Loxtens Rechtsaußen Nils Patzelt hat einen guten Lauf

Auf Heimspiele wie an diesem Samstag gegen SuS Oberaden freut sich Nils Patzelt besonders. Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, dass SF Loxtens formstarker Rechtsaußen noch für die "Frösche" spielt.

Christian Helmig

Höhenflieger: Sprungkraft, Schnelligkeit und raffinierte Abschlüsse zählen zu den Stärken von Loxtens Rechtsaußen Nils Patzelt. - © Andrea Hein, HK
Höhenflieger: Sprungkraft, Schnelligkeit und raffinierte Abschlüsse zählen zu den Stärken von Loxtens Rechtsaußen Nils Patzelt. (© Andrea Hein, HK)

Loxten. Nach acht Spieltagen ist Nils Patzelt Loxtens Spieler mit den meisten Feldtoren. Den vielleicht schönsten seiner bislang 23 Saisontreffer erzielte er vor zwei Wochen im Heimspiel gegen Harsewinkel: Durch die langen Beine von TSG-Torwart Johnny Dähne fand Patzelts raffinierter Dreher den Ball ins Netz. Mit weit ausgebreiteten Armen und einem Grinsen im Gesicht drehte der Linkshänder vor der Rekordkulisse von 850 Zuschauern jubelnd ab.

„Nils ist ein Emotionsspieler. Er ist immer für eine Überraschung gut“, sagt Loxtens Trainer Dirk Schmidtmeier über den 25-Jährigen. Patzelt selbst ist mit seinen Leistungen in jüngster Zeit ebenfalls im Reinen. „Es läuft gut momentan“, bestätigt er. Seine starke Form führt der Kältetechniker zum einen darauf zurück, dass er nach zwei Bänderrissen in der Vorsaison derzeit beschwerdefrei ist. So kann er bei Tempogegenstößen seine Schnelligkeit voll ausspielen. Zum anderen profitiert der 1,80 Meter große Patzelt davon, „dass wir uns im Spiel über Außen in dieser Saison verbessert haben“.

Mit Max Harnacke „das stärkste Duo der Liga auf Rechtsaußen“

Für Letzteres spricht auch die Tatsache, dass in Max Harnacke sein Partner auf der rechten Angriffsseite ebenfalls weit vorne in der teaminternen Torjägerliste zu finden ist. Gemeinsam bilden die beiden für Schmidtmeier auf ihrer Position „das stärkste Duo der Liga“. Wenn beide fit seien, könne er „ohne Qualitätsverlust“ wechseln. Zwischen Trainer und den Spielern herrscht deshalb die Absprache, dass beide im Spiel jeweils eine Halbzeit lang zum Einsatz kommen. Wer anfängt, sei „eine Bauchentscheidung“, sagt Schmidtmeier. Für Patzelt kein Problem: „Max und ich verstehen uns super, und bis jetzt hat es ja auch sehr gut geklappt.“

Dass Nils Patzelt für Oberligaverhältnisse überdurchschnittliche Qualitäten mitbringt, hatte vor knapp vier Jahren schon der ASV Hamm erkannt. Beim Zweitligisten absolvierte der Loxtener Junge ein Probetraining, wochenlang stand ein Wechsel im Raum, der schließlich aber nicht zustande kam. „Im Nachhinein bereue ich das schon ein bisschen. Es wäre damals der beste Zeitpunkt gewesen, um es mal in einer höheren Liga zu versuchen“, sagt Patzelt.

Ganz abgeneigt ist er anderen Angeboten zwar auch heute noch nicht („Wenn was kommen würde, müsste man mal gucken“), grundsätzlich aber fühlt sich Nils Patzelt nach wie vor pudelwohl bei dem Verein, für den er seit der E-Jugend auf Torejagd geht. Schon sein Vater Harald zählte früher zum Stamm von Loxtens erster Mannschaft, sein Bruder Jan ist dort als Kreisläufer heute ebenfalls gesetzt.

Die familiäre Atmosphäre genießt Nils Patzelt vor allem bei den Auftritten in der Sparkassen-Arena. „Wenn die Halle voll ist, ist das etwas ganz anderes, als wenn man zum Beispiel in Ferndorf vor 50 Zuschauern spielt“, erklärt er die Diskrepanz zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche der »Frösche«. Vor eigenem Publikum sind die Sportfreunde in dieser Saison noch ohne Punktverlust. „Wenn wir alle von Anfang an brennen“, ist Nils Patzelt zuversichtlich, dass das auch an diesem Samstag gegen Oberaden so bleibt.

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