Volleyball: Fehlerteufel in der Hauptrolle

In der Verbandsliga mühen sich die Männer des SC Halle zu einem 3:2-Erfolg über Gütersloh. Die Frauen kehren ohne Satzgewinn vom Auswärtsspiel beim TV Hörde II zurück

Ekkehard Hufendiek

Im Doppelblock: David Rietz (links) und Cedric Dessin vom SC Halle strecken im, Heimspiel gegen den Gütersloher TV die Hände über die Netzkante. - © Ekkehard Hufendiek
Im Doppelblock: David Rietz (links) und Cedric Dessin vom SC Halle strecken im, Heimspiel gegen den Gütersloher TV die Hände über die Netzkante. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. In der Verbandsliga mühen sich die Männer des SC Halle zu einem 3:2-Erfolg über Gütersloh. Die Frauen kehren ohne Satzgewinn vom Auswärtsspiel beim TV Hörde II zurück.

Verbandsliga

SC Halle – Gütersloher TV 3:2 (22:25, 25:20, 26:24, 21:25, 15:7)

Die Haller Zuschauer hatten keine Freude am Spiel des klar favorisierten Gastgebers. Leidenschaftslos und blutleer agierte ihre Mannschaft gegen den Tabellenachten. Viele haarsträubende Fehler reihten sich auf Haller Seite aneinander und wurden nur von wenigen guten Aktionen unterbrochen. Im vierten Satz spielte der Fehlerteufel sogar die Hauptrolle und führte zum ersten Haller Punktverlust der Saison. Reihenweise landeten erste Aufschläge im Netz. Erst im fünften Durchgang – mit der möglichen Niederlage vor Augen und unter der Regie des zweitligaerfahrenen David Rietz – schlugen Halles Aaron Geiß und Michel Thies dem Ball fast wütend die Luft aus der Blase und machten den Arbeitssieg perfekt.

Bezirksliga

Gütersloher TV II – Spvg. Steinhagen 3:0 (25:22, 25:17, 25:23)

Das Fehlen der schlagkräftigen Christian Rodzga und Ralf-Bernd Rabe schwächte den Steinhagener Angriff enorm. Dann fiel auch noch einer der besten Blockspieler der Gäste aus: Malte Bardenhagen bekam Anfang des zweiten Satzes im Mittelblock einen Ball unglücklich auf den kleinen Finger. Ihm droht eine sechswöchige Pause. So zog der GTV auf zehn Punkte davon, ehe die Sportvereinigung wieder stabiler spielte, für einen Sieg aber nicht in Frage kam. „An diesem Tag war einfach kein Blumentopf für uns zu gewinnen", sagte Steinhagens Mannschaftsverantwortlicher Winnie Schulz, der vor allem die Annahme seines Teams als katastrophal bezeichnete.

Frauen-Verbandsliga

TV Hörde II – SC Halle 3:0 (25:9 25:19 25:18)

Fast alle Spielerinnen des TV waren einen Kopf größer als die des SC Halle. Die Gäste beklagten zudem das Fehlen ihrer Hauptangreiferin Jana Kreutzer, deren Urlaubsflieger Verspätung hatte. Die Konsequenz daraus kleidete Zuspielerin Anna Rzeha in Worte: „Wir haben einfach keine Punkte im Angriff gemacht." Hörde habe zwar ein Riesenloch auf der Position eins gehabt, doch kaum ein Haller Schmetterball flog dort hinein. Im ersten Satz hatte der SC daneben auch Probleme mit den Hörder Aufschlägen. Im zweiten Durchgang lief der Spielaufbau zunächst besser. Halle erkämpfte sich einen 8:5-Vorsprung, doch Hörde drehte den Satz dank einer weiteren Aufschlagserie. Auf Seiten der Gäste war immerhin Jessica Wenzel ein Lichtblick. Die quirlige Außenangreiferin spielte auch auf der für sie ungewohnten Diagonalposition eine gute Rolle.

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