Ängstlich zum Arbeitssieg: SF Loxten gewinnt zweites Heimspiel

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Abwehrschlacht: Loxtens Rückraumspieler Sebastian Hölmer wird von zwei Mennighüffenern am Torwurf gehindert. - © Christian Helmig, HK
Abwehrschlacht: Loxtens Rückraumspieler Sebastian Hölmer wird von zwei Mennighüffenern am Torwurf gehindert. (© Christian Helmig, HK)

Loxten. Wenn eine Handballmannschaft in den letzten neun Minuten eines Spiels kein Tor mehr erzielt, kann sie in der Regel nicht gewinnen. Es sei denn, der Gegner macht es kaum besser. Als Mennighüffens Mats Köster am Samstag zum 17:18 (52.) verkürzte, war das bereits der Endstand einer Partie, die die rund 500 Zuschauer in der Sparkassen-Arena auf eine harte Probe stellte. Auch Dirk Schmidtmeier war froh, als das zähe Ringen vorbei war. „Am Ende hatten wir auch das Glück auf unserer Seite", gab Loxtens Trainer zu.

Was Schmidtmeier freilich freute, waren die zwei Punkte. Seine Mannschaft rückt damit vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Möllbergen auf den dritten Platz der Tabelle vor. Vom Zustandekommen allerdings war der ehemalige Zweitligaspieler „nicht begeistert". Sicher, Loxtens Abwehr präsentierte sich gewohnt solide und ließ, wie in der Vorsaison im Heimspiel gegen Mennighüffen, nur 17 Gegentreffer zu. Seinerzeit aber hatte die Loxtener Offensive den VfL mit 31 eigenen Toren förmlich aus der Halle geschossen.

Davon waren die Gastgeber diesmal im wahrsten Sinne des Wortes weit entfernt. „Wir waren im Angriff zu ängstlich, haben viel zu oft aus neun Metern geworfen, statt die Zweikämpfe zu suchen", analysierte Schmidtmeier. Das Fehlen des verletzten Quartetts Max Harnacke, Jan Schröder, Max Schäper und Paul Blankert ließ der Coach nicht als Erklärung gelten. Mit 13 Mann war sein Kader trotzdem komfortabel besetzt.

Dass Heiner Steinkühler mit zwei Treffern aus dem Feld heraus Loxtens erfolgreichster Rückraumspieler war, verrät, wo der Schuh drückte. Selbst in doppelter Überzahl – Kreisläufer Malte Weigel hatte in den letzten zehn Sekunden vor der Pause zwei Zeitstrafen gegen die Gäste provoziert – gelang den Sportfreunden eingangs der zweiten Halbzeit kein Treffer. Ein weiterer Grund dafür war laut Schmidtmeier auch, „dass wir unsere Außen zu selten ins Spiel gebracht haben".

Auf Schulz und Welge ist Verlass

Auf zwei »Frösche« war allerdings Verlass: Simon Schulz verwandelte den letzten seiner vier erfolgreichen Strafwürfe mit einem frechen Heber über Mennighüffens Keeper Daniel Habbe zum 17:16. Und zwischen den Loxtener Pfosten kompensierte Pascal Welge die fehlende Treffsicherheit seiner Vorderleute mit zahlreichen guten Paraden.

»Callis« gehaltener Siebenmeter gegen den polnischen Vizeweltmeister von 2007, Tomasz Tluczynski, verhinderte in der 54. Minute den Ausgleich. In der Szene zuvor hatte Sebastian Hölmer für einen Schlag ins Gesicht von Marcel Schumann die rote Karte gesehen. „Das hat ganz schön gerappelt. War aber keine Absicht", entschuldigte sich der Rückraumspieler.

Info
SF Loxten – VfL Mennighüffen 18:17 (10:9)

Loxten: Welge (1.-60.); Possehl (n.e.); Menger, Stockmann, Hölmer (1), Harting, J. Patzelt (1), Weigel (2), N. Patzelt (4), Steinkühler (2), Schulz (5/4), Meyer (2/1), Steinlechner (1).

Mennighüffen: Körtner (1.-60.), Habbe (bei 7m); Mailänder (2), Tluczinsky (3/2), Dittrich, M. Schumann (3), Neumann, P. Schumann (1), M. Köster (2), Ames (4), Peitzmeier, Büschenfeld (1), J. Köster (1).

Zeitstrafen: 3:5 – Hölmer, Harting, Weigel; Tluczynski (2), Ames (2), Neumann.

Rote Karte: Hölmer (54.).

Siebenmeter: 6/5:4/2 – Meyer scheitert an Habbe; Tluczynski (2) an Welge.

Schiedsrichter: Himmelreich/ Hooge (Münster).

Zuschauer: 500.

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