Spiel-Analyse: Loxten kommt gegen Soest nicht ans Limit

Christian Helmig

Überragend: Die Loxtener Jasper Steinlechner (links) und Malte Weigel können Soests achtfachen Torschützen Michal Kurka nicht am Wurf hindern. - © Thorsten Hoffmann
Überragend: Die Loxtener Jasper Steinlechner (links) und Malte Weigel können Soests achtfachen Torschützen Michal Kurka nicht am Wurf hindern. (© Thorsten Hoffmann)

Loxten. „Wir waren in der Abwehr über 60 Minuten nicht so stabil wie sonst. Das hat uns den Sieg gekostet", brachte Loxtens Trainer Dirk Schmidtmeier den Grund für die zweite Auswärtsniederlage in Folge nach dem Spiel auf einen einfachen Nenner. 35 Gegentreffer hatten die Loxtener im laufenden Kalenderjahr erst einmal, im April beim späteren Drittliga-Aufsteiger TuS Spenge, kassiert.

Anfang 2017 allerdings waren sie in Soest schon mal mit 24:35 unter die Räder gekommen. Entsprechend gewarnt vor der Offensivpower der Gastgeber gingen die Sportfreunde ins Spiel. Verhindern konnten sie den Soester Blitzstart trotzdem nicht. „Wir sind in der ersten Viertelstunde teilweise überrannt worden", gab Schmidtmeier zu.

Das 1:0 durch Marian Stockmann und das 2:1 von Nils Patzelt blieben die einzigen Führungen für Loxten. Dann erhöhte Soest das Tempo und hatte sich beim 8:4 (10.) einen ersten komfortablen Vorsprung herausgespielt, der sich im Nachhinein als spielentscheidend erweisen sollte. Über die Stationen 7:9, 10:12 und 13:16 lief Loxten dem Rückstand bis zur Pause hinterher.

Nach Schröder fallen auch Steinkühler, Menger und Weigel aus

Zwei Soester Rückraumspieler drückten der Partie ihren Stempel auf: Benni Haake traf in der Anfangsphase dreifach von halblinks. Der slowakische Mittelmann Michael Kurka ließ Loxtens an diesem Tag glückloses Torhütergespann Welge/Possehl insgesamt acht Mal ins Leere laufen und avancierte zum erfolgreichsten Werfer auf dem Feld. „Wir haben uns auf das starke Soester Kreisläuferspiel konzentriert und den nötigen Schritt raus aus der Abwehr oft nicht geschafft", analysierte Schmidtmeier.

Dass Loxten nicht mehr entscheidend herankam, lag auch an fehlenden personellen Reserven: Jan Schröder hatte bereits beim Warmmachen abgewunken, seine Prellung ließ keinen Einsatz zu. Nach zwei Spielminuten fiel dann Rückraumkollege Heiner Steinkühler aus. Er klagte über Atemnot. Im weiteren Verlauf mussten auch noch Timo Menger und Malte Weigel passen. Beide hatten bei Wurfversuchen aus der Nahdistanz jeweils den Fuß des Soester Torhüters ins Gesicht bekommen. „Sehr unsportlich" fand Schmidtmeier diese Aktionen, die ihn zwangen, den noch nicht vollständig fitten Paul Blankert von der Zuschauertribüne aufs Feld zu beordern.

Obwohl der Rest des SFL-Teams im Angriff eine ordentliche Leistung zeigte, war die Partie beim 28:32 (58.) gelaufen. Schmidtmeiers Plan, in den Schlussminuten Schadensbegrenzung zu betreiben, ging nach hinten los. „Das Ergebnis ist drei, vier Tore zu hoch ausgefallen", sagte Loxtens Coach, stellte als fairer Verlierer aber fest: „Soest hat im Gegensatz zu uns am Limit gespielt und war die bessere Mannschaft."

Info
Soester TV – SF Loxten 35:28 (18:14)

Soest: Ihssen (1.-30.), Muhr (31.-60.); Gran (1), Schnorfeil, A. Loer (5), Vukoja (2), Schönle (1), Haake (7), Bekel, M. Loer (4/4), Tischer (3), Kurka (8), Noeh, Picht (4).

Loxten: Welge (1.-10., 31.-60.); Possehl (10.-30.); Menger (2), Stockmann (2), Blankert (1), Hölmer (4), Harting, J. Patzelt (4), Weigel (4), N. Patzelt (3), Steinkühler (1), Schulz (2), Meyer (5/3), Steinlechner.

Zeitstrafen: 6:2 – A. Loer (2), Schnorfeil, Bekel, Tischer, Kurka; Blankert (2).

Siebenmeter: 4/4:5/3 – Schulz und Meyer verwerfen gegen Muhr.

Schiedsrichter: Benstein/ Stahn (Herford).

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