Scheepens, Anna-Lena Linden, Luisa Meyer auf der Heide, Derya Turhan, Lisa Halfmann, Tanja Klee, Catrin Levers, Rieke Gillar, Indira Schmerling, Lisa Staubach.

Herren-Westfalenliga

Dass der TC BW Halle auch nach dem Rückzug seines Bundesligateams eine Hochburg im Herrentennis ist, beweist die Tatsache, dass er als einziger westfälischer Verein mit zwei Teams in der höchsten Winter-Spielklasse vertreten ist. Dazu gehen die Lindenstädter als Titelverteidiger an den Start. Obwohl das Vorjahresfinale zur Farce geriet – Gegner TC Iserlohn reiste mit einer Hobbytruppe an –, hält Liebich den Wettbewerb für wichtig.



Teamwork: Die Versmolder Laurentiu Erlic (links) und Benjamin Fitzon. - © Andre Schneider
Teamwork: Die Versmolder Laurentiu Erlic (links) und Benjamin Fitzon. (© Andre Schneider)

„Im Winter gibt es wenige Turniere. Da ist die Hallenrunde eine gute Gelegenheit, um auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln", sagt er. Vorrangiges Ziel der Lindenstädter ist es, mit beiden Teams die Klasse zu halten. „Wenn es gut läuft, können wir uns mit einer Mannschaft auch wieder Richtung Endspiel orientieren", hofft Liebich. Interessant wird die Frage, welches ihrer Quartette die Haller stark machen. Die Profis Jan-Lennard Struff, Tim Pütz, Aslan Karatsev und Jeremy Jahn kommen zwar nicht für einen Einsatz in Frage, durch ihre Meldung können alle Akteure dahinter aber theoretisch in beiden Teams aufschlagen. „Wer wo spielt, entscheidet sich von Spiel zu Spiel", sagt Liebich. Gut möglich, dass die Haller ihre Karten schon zum Auftakt am Samstag, 24. November, auf den Tisch legen werden: Dann steht für die »Reserve« in der vermeintlich stärkeren Gruppe 2 das Altkreisduell beim TP Versmold auf dem Programm.

Das Haller Aufgebot: Lennart Zynga, Justin Eleveld, Christopher Koderisch, Martin Beran, Justin Boulais, Emanuel Fraitzl, Tom Clavel, Maximilian Friese, Marc Majdandzic, Tim Gliadkov, Johannes Kolowrat, Marc Hölker, Timm Klee, Timo Frisch.

Auch beim TP Versmold führen prominente Namen die Meldeliste an. Fraglich aber, ob Davis-Cup-Spieler Daniel Masur zwischen seinen Turnierreisen nach Indien und Australien tatsächlich für die Fleischstädter aufschlagen wird. Wichtiger ist es für den Sportlichen Leiter Karsten Wolf ohnehin, Talente wie Jannis Jung, Jan Stoppe oder Robert Tschudow an die erste Mannschaft heranzuführen. Neben Marvin Netuschil steht auch Johann Willems im Aufgebot. „Das zeigt, dass wir nicht im Groll auseinandergehen", sagt Wolf über die Entscheidung, dass der frisch gebackene Westfalenmeister im Sommer nicht mehr für den Tennispark spielen wird. Willems’ Nachfolger steht bereits parat: Luca Gelhardt wechselt vom TVH Rüsselsheim aus der Zweiten Liga Süd nach Versmold. Zum Einsatz kommt der 23-Jährige aber frühestens im Januar, weil er wegen unerlaubter Wetten derzeit noch von der ATP gesperrt ist. „Das liegt Jahre zurück, und er hat ja auch nicht auf seine eigenen Spiele gesetzt", misst Wolf der Geschichte keine große Bedeutung bei. Zu den Favoriten zählt er sein Team nicht, verspricht aber: „Wir werden viel dafür tun, den Klassenerhalt zu schaffen."

Das Versmolder Aufgebot: Daniel Masur, Marvin Netuschil, Johann Willems, Luca Gelhardt, Laurentiu Erlic, Michael Pille, Benjamin und Noah Fitzon, Erik Finkenbrink, Viktor Stjern, Jannis Jung, Andreas Blank, Malte Bentfeld, Jan Stoppe, Robert Tschudow.

Info

Termine

Herren-Westfalenliga, Gruppe 1: Dorsten – Halle (24. November), Halle – Soest (9. Dezember), Wanne-Eickel – Halle (20. Januar), Halle – Bielefeld (10. Februar).
Gruppe 2: Versmold – Halle II (24. November), Versmold – Paderborn, Hiltrup – Halle II (beide 8. Dezember), Hiltrup – Versmold, Halle II – Iserlohn (beide 12. Januar), Iserlohn – Versmold, Halle II – Paderborn (beide 9. Februar).

Damen-Westfalenliga: Halle – Deuten (18. November), Kamen-
Methler – Halle (24. November), Halle – Herne (8. Dezember), Halle – Bielefelder TTC (13. Januar), Halle – Münster II (20. Januar), TP Bielefeld – Halle (9. Februar), Münster – Halle (16. Februar).

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