Handball-Landesliga: Hörstes Deckung hält dicht

Zwischen der 41. und 59. Minute lässt die TGH gegen den TV Werther kein Gegentor zu. Durch den 29:24 (12:15)-Sieg verbleiben die »Rothosen« in der Spitzengruppe der Tabelle.

Johnny Dähne

Kein Durchkommen: Hörstes Silvan Tarner hindert den Wertheraner Sven-Hendrik Janson am Torwurf. - © Johnny Dähne
Kein Durchkommen: Hörstes Silvan Tarner hindert den Wertheraner Sven-Hendrik Janson am Torwurf. (© Johnny Dähne)

Hörste. Der Großteil der 400 Zuschauer feierte das siegreiche Hörster Team mit Standing Ovations, die Mannschaft von Christian Blankert gab diese Liebesbekundungen vom Spielfeld der Masch ebenso klatschend zurück. Dank des letztlich souveränen 29:24 (12:15)-Erfolgs gegen den Nachbarn TV Werther stehen die Gastgeber nun punktgleich mit dem TuS Brockhagen (beide 12:2) an der Tabellenspitze, die vor zwei Spieltagen noch jeweils sechs Vereine mit 10:2 Zählern angeführt hatten.

„Am Anfang haben wir versucht, es zu erzwingen. Zum Glück sind wir geduldig geblieben und haben sie am Ende müde gespielt", sagte Christian Blankert nach dem Duell, das aus zwei Teilen – der Zeit vor und nach der 41. Minute – bestand.

In Teil eins fanden die körperlich klar unterlegenen Wertheraner zu Beginn des Spiels direkt die Mischung zwischen Ballbesitzhandball und dem richtigen Moment dafür, Druck aufzubauen. Immer wieder stießen sie in die Lücken der Hörster 6:0-Abwehr. „Das war spielerisch sehr gut", erklärte TVW-Coach Nils Uhlig, dessen Team, angeführt durch Tore von Julian Hoffmann, Leon Reiß und des erneut gut aufgelegten Rechtsaußen Jacob Schröder über die Stationen 1:4 (8.), 3:7 (15.) und 6:10 (19.) in Führung ging.

Zunächst half auch die TG-Umstellung auf eine 5:1-Formation wenig, zudem schlossen Marco Stutzki und Co. ihre Angriffe zu hastig gegen den starken TVW-Keeper Philipp Süllwold ab. Da sich in dieser Phase die Hörster Silvan Tarner (Pferdekuss) und der umgeknickte Pascal Kaiser kurzfristig aus dem Spiel abmeldeten, blieb der TVW vorne.

Bis zur 41. Minute und dem 18:22 von Moritz Topp blieb das Spiel in dem beschriebenen Modus, ehe die Partie im zweiten Teil komplett kippte. „Lars Lüdorff (Hörstes Torwart) hält dann richtig stark. Philipp Süllwold ist zwar auch an den Bällen dran, kann sie aber nicht abwehren", erläuterte Uhlig den aus seiner Sicht entscheidenden Unterschied der Begegnung.

Die TG konnte sich nun neben der stabilen Abwehr auf den wieder erholten und sehr umsichtig agierenden Tarner verlassen. Mit Toren und starken Anspielen führte der Rückraumspieler seine Farben zum Sieg. Exemplarisch dafür stand sein Dreierpack vom 26:22 (54.) bis zum 28:22 (57.). Bei Werther, das nun nicht mehr die Lücken in der TG-Deckung fand, beendete erst Nick Borgstedt in der 59. Minute mit seinem Treffer zum 23:28 den 0:10-Tore-Negativlauf.

Info
TG Hörste – TV Werther: 29:24 (12:15)

Hörste: Krause (1.-20.), Lüdorff (20.-60.); Tarner (10), Borutta (4), Stutzki (4/1), Hagemann (3), Burstädt (2), P. Kaiser (2), Moukhtari (2), J. Kaiser (1), Philipp (1), Lepper, Schuster.

Werther: Süllwold (1.-40./ 47.-60.), Bartling (40.-47.); Schröder (7/4), Borgstedt (4), J. Hoffmann (4), C. Hoffmann (2), Huxohl (2), Janson (2), Reiß (2), Topp (1), Bensiek Friedrichs, Griese, Karklis.

Zeitstrafen: 3:4 – Hagemann, Lepper, Philipp; Bensiek, C. Hoffmann (2), Borgstedt.

Siebenmeter: 2/1:4/4 – Stutzki scheitert an Süllwold.

Schiedsrichter:
Baune/Nitsche (Warendorf)

Zuschauer: 400.

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